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Thema: Keitel, Harvey (beginnender Harnstrang mit Querverweisen)

  1. #1
    der hausm Avatar von anko
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    es war an einem freundlichen sommerabend, als meine lebensgefaehrtin b. und ich im berliner cafe florian zu abend assen - genauer, vor dem lokal auf dem breiten gehweg, auf den man alle verfuegbaren stuehle geschleppt hatte.
    wir unterhielten uns, b. sass mit dem ruecken zur strasse, ich hingegen ueberblickte sie - als ploetzlich, aus dem halbdunkel der tischchen, die nahe am strassenrand standen, ein kleiner untersetzter herr auftauchte.
    im aufstehen stopfte er sich das hemd in die hose, im mund eine schon dreiviertel gerauchte zigarre. mit breitem schritt ging er den schmalen gang zwischen den tischchen entlang in richtung lokaltuere. er laechelte sein typisches laecheln. und schon war er an mir vorueber.
    so leer, wie das lokal war, konnte er dort nur eines wollen: pinkeln.
    unbesonnen, wie man in einem solchen moment, wenn man einen wirklich verehrten prominenten trifft, ist, sprang ich halb auf - von der wirren idee erfasst, nun auch pinkeln zu gehen, um dann dort, auf dem pissoir - ja, was eigentlich? ihn anzusprechen? mit ihm ueber abel ferrara zu diskutieren? ihm ein autogramm abzuverlangen (vor dem haendewaschen?). ihm das pissoir zu zeigen? ihm das goldene buch der stadt berlin vorzulegen?
    im niedersinken wurde mir klar, welche gefahren bewunderung mit sich bringt. als harvey keitel wieder aus dem lokal kam, war ich mit b. wieder ins gespraech vertieft. der meister setzte sich wieder an seinen platz und steckte die erloschene zigarre wieder an.
    anko

    (Beitrag wurde von anko am 22.01.2001 um 17:13 Uhr bearbeitet.)

  2. #2

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    wärst du mit ihm aufs pissoir gegangen, hätte er vor aufregung vielleicht nicht gekonnt und du wärst mit einer verständnisvollen bemerkung wie: 'machen sie sich nix draus, mr.keitel, passiert mir auch immer wieder', sein rettungsanko in der not gewesen. aus dankbarkeit hätte er dir vielleicht etwas von seinen dicken autos und seinen vielen supermodel-girlfriends abgegeben - vielleicht hätte er dich aber auch aus wut über die plumpe paparrizierung oder aus bloßer (durch sein wieder einmal aufgetretenes pinkel-problem verschärfter) misanthrophie in ein säurebad gesteckt.
    man kanns wohl nicht mehr sagen heute, wies gekommen wär damals.

  3. #3
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    Oh Mann, es haeufen sich die Klogeschichten, vielleicht sollte man ueberlegen einen eigenen Harnstrang aufzumachen,
    aus dem Kopf erinnere ich mich:
    * Ilja Richter -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10082
    * Jonas Almquist (in der sinnloserweise Walter-Moers betitelten Stange) -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10060
    * Die Praesidentin von Island (vergesse immer ihren Namen) -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10102
    * Gottschalk (Vornamen vergessen, aber nicht Thomas) -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10147
    * Clemens Haipel -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10122
    * Bob Dylan -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10077
    * PS: Nicht zu vergessen das Foto von dem, was eine muede Prostata verursacht. In einer der 2 Edwyn-Collins-Ketten, Spalten, Geleise, Trakte, Rillen -> http://www.alles-bonanza.net/forum/s...threadid=10058
    (Beitrag wurde von anko am 30.01.2001 um 17:40 Uhr bearbeitet.)

  4. #4

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    Oh Mann, in einem Harnstrang moechte ich ja nicht so gerne auftauchen.
    Doch der Vollständigkeit halber sei hier darauf hingewiesen, dass vor einigen Jahren ein Museumsdirektor aus Ludwigshafen a. Rh. im dortigen Friedrich-Ebert-Park Helmut Kohl beobachtete, der nur notdürftig im Gebüsch verborgen seine Blase entleerte. Aus dem Gebüsch zurück zur ebenfalls Deckung gewährenden Restfamile Kohl keineswegs eilend, wurde er des in der Pfalz nicht unbekannten Museumsmannes gewahr und grüsste jovial erhobenen und nicht etwa schamhaft gesenkten Hauptes.
    (Beitrag wurde von Juergen Broemmer am 22.01.2001 um 19:26 Uhr bearbeitet.)

  5. #5
    Avatar von lacoste
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    Herr Brömmer! Ich bin ja so froh, dass Sie wieder da sind. Die anderen hier erzählen ja nur noch Pinkelgeschichten. Das glaube ich nicht, dass Sie einen kennen, der Kohl gesehen hat, wie er ins Gebüsch pinkelte. Wenn das wahr ist, liefere ich Kohl ans Messer! Den mache ich fertig, daraus mache ich DEN Skandal in Deutschland. Damit mal wieder etwas Abwechslung in die deutsche Skandallandschaft kommt. Dann kann der einpacken. Ach, hat er ja schon. Nein, dass finde ich wirklich lustig. Ein Bekannter von mir war schon mal bei Steffi Stephan, dem ehemaligen Bassisten von Udo Lindenberg auf dem Klo und ich schon mal bei Walter Kempowski.

