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Thema: Curtis, Allegra (ist ein rich kid)

  1. #1
    Member Avatar von julia mantel
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    einem bekannten von mir wurde es in deutschland zu langweilig und so beschloß er für einige zeit in die usa auszuwandern, ohne viel erspartes zurückgelegt zu haben, wollte er sich dort 'durchschlagen' und ein paar (vorzugsweise musiker)freunde besuchen.
    nach stationen in new york, oakland und seattle verschlug es ihn nach los angeles.
    eines tages, er war schon total abgebrannt, fand er dort auf einem flohmarkt einen koffer und erstand diesen für ein paar dollar.
    zu hause angekommen, besah er sich dieses reiseutensil etwas näher ... als er den koffer aufmachte, fand er eine art 'diary' mit photos darin, also ein photoalbum mit sehr persönlichen untertiteln.
    was er sah, verschlug ihm den atem:
    schöne menschen am swimming-pool, braungebrannte körper vor riesengroßen villen, wahrscheinlich in beverly hills, dazu champagner und kaviar, irgendwo auf einem tischchen für die partygemeinde zurechtgestellt.
    als er sich die photos wieder und wieder ansah, erkannte er darauf unter anderem: tony curtis und christine kaufmann und ihm dämmerte langsam: dies war das familienalbum von allegra curtis, deren tochter.
    bernd, so der name meines bekannten, der jeden cent zu dieser zeit hätte gut gebrauchen können, wollte gutes tun.
    also versuchte er die telefonnummer von allegra herauszubekommen. bald hatter er ihre agentin (auch allegra trat in die fußstapfen ihrer eltern und wurde schauspielerin, wenn auch keine weltklasse-)an der strippe und erklärte ihr das problem mit dem gefundenen koffer und dem persönlichen schatz darin. die agentin stellte dann, nach kurzer überlegung, die verbindung zu allegra her.
    einige tage später traf bernd schließlich allegra um ihr den photoband zu überreichen.
    er hatte sie ja zuvor schon auf bildern gesehen, sie so mitte dreißig, gesellte sich zu ihm, schien überrascht von seinem 'goodwill' und lud ihn zum kaffee ein, ließ sich das intime buch aber schenken.
    bernd und sie gerieten ins plaudern, über deutschland, los angeles, die filmbranche und darüber wie es ist ein 'rich kid' zu sein.
    sie, fitnesstrainiert und mit reparierten 'boops' erzählte nur wenig über ihre eltern, flirtete stattdessen ein bißchen mit bernd und war sooo dankbar.
    bernd, nach deutschland zurückgekommen, meinte später nur zu mir, nachdem er mir die geschichte erzählt hatte: 'hätte ich diese frau rumgekriegt, wäre meine altervorsorge inzwischen gesichert.'

  2. #2
    Member Avatar von eisige Morra
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    einem freund von mir ist sowas aehnliches passiert mit einer gekauften yuccapalme. als er der uebergluecklichen mutter ihre kinder zurueckbrachte, lag liebe in der luft...das knistern war nicht zu ueberhoeren. als er wiederkam sagte er 'das war die frau meines lebens. schade, dass sie eine vogelspinne ist.'

