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Thema: Castro, Fidel (EL COMANDANTE)

  1. #1
    Embedded Senator Avatar von DerCaptain
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    Und? Wo ist das Photo? Zeigen!
    ------------------
    'Von ganzem Herzen, für alle Zeit...'

  2. #2
    Avatar von stu
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    stimmt, das beweismaterial hätte ich dazulegen können. falls ich es in den nächsten Tagen finde, und Zeit finde es zu scannen, werde ich es nachreichen.

  3. #3
    Member Avatar von Sabeta
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    ich wuerde zusaetzlich gern ein foto sehen, das fidel castro mit dem hut zeigt, den dein freund dann spaeter gekauft hat. warum ueberigens kauft dein freund gebrauchte huete. war das nur ein zweifelhaftes verkaufsargument des haendlers? ansonsten finde ich gebrauchte huete in diesen breitengraden doch recht bedenklich.

  4. #4
    Avatar von stu
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    Es war ein schöner sonniger Abend in Havanna, wir waren den ganzen Tag herumgelaufen und zu müde das Stück vom Zentralfriedhof zurück zum Hotel zu laufen. Also beschlossen wir ein Taxi anzuhalten. Ein Taxi hielt nicht, dafür wurden wir immer wieder angehupt und mit freudigen Jubel bedacht, denn mein Freund trug einen Hut, den, wie ihm der Verkäufer versichert hatte, vor ihm Fidel Castro persönlich getragen hätte. Schließlich hielt doch jemand für uns, ein Pärchen in einem klapprigen 50er Jahre Auto. Wir stiegen ein, wechselten ein paar Worte über Preis, Fahrziel und natürlich auch die Mütze und lehnten uns erschöpft zurück. Aufgeschreckt wurden wir erst an einer Kreuzung. 'Fidel, Fidel!' rief der Fahrer aufgeregt, und tatsächlich: Eine Kolonne von Polizisten kam uns entgegen, gefolgt von einem großen, sehr alten schwarzen Mercedes. Und darin saß tatsächlich Fidel Castro. Total aufgeregt zogen wir in guter Paparazzimanier die Fotoapparate um ein Beweisfoto zu machen, und wir erhaschten tatsächlich einen kurzen Blick auf den graubärtigen alten Comandante, der wahrscheinlich gerade zu seiner allabendlichen Fernsehansprache gefahren wurde.

  5. #5
    Avatar von stu
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    bitte um geduld, werde aber beide beweisfotos nachbringen. Fidel trägt den Hut eigentlich auf jedem zweiten Foto, er ist dunkelgrün mit einem Schirm vorne. Sozusagen die kubanische Variante der amerikanischen Baseball- Kappe. Ich gehe allerdings davon aus, das es sich bei dem von uns erworbenen Hut nur um einen Zweit oder Dritthut des Comandante handelt. Er war allerdings tadellos gereinigt, weder Kopfschuppen noch grauen Haupthaar befand sich darin. Leider. Denn das Haar hätte man sicher gewinnbringend bei ebay versteigern können.
    Dikatorenhaare, Stück 50 DM

  6. #6
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    diktator? ansonsten lustige geschichte
    mf

  7. #7
    Moderator Avatar von Ruebenkraut
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    Lieber meinungsführer (frecher Name, das):
    Ja, leider wohl Diktator - wenn auch nicht der unsympathischste.
    Wir können ja mal eine Meinungsumfrage machen im Forum wg. Fidel.

  8. #8
    Embedded Senator Avatar von DerCaptain
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    Hurra, s'ist Freitag. Und noch 2 Gründe fürs Wuchten: 1. Sehr komisch, wie Ankos Datenbank-Import die Reihenfolge der Beiträge durcheinanderwirbelt und 2. Wo ist das Photo, stu? Erst anfixen und dann 1 ganzes Jahr im Gurkenglas vertrudeln lassen, nicht mit uns!

    Digital Immigrant

  9. #9
    Weber Member Avatar von Herr Weber
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    Schon wieder ein Jahr vorüber. Lustig, wie früher Stränge begannen. Erst die Frage, dann die Geschichte.

  10. #10
    Large Member Avatar von vir
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    Und wo ist jetzt das Photo?

  11. #11

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    Auf meine erste Kubareise im Februar 2003 bereitete ich mich gewissenhaft vor. Ein Reiseblogger aus Österreich erzählte, er hatte auf Kuba einen Opa getroffen, der entzückende Anekdoten aus der Revolution zu erzählen wußte. Und: "Ich könnte jetzt zum Phettberg gehen und sagen, grüß Gott Phettberg, ich hab einem die Hand gegeben, der dem Che die Hand gegeben hat, und für hundert Schilling geb ich Dir jetzt die Hand. (Es ist bekannt, daß Phettberg so was sammelt.)" Würde ich auch jemandem die Hand geben, der dem Che die Hand gegeben hat?

    Unser Gastforscher Roberto hatte mich eingeladen. Er ist wohl der höflichste, dezenteste, intelligenteste Gentleman, den ich je kennenlernen durfte. Mein Flug ging nach Varadero, ein Stück östlich von Havanna, aber für die Anreise war ich genau instruiert. Ich suchte mir einen Reisebus, der mich für 20 Dollar direkt zu seiner Haustür brachte, vorher aber noch drei Hotels abklapperte, um diverse Reisegruppen abzuladen. Ich sollte aber noch günstigere Fortbewegungsmittel kennenlernen.