  6. #6

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    Frau Stegemann! Das freut mich, dass Sie mir wieder gut sind nach all den Wirrnissen um meine Abmahnung. Der Zeuge des Kohlschen Entleerungsvorgangs hat übrigens bei mehreren Bunten Abenden mit dieser Geschichte aufgewartet und sie dabei nur unwesentlich variiert. Das spricht meines Erachtens für seine Glaubwürdigkeit, die ansonsten bei Museumsdirektoren nicht unbedingt gegeben ist.

  7. #7
    der hausm Avatar von anko
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    die affinitaet zur schilderung von pinkelszenen im weitesten sinne ist mir auch schon aufgefallen.
    da ich ein anhaenger der phaenomenologischen bedeutsamenkeiten bin (haefung aehnlicher erscheinungen) kann ich nicht anders, als dem besondere bedeutung beizumessen: *messmess*
    dazu faellt mir ohne umschweife das erlebnis eines muenchner freundes ein, der ebenfalls eine sehr schoene geschichte erzaehlen kann, bei dem ein WC eine zentrale rolle spielt. es gibt auch ein entsprechendes, alles beweisendes bilddokument, die story muss er dann selber erzaehlen. ich morse ihn gleich an.
    so long, anko

    (Beitrag wurde von anko am 23.01.2001 um 12:17 Uhr bearbeitet.)

  8. #8
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    ankos 'erlebnis eines muenchner freundes' ist das Folgende:
    New York 1996. Jungmanager auf Reisen. Zu Besuch bei Esther Dyson, der weiblichen Ausgabe von Nicholas Negroponte auf Dope. Eine Art Online-Queen, 'everybodies darling', ein fliegendes Adressbuch der weltweiten Internet-Szene, Strippenzieherin, Spin-Doctress usw. Esther Dyson fliegt mehr als mancher Pilot und hat ihren eigenen Kongress (edventure), alle Jahre in einer hübschen Stadt dieser Erde.
    Damals, damals fühlte ich mich mehr als geschmeichelt bei IHR eine persönliche Audienz zu erhalten. Warum, das hab« ich vergessen. Irgendwas, was heute keine Rolle mehr spielt. Tempus fungit, wenn juckt schon Internet.
    Das Dysonsche Büro ist eine Halbetage in einem namenlosen Wolkenkratzer, das Klo versteckt in einem abseitigen Winkel, hinter Kopierern und Altpapierbergen. Wie auch ihr Büro ein einziger Altpapiercontainer war. Gerade soviel Platz, dass ein Mensch mit aneinanderliegenden Beinen gerade stehen kann. Sie hatte sich zu ihrem Tisch eine kleine Furt gefräst. Der Tisch war ohnehin verschwunden. Unter Papier.
    Aufs Klo gemusst. Höchst dringlich, vom vielen Brühkaffee trinken. Das mag der Amerikaner.
    Also das Klo.
    Am Eingang eine Tastatur mit Ziffernblock.
    Einen Zugangscode braucht man dazu. Dann ein windigwinziger Raum, ein Klappfenster und jener grandiose Ausblick auf lower Manhattan, den anko sicherlich einstellen wird ...

    8764 war damals der Zugangscode zum Klo von Frau Dyson, nur falls mal jemand dringend ...

    -sk.

    und hier das belegfoto:

    esther dysons klo!

    ------------------
    -sk.
    ** www.digitalien.org - PGP on demand. **
    'JPG for binaries!'
    (Beitrag wurde von anko am 25.01.2001 um 16:45 Uhr bearbeitet.)

  9. #9
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    Vom Damenklo des obersten Stockwerks des Hotels Torni in Helsinki (da oben befindet sich eine Bar) kann man an schoenen Tagen nach Tallinn/Estland sehen.
    Oder wars das Herrenklo? Ich geh ja selten auf Damenklos.
    Lieber auf Behindertenklos, man ist immer allein, es ist sauber, und es gibt keine dummen Klosprueche, aber oben in der Tornibar gibts keine Behindertentoilette.

  10. #10
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    Einen hab« ich noch, ebenfalls aus Jungmanagertagen.
    Das Allerallerschlimmste für ein harndrängendes Männchen ist, neben einem deutlich ranghöheren Alphamännchen am Pissoir zu stehen. So geschehen in Stuttgart, der Konzernzentrale.
    Auspacken, konzentrieren ...
    ZU TODE ERSCHRECKEN. Weil: ER, das Oberalphatierchen ebenjenes Pissoir betritt, NEBEN MIR STEHT und auch auspackt.
    Was tun?
    Wichtig: erstmal freundlich grüssen. Im Klo freundlich grüssen ist eine Herausforderung, die der Knigge niemals nicht beschrieb.
    Harndrang zurückhalten, Point-of-no-return verschieben? einpacken, gehen, später nochmal? Ausharren.
    Entscheidend: wer kann zuerst? Der unausgesprochene Codex ist klar: 'Alphatierchen always first to pee'. Also warten.
    Warten.

    Warten.
    Kann ja dauern, bei älteren Herren.
    Pritschel.
    Er zuerst, sehr gut.
    Tiefe Erleichterung, Schnitt.
    Ende Geschichte.

  11. #11
    der hausm Avatar von anko
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    verehrter herr knecht,
    willkommen im forum - ich habe ihre beiden geschichten mit hoechstem plaisir gelesen und wollte das auf diesem wege nur bekannt gegeben haben.
    der hausmeister

  12. #12
    Moderator
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    Eher nicht so verbreitet:
    Das Nichtkoennen bei Bettnaessern.

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