  3. #3
    Member Avatar von rapsak
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    Anfang der Achziger war ich sehr oft im Münchner 'Tanzlokal Größenwahn', die etwas älteren Semester, die dereinst in München zu tun hatten, werden sich an diese Lokalität sicher noch gut erinnern. Zu jener Zeit war auch Allegra, auf der Flucht vor ihrem Vater, nach München zu ihrer Mutter gezogen. Sie war damals zarte Sechszehn Jahre alt und so unbeschreiblich lieblich und schön, daß man ihretwegen eine zweite Belagerung Trojas hätte beginnen wollen.
    Ich war nur wenig älter als sie, hatte schwer mit mir und meinem Selbstbewußtsein zu kämpfen, und das wollte so garnicht zu einem jungen Paris passen, vor allem, wenn ihm keine Aphrodite beisteht. Jeden Samstag stand ich nun im Tanzlokal und erwartete sie. Sie kam auch, stets umringt von ein paar gleichaltrigen Mädchen und ebensovielen mindestens zehn Jahre älteren Männern, denen ich mich entsetzlich unterlegen fühlte. Ich war zu jung, um meinem Kummer in Alkohol zu ertränken, also bleib nichts anderes übrig, als die hübsche Allegra aus der Ferne zu bestaunen. Woche für Woche.
    So konnte es unmöglich weitergehen, ich musste etwas tun. Ich dachte lange nach: was, so fragte ich mich, was um Himmels Willen kann ich tun, um eine solche Frau, die von solchen Männern umringt wird, auf mich kleines Würstchen aufmerksam zu machen? Mir wollte partout nichts einfallen, bis ich mir sagte, es sind doch die einfachen Dinge, die einen Menschen wirklich beeindrucken. Also entschied ich mich, ihr schlicht und einfach eine rote Rose zu schenken.
    Gesagt, getan. Am nächsten Wochenende ging ich im eine Blumenhandlung, suchte eine Stunde lang nach der allerschönsten Rose im Laden und ließ sie in zartes Seidenpapier hüllen. Als ich abends zur Klenzestraße aufbrach, raste mein Herz. Als ich eintraf, war Allegra noch nicht da. Nur mit Mühe konnte ich Barkeeper Klausi, der damals wohl einen ziemlichen Stand auf mich kleinen blonden Jüngling hatte, davon überzeugen, daß die Rose nicht für ihn sei, sondern er sie lediglich in einen Champagnerkühler stellen sollte, auf daß sie frisch bleibe.
    Ich wartete und trank ein Beruhigungsbier - sowas ging schon. Es dauerte nicht lange, und endlich: Allegra traf ein, wie immer umringt von ihrer Schar von Freunden. Ich beobachtete sie lange, um den richtigen Moment abzupassen, ihr die Blume zu überreichen. Endlich gingen ihre Freunde kurz mal weg, und da saß sie nun, die Wunderschöne, ganz alleine auf einer Stufe, und blickte verträumt auf die Tanzfläche.
    Ich nahm all meinen Mut zusammen, griff mir die Rose, befreite sie vom Papier und ging auf sie zu. Ich kniete mich zu ihr, reichte ihr die Blume und brüllte - wir waren schließlich in einer Diskothek - : 'Hier, für Dich, der schönsten Frau, die mir je begegnet ist!' Allegra lächelte mich an, nahm die Rose, roch an ihr, und hauchte zart: 'Danke!' Dann sah sie zu mir hoch und lächelte mich so nett an, daß mir hören und sehen verging. Sie fragte mich: 'Wie heißt Du?' Ich nannte stammelnd meinen Namen und fügte hinzu: 'Und, ich weiß, Du bist Allegra.'
    Das war's. Das war der Fehler, der auch mich um meine Altersversorgung und um die Begegnung mit einem meiner Jugendidole ('Die Zwei') gebracht hat. Denn nun sah man es ihr förmlich an, wie sie ihr Urteil über mich revidierte und mich für einen dieser üblichen Schnorrer hielt, die es nur auf ihre Kohle und auf ihren Dad abgesehen hatten. Allegra lächelte mich zwar nochmal einmal an, doch deutlich distanzierter, und natürlich kamen ausgerechnet in diesem Moment ihre Freunde wieder rein, rannten auf sie zu, ohne mich wahrzunehmen, und verwickelten sie sofort in ein Gespräch. Ich stand noch etwa eine Minute lang neben ihr dumm rum. Ich fühle mich zum Kotzen. Schließlich ging ich zurück zur Theke. Klausi war ein echter Freund: er hatte die Szene beobachtet und lud mich nun auf einen Southern Comfort ein. Er wußte, dies war das Äußerste, was man mir Pubertierendem in solchen Fällen zutrauen konnte.
    Allegra und ich haben uns noch zwei, drei mal im 'Größenwahn' angenickt, das deutlichste Zeichen dafür, daß man sich nichts, aber auch garnichts mehr zu sagen hatte. Wenig später verließ sie die Stadt, um in LA zu versumpfen. Ich habe sie nie wiedergesehen. Geblieben ist mir nur dieses kurze, warme Lächeln, das mir verriet, daß sie auch in ihrer Seele eine wirklich schöne Frau sein konnte.
    (Beitrag wurde von rapsak am 05.08.2001 um 19:31 Uhr bearbeitet.)

  4. #4
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    Mann, ist das hier spannend, in diesem Strang, 2 grossartige Geschichten, kurz unterbrochen von einer stutenbissigen Niederträchtigkeit.
    Julia, Du glaubst nicht, dass Bernd mir dieses Fotoalbum verkauft?
    (was für ein absurder Vorschlag, ich gebs zu)
    (Ok, was verlangt er?)

    (Beitrag wurde von Reverend Tex am 05.08.2001 um 19:46 Uhr bearbeitet.)

  5. #5
    Member Avatar von julia mantel
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    bernd hat das photo-album allegra doch schon wieder zurückgegeben, kostenlos, obwohl er dafür sicherlich 500 dollar anderswo (auf dem freien markt sozusagen) verlangen hätte können.

  6. #6
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    Ich hab aus Deiner Geschichte gelesen, dass ihr das Album egal gewesen sei

  7. #7
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    Soll ich sie nochmal lesen?

  8. #8
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    Katastrophal wäre es, wenn er das Fotoalbum der Frauenzeitung ALLEGRA verkauft hätte

  9. #9
    Member Avatar von julia mantel
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    das album war ihr nicht egal, wie wollte nur nichts dafür zahlen.
    und bernd heiraten, um ihm die rente zu finanzieren, wollte sie auch nicht,

  10. #10
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    Ich wollte nur mal sehen, wie das ist, Julia mantel hochzuwuchten, ist eigentlich ganz leicht

  11. #11
    Weber Member Avatar von Herr Weber
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    stimmt

  12. #12
    Moderatorin Avatar von Frau H aus B
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    Herr Weber, Sie sind lieb.
    If you get in trouble, just go back in time.

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