    Am einfachsten war natürlich das Touristentaxi, das in etwa so viel wie hier kostete und in Dollar bezahlt wurde. Damals gab es in Kuba drei Währungen: 1) Den nationalen Peso, der 1:25 in 2) konvertible Peso umgetauscht werden konnte, der dasselbe wie ein 3) US-Dollar wert war. Von konvertiblen Pesos sah man damals nicht sehr viel, bis ein paar Jahre später alle gezwungen wurden, ihre Dollarvorräte in konvertible Pesos umzutauschen.

    Günstiger waren die Zehn-Peso-Taxen, die auch die Einheimischen nahmen, und die feste Routen abfuhren. Man mußte eins anhalten, sagen, wohin man wollte, und konnte einsteigen, wenn es dorthin fuhr. Um in die Stadt zu kommen, etwa "Coppelia", die Eisdiele aus Fresa y Chocolate. Zurück "Obelisco de Marianao", was aber niemand verstand. In Kuba muß man alle S durch H ersetzen, also "Obelihco".

    Noch günstiger (0,40 nationale Pesos) waren die Linienbusse, aber es gab weder Kundenzentren noch Liniennetzpläne noch auch nur Bushaltestellenschilder. Nur Einheimische wußten, welcher Bus wo lang fuhr, mir war das System völlig undurchsichtig. Der Höhepunkt aber die "Camelios", riesige Busse mit Monstertruckmaschinen und zwei Höckern, die als Entschädigung für die zu aufwendige U-Bahn eingesetzt wurden. Das Schlangestehen für die Busse war höchst diszipliniert.

    Roberto war natürlich kulturell sehr interessiert und wollte mir einiges bieten. Gleich am ersten Abend nahm er mich auf ein klassisches Konzert mit, Beethoven oder so, bei dem ich dank Jetlag bald einnickte. Ein weiterer Programmpunkt war ein Besuch des Tanztheaters.

    Im Tanztheater war die Security ungewöhnlich zahlreich anwesend. Man erklärte, die heutige Vorstellung sei nur für Einwohner von Kuba, und frug offenbar, ob der hochgewachsene, blaßhäutige Herr auch wirklich Kubaner sei? Ich verstand damals nur sehr schlecht Spanisch, verlegte mich also aufs Glotzen. Meine Begleiter sprangen bei, ja, ich sei zwar Ausländer, aber in Kuba ansässig, was offenbar eine genügende Erklärung war.

    Im Saal erfuhren wir dann den Grund: Fidel Castro war selbst anwesend, um sich das Stück anzuschauen. Er wurde groß angekündigt, und alle spendeten ihm minutenlang Applaus und knipsten Fotos. Er war ein lieber, milde winkender Opa, dem man nicht im entferntesten zutrauen würde, den Camilo auf dem Gewissen zu haben. Ich knipste auch, aber mußte mich dafür über eine Brüstung beugen, und noch ohne Digitalkamera; so erfuhr ich erst zu Hause, daß ich nur die Balustrade geknipst hatte, sowie einen Herrn, der gerade dabei war, Fidel Castro zu knipsen. Natürlich waren wir auch viel zu weit weg, um ihm die Hand zu geben.

    Dann begann das Stück. Es handelte von einem Jungen, der seine Eltern verließ, um sein Glück in der großen Stadt zu versuchen. Seine Mutte wollte ihn nicht gehen lassen und hing sich buchstäblich an seine Fußgelenke; doch vergebens! In der Stadt schloß er sich einer Gang an, in der man Chef werden konnte, indem man der beste Breakdancer war. Nach einigen Wirren gelang ihm das, und alles war gut.

    Als das Stück vorbei war, war Fidels Platz schon leer. Alle strömten nach draußen und viele warteten auf dem Vorplatz, ob er sich nochmal zeige. Ein Passant kam des Wegs und fragte, was der Auflauf solle, und ob womöglich "der Spinner" (el loco) da drinnen sei? Irgendwann wurde uns das Warten zu doof, und wir gingen.

    Am nächsten Tag hörte ich im Zehn-Peso-Taxi im Radio, daß Fidel Castro am Vorabend das Tanztheater besucht hatte. Aber mal wieder war mein Spanisch zu schlecht oder ich zu feige, um zu erzählen, daß ich dabei gewesen war.

  12. #12
    Avatar von Alberto Balsam
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    Das mit Hermes stimmt sogar, also sein generöser Irrsinn, als Hermes mal in einer Oper mit Harry Rowohlt spielte (Mozart Fast forward, Fidelio in 10 Min, in salzburg, ca 1990), Harry liebte Hermes, spielte auch eine Bulgarin namens Mara Matuschka mit, sie war in Havana, als da irgendwelche kommunistischen Jugenspiele waren, und Harry weil er wohl aus kommunistischen Gründen dort war, und Mara bildete mit anderen bulgarischen Jugendlichen das Bild von Lenin mit Tafeln nach, auf Zuruf, sie war das Auge von Lenin, und Harry war ganz begeistert, dass er ins Auge von Lenin gesehen hat und jetzt bei dieser doofen Mozart-Oper das Auge von Lenin sehen kann, und Hermes war ganz glücklich beiden zuhören zu dürfen, Hermes hat 3 Schlaganfälle und wenn er spricht, versteht man ihn nicht, er hat einen Übersetzer, der weder Mann noch Frau ist, eine art Pilzmensch, Harry ist tot und Mara, hm, sie war mal Lesbe, dann wieder Hete, irgendwas macht sie, sie trägt nie eine Brille obwohl sie minus 8 Dioptrin hat, sie hatmir mal erklärt, sie trainiert ihre Augen, das ginge, dass man irgendwann mal wieder richtig sehen kann, sie ist irre, aber gut irre,s ie war mal Lenins Auge

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