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In einem alten Schuhkarton irgendwo im Keller gammelt eine Ansichtskarte vor sich hin. Sie stammt aus Zagreb und zeigt vorn einige Ansichten dieser Stadt unter blauem Himmel. Poststempel von 1976. Auf der Rückseite hat die deutsche Fußballnationalmannschaft unterschrieben. Der Kaiser, Hacki Wimmer und Berti Vogts und noch ein Dutzend weitere noch bekannte Namen. Nicht mehr dabei: Gerd Müller und Günter Netzer. Aber immer noch eine recht starke Mannschaft. Ich habe die Karte von meinem Vater, der sie geschickt bekam, weil er damals in der Abteilung des Mannschaftsarztes arbeitete.
Als Jugendlicher habe ich sie oft angeschaut die Karte, war richtig stolz drauf.
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Ich habe Autogramme von Kevin Keagan (spielte beim HSV), Roberto Blanco, Heino (Signierstunde in einem Supermarkt gegen Mitte der 80er), Helmut Kohl (bekam ich von einem Junge-Unionler auf einer Wahlkampfveranstaltung 82, ist das heute schon was wert?) und Adam + Eve (keine Ahnung mehr warum, vielleicht Flohmarkt, nicht zu verwechseln mit Cindy + Bert). Aber eigentlich sammelte ich Rennfahrer; hier erwähne ich nur die mittlerweile Verstorbenen: Harald Ertl, Manfred Winkelhock und Rolf Stommelen.
Herzliche Grüße - Max Inzinger
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Zu der BRAVO-Autogrammkarte von Elvis (weiter oben) fällt mir ein, daß echte Autogramme vom King extrem selten sind (es soll angeblich weniger als 20 geben), da er Legsteniker war oder ist. Auf dem Cover von 'Elvis Presley - A Portrait in Music' ist eine Elvis-Widmung abgedruckt. Kaum lebar.
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Ich barst vor Lachen bei der Widmung in dem Marxbuch:
'Lieber Hans Joachim
Da siehst Du mal!
Dein Heinz'
Das ist vielleicht das Schönste, was ich seit Tagen, Monaten, Jahren gar gelesen habe, so schön, so, ach ich lass es lieber, also ich nehm das zurück, mit dem Signieren in fremden Büchern, ich hab ja selbst ein Autogramm in einem Unkrautvernichtungsbändchen von Umberto Eco, ok, es war nur ein Umberto Eco-Lookalike, aber er sah dem professore verdammt ähnlich, und er hat das Spiel mitgespielt, hat mit Umberto Eco unterschrieben, gibt sogar Fotos von dieser Session, Max Goldt war auch anwesend, er hat sich auch ein Autogramm geben lassen, keine Ahnung mehr worein. Wahrscheinlich in eines seiner eigenen Bücher.
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Bei uns im Kunstuntericht gab es nicht so modernistische Mätzchen wie Photoworkshops o.ä, da wurde fein gemalt auf dem selbst zu kaufenden DIN A3 Zeichenblock. Jede Stunde ein anderes Thema ('Heute malen wir ein Eishörnchen'), das dann beim Pausenklingeln eingesammelt und benotet wurde.
Ausgerechnet in schlimmsten Pubertätstaten, wo man entweder sportlich ist, oder sich für gar nichts interessiert, lautete die Aufgabe 'Mein liebstes Hobby'. Mein Nachbar zeichnete mit 9 linealgestützten Bleistiftstrichen ein quadratisches Album und schrieb 'Autogramme' drauf.
Leider nicht in diesem, aber in einem anderen Zusammenhang sagte die Kunstpädagogin den schönen Satz >>Ich nenne dieses Bild '5'<<. Notenmäßig kam das Autogrammalbum aber kein Jota besser weg.
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Melodien für Gottkönige:
Edmund
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...wo ich schon mal wach bin, weil mich vorhin die Paketpost rausgeklingelt hat, um mir dies zu bringen:
ein Autogramm von Eckhard Henscheid
Dieses befindet sich in einem himmelblauen Büchlein mit dem Titel 'Alle 756 Kulturen'.
Das Buch ist nicht von mir bestellt sondern es ist ein Gewinn, den mir der nette Zweitausendeins Verlag geschickt hat.
Und die Unterschrift von Henscheid lautet:
@lllen Clendlien
oder
Bretzellllu Umellui
oder
Olller Uemlluin
oder so
und das Buch riecht etwas streng.
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Max Inzinger, was machen Sie denn hier? Können Sie sich noch an mich erinnern? Es war 1975, ich war damals 10 Jahre alt, es war die Funkausstellung in Berlin und Sie schrieben mir ein schönes Autogramm mitsamt Widmung in mein Album. Leider hat der gute Herr Jochen Richert, seines Zeichens Vater der Fernsehlotterie (leider mittlerweile verstorben), gleich dahinter ebenfalls sein Autogramm mit Widmung gesetzt, und zwar mit einem fetten Edding, der Ihre hübsche Widmung leider etwas unleserlich werden ließ. Trotz allem, seinen Sie sicher, ich werde Ihre Signatur und die damit verbundene Erinnerung in Ehren halten.