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Thema: Karl Dall – Ergänzung zu seiner neuen Autobiographie

  1. #49
    Moderater Avatar von Murmel
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    Wer von euch beiden war nochmal Tex?

  2. #50
    [Member] Avatar von bangen
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    Tex, Juergen Barz hatte bei den Insterburgern die Rolle des Schönlings, dazu gehört langweilig zu sein. Tatsächlich war er wohl der intelligenteste, aber das gehört auch zu der Rolle.

  3. #51

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    Jürgen war der Stille, so wie bei den Beatles George Harrison, bei den Stones Charlie Watts (der gern Hotelzimmer gezeichnet hat), und bei den Monkees Mike Nesmith (dessen Mutter das Tipp-Ex erfunden hat).

    Aber wieso der Intelligenteste? Intelligent ist der, der Intelligentes tut, sagte Tom Hanks. Und für einen erwachsenen Mann denke ich erschreckend viel über Insterburg & Co nach. Aber Peter Ehlebrachts Buch "Haltet die Pyramiden fest! 5000 Jahre Grabraub in Ägypten" ist da doch schon mal was.

  4. #52
    Avatar von slowtiger
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    Peter Ehlebracht ist für Insterburg & Co das, was Brian May für Queen ist.

  5. #53
    Avatar von Alberto Balsam
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    und Freddy ist Dall dann? Hm, muss alles umüberlegen jetzt

  6. #54

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    Ihr kennt tatsächlich die Namen und Charaktere dieser Insterburg-Leute! Ich musste die überhaupt erstmal suchen!
    Waren die gut?
    Auf dem Schulhof habe ich mir abgewöhnt, eine eigene Meinung zu haben. Was gut und was schlecht zu finden sey, bestimmen die coolen Kinder. Nichts ist peinlicher, als über Jerry Lewis zu krähen, wenn die anderen schon bei Woody Allen sind. AUSSER: über Woody Allen zu krähen, wenn die anderen schon bei Jim Jarmusch sind.
    Deshalb frage ich mal hier, bevor ich mich draußen blamiere: Insterburg gut finden war erlaubt, ja? Oder Pflicht? Oder eher nicht so? Das, was an Videos aus dem Musikladen von Radio Bremen zu finden ist, macht ratlos. Ich wäre versucht, das belanglosen Mist zu nennen. Keine Familienunterhaltung wie Hallervorden, kein Witz und keine Musikalität wie Schobert und Black. Aber aus der Zeit heraus gesehen?
    Wie musste man denn sein, um die gut finden zu dürfen?
    Geändert von Kony Faehre (27.11.2020 um 10:44 Uhr)
    Mit den restlichen Kräutern garnieren.

  7. #55
    Avatar von Alberto Balsam
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    ich glaub Insterburg & Co waren so eine Mischung aus akzeptablem Rebellentum und erkennbarem Handwerk (Musik, Knittelverse), also kontrollierte Anarchie, verkifft aber diszipliniert, in einer Zeit, in der offenbar ein Gammler liebenswürdiger Bestandteil der Gesellschaft geworden ist, wenn er nur IRGENDWAS abliefert (mit Gartenschläuchen und Plastitüten Musik machen, siehe Pfuri, Gorps und Kniri), das akustische Äquivalent zum Flokatiteppich, ein paar Jahre früher wären sie verhaftet worden, jetzt konnten sie blödeln, ambitioniert wie Reinhard Mey und brav wie Ulrich Roski und scheinchaotisch wie Insterburg & Co. Meine eher konservativen Eltern fanden die gut, ich auch, jeder fand die gut, weil ja für jeden etwas dabei war, und wenn mein Vater Peter Ehlebracht gut fand (tut nur so chaotisch, schreibt Geschichtsbücher), war ich dann eben auf der Seite von Dall, rückblickend betrachtet ist das alles ganz unwitzig, und eben verkifft, aber daraus entstanden dann ja noch viel schauerlichere Ausformungen wie Gebrüder Blattschuss

  8. #56
    Avatar von slowtiger
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    Live waren sie gut wegen des kalauernden Geplänkels zwischen den Liedern. Von den Liedern sind nur wenige wirklich gut, leider ("Ich liebte ein Mädchen" und "Diese Scheibe ist ein Hit"). Dall/Ehlebracht das perfekte Duo, Barz irgendwie nur, um das Quartett vollzumachen, ich fand ihn schon damals deplaziert, seine Stimme, sein Tonfall paßte nicht. Ingo das liebenswerte Genie, bißchen Manic Pixie, der niedliche Igel, der seltsame Instrumente bauen konnte und schöne einfache Reime fand. Sie verarschten hemmungslos einfach alles, was Tiefgang vortäuschte, insofern Fortführung der Tradition des Studentenhumors des 19. Jhdts, (https://nddg.de/gedicht/7603-Altassyrisch-Scheffel.html, https://en.wikipedia.org/wiki/Im_sch...sch_zu_Askalon). Einmal im Jahr Auftritt bei Radio Bremen, das reichte dann aber auch.

  9. #57
    Avatar von Klaus Caesar
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    Schobert & Black kann man sich gar nicht mehr anhören, weil ihr Witz immer 1:1 ist und deshalb sehr schnell Staub angesetzt hat. Insterburg & Co. sind interessanter, weil sie meta sind. Und dabei, und das ist das wirklich Raffinierte, sind sie eigentlich gar nicht meta, also sind sie metameta. Das muss man mitmachen, dieses doppelte Umkippen, sonst ist alles doof und platt.
    Geändert von Klaus Caesar (27.11.2020 um 11:58 Uhr)

  10. #58
    Avatar von Alberto Balsam
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    Aber auf dem Schulhof sagte man natürlich nicht, dass man Insterburg & Co gutfindet, da musste man Slade ODER Sweet sein, Mädchen natürlich Bay City Rollers, beides ging natürlich nicht, auch wenn JEDER zumindest Teile aus Ich liebte ein Mädchen aus.. kannte, die Streber konnten Ulrich Roskis Der kleine Mann im Ohr komplett auswendig, "Ne Gruppe Jugendlicher, ne Art Rockerverschnitt brüllt:" Da drüben ist 'ne Demo ey, da mischen wir mir"", das war dann wohl so ein Ventil für die zu lernende Glocke

  11. #59
    [Member] Avatar von bangen
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    Es ist auch eine Frage des Geburtsjahrs ob man Insterburg kennt.

  12. #60
    Hühnergott Avatar von Freewheelin_Biller
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    Die nach 1945 Geborenen kennen es nur noch als Tschernjachowsk.

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