Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 12 von 91

Thema: Ono, Yoko

  1. #1
    Member
    Registriert seit
    01. 2002
    Ort
    Frankfurt
    Beiträge
    49

    Ono, Yoko

    Yoko Ono
    Im Herbst 2001 habe ich Yoko Ono – na ja, „getroffen“ kann man nicht gerade sagen – eher: gesehen.
    Und zwar war das in Manhattan Central Park South, wo ich mir Strawberry Fields angeguckt habe, nachdem ich vorher um das nahe gelegene Dakota Gebäude herumgelaufen war, immer heimlich bemüht, nicht wie ein Tourist auszusehen, obwohl das für niemanden eine Rolle gespielt hätte, wenn’s anders gewesen wäre, was es wohl ja auch war.
    Jedenfalls waren ich und mein Eastpack auf dem menschenleeren Kiesweg von Strawberry Fields zurück zum Dakota, als mir zwei Gestalten entgegenkamen, so wie einem eben Leute auf einem einsamen Parkweg entgegenkommen.
    Erst dachte ich noch „das wird doch nicht...“, ach Quatsch, mir war sofort klar: Hier kommt Yoko Ono mit jemandem, der mir unbekannt ist. Und so war’s auch.
    Der Herr in Yoko Onos Begleitung sah aus wie ein persischer Peppichhändler und war in einem Alter, dass ich dachte „daschauher, ohne Bodyguard“ und Frau Ono sah mit den Haaren, dem grossen Kopf mit viel Fläche im Gesicht (keine Falten!), der Brille usw. genau so aus, dass ich wieder dachte „es gibt sie also wirklich“. Wären da jetzt noch andere Passanten gewesen...: mein Gott, who cares...
    Aber so war jetzt eine Situation entstanden, die leicht ins Peinliche hätte abrutschen können, hätten wir drei Beteiligten uns nicht so souverän gezeigt wie nun geschildert.
    Also, ich identifiziere Yoko klar als Ono, sie zeigt in Mimik (soweit erkennbar) und Körperhaltung, dass sie gemerkt hat, dass ich gemerkt habe.
    Wir gehen aufeinander zu und vorbei schleicht eine etwas verhuschte japanische Oma, die einen misstrauischen Seitenblick auf den Touristen mit dem Rucksack wirft. Der grauhaarige Begleiter wirkt sehr souverän oder so.
    Heute muss ich zugeben, dass ich wahrscheinlich einen blosnichtimpertinenthinglotzen Blick von mir gegeben habe. Immerhin, Yoko Ono zum Anfassen nahe, da hätte man mehr draus machen können.

    Frage jetzt: Hätte ich die Frau, wo ja keine Zeugen zugegen waren, packen sollen und anschreien „warum hast du das getan, die Beatles vernichten, Lennon in den Suff treiben, uns mit deinem Gequieke quälen, warum nur, warum“?

    Hätte ich das tun sollen? Fragen, Fragen, Fragen...

    Zunächst mal aber finde ich, dass Yoko Ono unsere Begegnung sehr professionell gemeistert hat und ich überlege mir einen adäquateren approach für den Fall, dass sie mir noch einmal über den Weg läuft.
    Eure Vorschläge sind dabei sicher hilfreich.
    Geändert von seven (28.01.2002 um 00:40 Uhr)
    seven

  2. #2
    Sir Avatar von yellowshark
    Registriert seit
    10. 2001
    Beiträge
    1.267

    Re: Ono, Yoko

    Ob Sie das tun würden, habe ich mich schon beim Lesen des Titels gefragt, beim Lesen des Textes, die ganze Zeit, bis es dann heraus war, daß nicht. Schade, aber spannend.
    ys

  3. #3
    Member
    Registriert seit
    11. 2001
    Beiträge
    1.198

    Re: Re: Ono, Yoko

    Bitte um Erklärung von "Strawberry Fields". Meinen Sie Ground Zero ?

  4. #4
    Member
    Registriert seit
    01. 2002
    Ort
    Frankfurt
    Beiträge
    49

    Re: Re: Ono, Yoko

    Na ja, ich wollte, ich könnte sagen, mir sei sofort klar gewesen, dass dadurch Lennon auch nicht wieder lebendig würde, aber ehrlich gesagt war ich echt konsterniert, abgesehen von dem irritierenden Gedanken, Yoko könnte mich für einen Attentäter halten.
    seven

  5. #5
    Moderator Avatar von rron
    Registriert seit
    05. 2001
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.473
    Nein, Tiffany, er meint einen Abschnitt im Central Park.
    Hier steht mehr dazu.

  6. #6
    Member
    Registriert seit
    01. 2002
    Ort
    Frankfurt
    Beiträge
    49

    Re: Re: Re: Ono, Yoko

    Originally posted by Tiffany Nudeldorf MD
    Bitte um Erklärung von "Strawberry Fields". Meinen Sie Ground Zero ?
    He, hallo, ich bin Jahrgang 1957 und da kennt man den Lennon Song dieses Titels. Nach Lennons Tod hat Frau Ono im Central Park South eine, sagen wir: Gedenkstätte einrichten lassen, ein Mosaik o.ä. im Boden, wo Besucher inne- und Einkehr halten sollen. Geräuschemachen ist dort verboten, ist aber trotzdem blos eine Gedenkecke zwischen lauter Sträuchern. Das Original Strawberry Fields vom Lied ist glaube ich ein Waisenhaus in London gewesen. Ich schau aber gerne noch mal nach, falls Du (als Älterer darf ich das anbieten) Interesse hast.
    seven

  7. #7
    Member
    Registriert seit
    01. 2002
    Ort
    Frankfurt
    Beiträge
    49
    Originally posted by rron calli
    Nein, Tiffany, er meint einen Abschnitt im Central Park.
    Hier steht mehr dazu.

    Puah! Das ging ja flott! Habt Ihr keine Arbeit?
    seven

  8. #8
    Member Avatar von Mr. Knister
    Registriert seit
    01. 2002
    Ort
    im Südhessischen
    Beiträge
    345
    Originally posted by seven



    Frage jetzt: Hätte ich die Frau, wo ja keine Zeugen zugegen waren, packen sollen und anschreien „warum hast du das getan, die Beatles vernichten, Lennon in den Suff treiben, uns mit deinem Gequieke quälen, warum nur, warum“?

    ...und Frau Ono sah mit den Haaren, dem grossen Kopf mit viel Fläche im Gesicht (keine Falten!), der Brille usw. genau so aus...
    Zu 1.: Ich finde: Ja. Hättest Du tun sollen.
    Zu 2.: Wenn's wirklich Yokoono war. Und nicht Charlie Brown, verkleidet (die feiern in New York bestimmt doch auch alle Karneval.)

    Einen schönen Tag!

  9. #9
    Moderatorin
    Registriert seit
    06. 2001
    Beiträge
    4.124
    Derartigen Wissensdurst umgehend zu stillen, hat sich bewaehrt, Seven! Da darf man auf Arbeit keine Ruecksicht nehmen.
    Yoko Ono wuerde ich zwar weder mit den alten Falten im Gesicht noch nach der von Ihnen beobachteten schoenheitschirurgischen Rundumbehandlung gruessen wollen, aber hier ist ein kleiner Tip fuer die naechste Begegnung: Sie packen ein kleines Abspielgeraet mit gutem Lautsprecher ein. Bei Ono-Sichtung lassen Sie Yokos haesslichstes Gequietsche droehnen. Dazu grinsen Sie ein bisschen schief und schuechtern. Da sie wahrscheinlich wahrscheinlich zu eitel ist, anzunehem, Sie koennten das ironisch meinen, wird Yoko san glauben, Sie seien einer dieser beinharten deutschen Fans. Von denen hat sie (zumindest nicht fuer ihre musikalischen Verdienste) meines Wissens nach nicht besonders viele. Sie wird also geschmeichelt verharren und darauf warten, dass Sie was Huldigendes sagen. Diese Gelegenheit koennen Sie dann zu wuesten Beschimpfungen nutzen. Aber mal im Ernst, wollen Sie echt mit einer alten japanischen Frau herumstreiten? Wissen Sie, wie die zetern koennen?

  10. #10
    Large Member Avatar von vir
    Registriert seit
    07. 2001
    Ort
    Pulitz
    Beiträge
    5.274

    Re: Ono, Yoko

    Originally posted by seven
    Frage jetzt: Hätte ich die Frau, wo ja keine Zeugen zugegen waren,
    Und Onos Begleiter war taub und blind, oder was?

    uns mit deinem Gequieke quälen,
    Sie hätte wahrscheinlich (und mitrecht) geantwortet: "Immer noch besser als 'Woman', 'Mull of Kintyre', oder 'I got my mind set on you'!"
    Die, hogenpops, die!

  11. #11
    [Member] Avatar von bangen
    Registriert seit
    11. 2001
    Ort
    HAMBURG
    Beiträge
    5.317

    Re: Re: Ono, Yoko

    Kann sein, dass sie so geantwortet hätte.
    Ist aber Quatsch, John war nicht Paul.

  12. #12
    Large Member Avatar von vir
    Registriert seit
    07. 2001
    Ort
    Pulitz
    Beiträge
    5.274
    Aber George war der Ringo der Beatles?
    Die, hogenpops, die!

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •