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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leibniz, Gottfried Wilhelm (Teatime mit Leibniz)



Andrea Maria
20.10.2001, 02:42
schwuppdiwupp.

Ich war Jutta Lampe
20.10.2001, 03:32
Die Pointe ist ein bisschen schwach, Frau Andrea Doria.

frosch2
20.10.2001, 03:39
Schöne Geschichte AMD, endlich mal was aus diesen feinen Kreisen ohne Bohrgeräusche und verzweifelte Schreie im Hintergrund.
(Beitrag wurde von frosch2 am 20.10.2001 um 10:08 Uhr bearbeitet.)

l_tu
20.10.2001, 11:33
...

Aporie
20.10.2001, 12:15
Ein Kleinod. Und wenn dem Grossöd die schmucke Pointe nicht gefällt, soll er erst mal eine bessere hinkriegen. Jedenfalls werde ich diesen Text unserem Fußballclub (siehe Jürgens-Strang)als Bewerbungsschreiben vorlegen.

Oona
20.10.2001, 12:26
Eine zauberhafte Geschichte!

Aporie
20.10.2001, 12:47
Andrea Doria war ein Mann, Herr Lampe. Sie werden hier untergehen wie das Schiff gleichen Namens.

Hilde
20.10.2001, 13:14
Was mir am besten an dieser Geschichte gefällt, ist der Ernst Haugust, da muss man erst mal draufkommen!

Frau H aus B
21.10.2001, 01:21
Nahm der Achtjährige tatsächlich bereits den Tee mit den Erwachsenen? Shocking!
Die Geschichte ist ein Kronjuwel.
(Beitrag wurde von Frau H aus B am 20.10.2001 um 12:22 Uhr bearbeitet.)

Aporie
21.10.2001, 01:43
Darauf, Frau Hilde, ist allerdings DER SPIEGEL zuerst gekommen, der in diesen Wochen gerade daran ist, das Pappen-Forum zu unterwandern.

Oona
21.10.2001, 01:43
Also Haugust heisst er schon lange. Das hat nicht der Spiegel erfunden. Der Spiegel findet solche Dinge nur. Auch dieses Forum hat er ja nicht erfunden.

Andrea Maria
21.10.2001, 01:43
Frau H, der 'Kleine' hat später noch ganz andere Dinge gemacht, aber davon später.

Frau H aus B
21.10.2001, 01:43
Aber Sie haben durch ihn hergefunden, Oona, stimmt«s?
Andrea Maria, ich harre gespannt der Enthüllungen, die da kommen werden!

(Beitrag wurde von Frau H aus B am 20.10.2001 um 13:14 Uhr bearbeitet.)

Frau H aus B
21.10.2001, 01:43
.
(Beitrag wurde von Frau H aus B am 20.10.2001 um 13:41 Uhr bearbeitet.)

Oona
21.10.2001, 01:43
Ich lese schon länger hier mit, Frau H aus B, man muss sich ja akkommodieren.

Aporie
21.10.2001, 01:43
Die alte WaswarzuerstdasHuhnoderdasEi-Frage, Frau Oona. Wer auch immer zuerst zugeHauen hat: Frau Andrea Maria hat in ihrer Geschichte ein paar schönere Eier als dieses ins Pappennest gelegt.

l_tu
21.10.2001, 01:43
...

Hoeheres Semester
21.10.2001, 01:43
Wie denn, EyeTwo? Du scheinst dich ja schon gut auszukennen.

l_tu
21.10.2001, 01:43
...

Sabeta
21.10.2001, 01:43
alter englischer exiladel, der die nachmittage mit whiskey aus teeporzellan verdämmert. königlich! in solchen geschichten fühle ich mich wohl.
und ex jutta lampe: falls diese geschichte keine pointe hätte, und sie hat eine ganz hervorragende, was bräuchte sie eine?
oder treffen wir uns hier zum witze erzählen?

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 01:43
Liebe Frau Sabeta, wer immer Sie auch sind: Werden Sie eine andere, so kann's das ja wohl nicht sein.
(Das ist ja alles nicht zu ertragen hier.)

Hoeheres Semester
21.10.2001, 01:43
Es wird rasch zu Ende gehen mit Dir, Du vorlautes Gesocks. Du bist nicht originell, Du nervst.

Ignaz Wrobel
21.10.2001, 01:43
Achja, der deutsche Adel... Nach Österreich verzieht er sich also, wenn er seine Ruhe haben will. Kann man verstehen.
Der kleine Jungschnösel hätte auch direkt, ohne den Keks, von Newton auf Leibniz kommen können, da Leibniz sich mit diesem über die Erfindung der Infinitesimalrechnung stritt. Newton war zwar erster, veröffentlichte aber als zweiter, und Leibniz war ohne Kenntnis der Newtonschen Schriften auf den Trichter gekommen und hatte sich aus besser ausgedrückt. Nachdem Leibniz 1673 in Paris den Hannoveraner Herzog Johann Friedrich kennengelernt hatte, bekam er 1680 den Job als Wolfenbütteler Hofbibliothekar und wurde von den Welfen dann im wesentlichen als Jurist und als Schreiber der eigenen Geschichte verheizt. Bis zu seinem Tod war er damit allerdings erst im Jahre 1009 angelangt. Er wäre dann gerne irgendwann mal nach Berlin (wo er die preußische Akademie der Wissenschaften gegründet hatte) oder nach Wien (wo man ihn zum kaiserlichen Hofrat gemacht hatte) gewechselt, doch die Welfen ließen ihn nicht gehen (was immer das damals bedeutete). Noch nicht einmal nach England nahm in Georg I. mit, als er dort den Thron bestieg - seit seinem Streit mit Newton erwähnte man seinen Namen auf der Insel lieber nicht allzu laut. Er starb weitgehend in Vergessenheit, die wesentlichen Teile seiner Philosophie wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt. Wer wohl den Leibniz-Keks erfunden hat?

Sabeta
21.10.2001, 01:43
soll ich mich 'ich war sabeta' nennen?

Hoeheres Semester
21.10.2001, 01:43
Ich knipste Ich war Jutta Lampe aus ist noch frei, Sabeta

Sabeta
21.10.2001, 01:43
och, ich vertraue auf die nachlässige verarbeitung. irgendwann wird die lampe schon durchbrennen.

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 01:43
Bringt mir mal bitte jemand einen Gin Tonic? Mich dürstet.

Hilde
21.10.2001, 01:43
soll ich mich heut ein wenig mitstreiten?
ach nee, lieber doch nicht
aber zu Eye two bemerkt, ich las ja bisher immmer Ltu wie die Fluglinie und das macht doch vielleicht auch Sinn
--------
Ich war und bin Hilde

DonDahlmann
21.10.2001, 01:43
Herrlich. Ausserdem eine wundervoll königliche Pointe. Rotznasige Ex-Königthronanwärter, Supermarkt-Fusel und Chinateetassen. Was für ein Salon.
Und Frau Lampe: Bevor Sie in Ihrem jugendlichen Leichtsinn und nicht eben leuchtenden Charme weiteren Schaden verursachen, empfehle ich Ihnen Zurückhaltung. So können Sie von Königen auch noch was lernen.

Herr Genista
21.10.2001, 01:43
Zwar habe ich die Geschichte schon aus dem berufenen Mund der Autorin selbst hören dürfen, was nicht zu überbieten ist. Aber sie hier nochmal zu lesen hat durchaus etwas königliches. Mir am besten gefiel, daß die Hoheiten den traditionellen Blutschlachten gleichmütig gegenüberstehen und jedes Tor bejubeln.
Der Herr, der sich Jutta Lampe nannte, gefällt mir dagegen gar nicht. Wenn es hier nicht zu ertragen ist, dann gehen Sie doch da hin, wo es zu ertragen ist, wo weibliche Pseudonyme ein Erosplus sind, Sie wissen schon wo, kein Zweifel. Sein Sie ein braves Ex-Ex-Lämpchen und funzeln sie raus.

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 01:43
Was ist das hier? Westpoint? Pjönjang? Es ist derart fad und muffig hier, man könnte fast trübselig werden. Blöde, dröge, öde.
Ach.

DonDahlmann
21.10.2001, 01:43
Frau Ex-Lampe, wenn denn dem so ist, dann frage ich mich, was Sie hier noch machen? Oder mögen Sie sowas? Für masochistische Gepflogenheiten findet sich auch für Sie sicher etwas anderes im Internet. Also, verweilen Sie nicht, sondern gehen Sie. Husch, Husch.
(Beitrag wurde von DonDahlmann am 20.10.2001 um 17:21 Uhr bearbeitet.)

Klaus Georg Paul
21.10.2001, 01:43
Frau Lampe ist gut. Lasst sie.

Frau H aus B
21.10.2001, 01:43
Und wer sind Sie?

Pamela Buechse
21.10.2001, 01:43
Exlampe samt Exlampenfreunde, geht in die Lampenstränge und müllt dort alles zu, hier braucht Euch keiner. Ihr nervt.

Hilde
21.10.2001, 01:43
und vor lauter Rumgenöle wurde um 5 Uhr die Calenberg-Time verpasst
also:
it is Calenberg time
would you like some Leibniz-Cakes?

Andrea Maria
21.10.2001, 01:43
Indeed, Hilde! Splendid idea!

Hilde
21.10.2001, 01:43
und zur Dämmerstunde machen wir heute mal keine Lampe an sondern zünden Kerzen an.
hoch die Tassen, Andrea Maria!

Andrea Maria
21.10.2001, 01:43
Auf England, auf Deutschland! Hicks!

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 01:43
Frau Buechse, sind Sie möglicherweise die uneheliche Schwester der großen Peggy Buechse?

Christian lacht
21.10.2001, 01:43
Haha!

Klaus Georg Paul
21.10.2001, 01:43
Disgusting.

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 01:43
Also ich geh jetzt erst mal ins Kino.

l_tu
21.10.2001, 01:43
...

Oona
21.10.2001, 02:14
Christian lacht, Klaus Georg Paul, Ich war Jutta Lampe.
Ihr unterbelichteten Vollidioten habt den ganzen Strang hier kaput gemacht.

Oona
21.10.2001, 02:21
Ich kann auch anders, I_tu.

Benzini
21.10.2001, 02:32
Mißbraucht hier die Geschichten nicht
für dummes eitles Wortgeficht.
(Beitrag wurde von Benzini am 21.10.2001 um 13:18 Uhr bearbeitet.)

Oona
21.10.2001, 11:50
Cumberland, Cöniginvilla, Conrad, Calenberg-Tea. Eine elegante Dynastie. Vermutlich sprachen sie das Teegebäck 'Cecse' aus.

Ich war Jutta Lampe
21.10.2001, 11:56
Ich cringle und cugle mich, Oona-Mausi. Du seist unsere Cueen.
(Beitrag wurde von Ich war Jutta Lampe am 21.10.2001 um 10:58 Uhr bearbeitet.)

Oona
21.10.2001, 20:18
Es ist mir egal, was sie mit ihren Buchstaben anstellen, um sich auf Kosten des Strangs wichtig zu machen. Ich wollte auf die Geschichte eingehen, weil sie mir gefällt. Es sind viele kleine, feine Dinge drin versteckt.

Christian lacht
21.10.2001, 20:23

Andrea Maria
21.10.2001, 20:38
Krank.

Klaus Georg Paul
21.10.2001, 20:43
Helau!

Islandhopper
21.10.2001, 21:37
Werte Hilde, im Namen aller Habsburger, Hohenzollern und v.a. Welfen muss ich hier klarstellen, dass das Leibniz-Gebaeck auf Englisch natuerlich nicht Cakes heisst - das ist Kuchen. Kekse finden Sie im Regal unter Biscuits oder Cookies.
Apropos Regal: Die Blaublut-Story ist auch einen Chivas wert, Frau Andrea Maria!

honz
22.10.2001, 15:08
Diese Geschichte stimmt mich kämpferisach!
Schmiert die Guillotine,
schmiert die Guillotine....
Honz, für ein Eliteforum

Goodwill
22.10.2001, 19:48
Endlich nähern wir uns in diesem Forum dem Hochadel und erhalten im Zusammenhang mit dem Calenberg-Tea eine Insider-Antwort darauf, warum man in diesen Kreisen so oft von ÈHighnessÇ und ÈblauemÇ Blut redet, und warum unsereins gelegentlich Èeinen in der Krone habenÇ sagt, wenn es ÈbetrunkenÇ meint.
Die Sache mit dem C lässt mir allerdings noch keine Ruhe. Wo gibt es Paparazzi-Texte mit einer vergleichbaren C-Dichte? Nirgends. Und das hat sicher mit der Noblesse zu tun, die dieser Buchstabe gleichermaßen ausstrahlt und anzieht.
Bei der Stadt Hamburg fällt Einreisenden immer wieder der Hinweispfeil zum ÈCentrumÇ auf Ð in x Variationen auf ebensovielen Schildern. Alle anderen deutschen Städte der Welt schreiben entweder ÈZentrumÇ oder ÈStadtmitteÇ. Die Anwort auf die Frage nach dem Warum finde ich nun in Andrea Marias geschickt lancierten Andeutung von der latenten C-Besessenheit der Hannovers. Cöniginvilla, Cumberland, Calenberg-Time. Ja sogar der Hauslehrer der Prinzen, Conrad, passt namenstechnisch ins Schema.
Das ist alles sehr informativ, sehr decent beschrieben. Herr Wrobel reicht uns quasi die entsprechenden Fakten zum Dessert: Ein Hauch Infinitesimalrechnung, die zarte Verbitterung des Wolfenbütteler Hofbibliothekars etc. Was hätte alles aus diesem Leibniz werden können? Vielleicht sogar ein Keks-Erfinder. Aber die Welfen haben ihn zu sehr abgeschirmt.

Andrea Maria
22.10.2001, 20:02
Schifft sich die Noblesse nicht auch gerne in Cuxhafen ein? Und ganz sicher hätte die Carriere des grossen Calculators anders ausgesehen, hätte er sich Leibnic geschrieben.

Goodwill
22.10.2001, 21:05
Er hätte zum Beispiel Balkanbeauftragter werden können.

Andrea Maria
22.10.2001, 21:29
Genau. Am Balcan.

Ignaz Wrobel
22.10.2001, 23:01
Da da der Arm sowieso ruiniert ist, kann ich ja hier noch reinmüllen, daß ich, Ignaz Wrobel, in direkter Linie von einem Vorgänger des Herrn Leibniz abstamme, einem gewissen Schottelius (Behauptete zumindest meine Tante, die als Angestellte des Hamburgischen Museums für Stadtgeschichte viel Zeit für Ahnenforschung hatte und Tonnen von engbeschrifteten Zetteln hinterließ, weshalb sie nur Tante Zettel genannt wurde. Allerdings machte sie auch eine Verwandschaft zu Schopenhauers geistesgestörter Großmutter aus). Auch er stand lebenslang bei den Welfen als Hofbibliothekar im Sold, und verfasste ein Werk namens 'Der schreckliche Sprachkrieg', in dem er deutsche Wörter zu Königreichen, Herzog- und Fürstentümern erklärte und gegeneinander kämpfen ließ. Ein interessantes Werk, wäre ich Germanist, hätte ich es gelesen. Ich schreibe dies übrigens nicht aus Eitelkeit, sondern lediglich um Sabeta zu beindrucken.

Sabeta
22.10.2001, 23:12
wrobel, ich bin beeindruckt!

Ignaz Wrobel
22.10.2001, 23:44
Sabeta! Es hat funktioniert! Ja, das können Dir diese Elpes und Texe nicht bieten.

Andrea Maria
23.10.2001, 06:42
Ich bin schwer beeindruckt Wroblinski! Mit dem göttlichen Leibnic verwandt!

Sabeta
23.10.2001, 10:32
mich beeindruckt aber auch andrea marias gekonnter umgang mit dem c.

Hilde
23.10.2001, 16:30
Werter Islandhopper,
folgendes entnahm ich der offiziellen Bahlsen-seite (www.bahlsen.de):
'Was isst die Menschheit unterwegs? Na selbstverständlich 'Leibniz Cakes'!' So begann der Text einer Zeitungsannonce im Jahr 1898. 'Cakes' hieß es damals noch, denn das uns heute so geläufige Wort Keks wurde zwar 1911 durch Hermann Bahlsen eingeführt, aber erst 1915 offiziell in den Duden aufgenommen. Hermann Bahlsen, Gründer der 'Hannoverschen Cakes-Fabrik', hatte sich mit seiner sprichwörtlichen Dickköpfigkeit gegen die Sprachwissenschaftler durchgesetzt.
.......
Yeah

Edding Kaiser
23.10.2001, 17:42
Diese Geschichte ist eine Perle, eine Silberzwiebel im Gurkenglas.
Sie soll oben stehen, damit Frau Caldenberg sie lesen und einen witzigen Witz machen kann.

Frauliche HausBaerin
23.10.2001, 18:03
Was für eine schöne Geschichte! SUPER ! So viel Freude hat mir diese Geschichte gemacht. Mein Herz hüpft vor Freude und ich lese die Geschichte immer und immer wieder. Und jetzt bin ich aber sehr traurig, weil dieses Geschichte nicht weiter geht. Aber vielleicht kommt ja eines Tages eine Fortsetzung. Ich wünsche es mir sehr. Ja, es ist schön, so gute Geschichten lesen zu dürfen. Ich freue mich schon auf weitere. Erst wußte ich nicht, ob ich das hier sagen soll. Aber im neusten 'Reader's Digest' habe ich gestern auch so eine tolle Geschichte gelesen. Die war auch super und hat mir Mut gemacht. Ich finde, es sollten viel mehr Menschen den Mut zum schreiben haben.
(Beitrag wurde von Frauliche HausBaerin am 23.10.2001 um 17:04 Uhr bearbeitet.)

Frau H aus B
23.10.2001, 18:12
Was soll das?

Walter Schmidtchen
23.10.2001, 18:19
Oh nein, fängt das schon WIEDER an?
Langsam bin ich doch für die Scheisselitäre Lounge der Erleuchteten

Frau H aus B
23.10.2001, 18:21
Ich bin sogar langsam für das scheißelitäre Pappenforum der Erleuchteten, wenn das so weitergeht.

Edding Kaiser
23.10.2001, 18:25
Tex hat wie immer recht. Es fehlt nicht mehr viel, dann mach ich Euch den Leibacher. Nur so zur Info.

Frau H aus B
23.10.2001, 18:27
Wer ist Leibacher? Bestimmt jemand Fieses! Mach ihn uns, Karlo!

Walter Schmidtchen
23.10.2001, 18:27
Ich hab nicht immer recht, ich hab fast immer unrecht, Unkenlutscher!
Soll ich den Quatsch da oben radieren?

Toblers Unke
23.10.2001, 18:28
Ach, leck mich, Karlo!

Edding Kaiser
23.10.2001, 18:32
Okaychen, Tex, Du hast recht, Du hat immer unrecht. Jedenfalls:'It's a short way from I'm ok to amok.' Und es reicht mal wieder.
Paradigmenwechsel rules. Ich bin daher ab jetzt für Geschlossene Gesellschaften, Eliteforen, Halls of Fame, den Numerus Clausus, grausame Aufnahmeriten und das gnaden- und bedingungslose Wegbomben, Abmurksen und Niederkeimen von allem und jedem, was sich hier nicht benehmen kann. Dies ist keine Übung.
DausB: Herr Leibacher ist der sympathische Amokschütze aus dem Zuger Kantonsparlament.
(Beitrag wurde von Karlo Tobler am 23.10.2001 um 17:33 Uhr bearbeitet.)

Frau H aus B
23.10.2001, 18:33
Nein, laß es stehen, damit jeder sehen kann, was für ein schlecht gemachter, lieblos hingerotzter Beitrag das ist.
Karlo, Du bist mein Held.


(Beitrag wurde von Frau H aus B am 23.10.2001 um 17:35 Uhr bearbeitet.)

Frauliche HausBaerin
23.10.2001, 19:50
Frau H aus B. Wenn du mich kennen würdest würdest Du anders reden und wissen , dass ich Reader's Digest wirklich ganz sicher nicht schlecht mache und sicher auch nicht lieblos bin. Vielleicht mault ihr aber einfach gleich jede Neue an. Jeder Mensch ist ein Mensch die auch schreiben möchte und verletzt werden kann.

(Beitrag wurde von Frauliche HausBaerin am 23.10.2001 um 19:25 Uhr bearbeitet.)

Frau H aus B
23.10.2001, 20:03
Ok, Schmidtchen, mach es weg.

honz
23.10.2001, 20:05
Ich vermute Die Baerin kommt aus dem Hause Engel, das ist ein gezielter Angriff.

Gandhi
23.10.2001, 20:14
Liebe Frauliche HausBaerin, lassen Sie sich nicht von Frau H aus B verunsichern. In Wirklichkeit mag sie Sie, sie kann's halt nicht so zeigen.

Kontrakt Killer
23.10.2001, 20:18
vergleicht das Original nochmal mit der Photographie. Identifiziert dann eindeutig seine Zielperson.
Guten Abend, Gandhi.

Gandhi
23.10.2001, 20:20
Tach, für wen arbeiten Sie?

Kontrakt Killer
23.10.2001, 20:22
Ich arbeite für das Forum. Für die freie Welt. Ich bin der Pappenrumsfeld. Und Sie sind mir unter dem Operationsnamen 'Afghanistan' zugeteilt worden. Wie wünschen Sie zu sterben?

Walter Schmidtchen
23.10.2001, 20:25
Zieh ihm die Windel runter

Gandhi
23.10.2001, 20:28
Mit Frau H aus B, Hand in Hand in Griechenland, mit Blick auf die auf die aufgehende Sonne, nach einem Nachtspaziergang. Machen Sie sowas, läßt sich das einrichten?

Gandhi
23.10.2001, 20:29
Herr Schmidtchen, Sie erstaunen mich.

Frau H aus B
23.10.2001, 20:32
Wo bleibt nur Schmidtchen-San mit dem Radiergummi...

Kontrakt Killer
23.10.2001, 20:32
zieht Gandhi die Windel runter, injiziert ihm ein langsam wirkendes Nervengift, gibt ihm einen freundschaftlichen Klaps.
Na, klar Gandhi, sonst geht's Dir aber gut? Einen Spaziergang mit der Dame aus B würdest Du gar nicht überleben. Dies hier allerdings auch nicht.

Walter Schmidtchen
23.10.2001, 20:36
Frau Hausb, ich habs radiert, aber dieses total witzige Pseudonym hats wieder reingetan, so ein Spielchen ist mir zu armselig, ich geh jetzt nu del wolga gucken

Walter Schmidtchen
23.10.2001, 20:38
Was mich auch wundert, ist, warum man Freude daran hat, so zänkisch zu sein, hartnäckig zänkisch, was lief da schief in der Erziehung?

Frau H aus B
23.10.2001, 20:40
Ich will auch Sturm trinken gehen.

Kontrakt Killer
23.10.2001, 20:41
Frau H aus B, für diesmal verlange ich keine Rechnung von Ihnen. Ich habe es wirklich gern getan.

Frau H aus B
23.10.2001, 20:43
Das ist schwer korrekt von Ihnen, Kontrakt Killer. Kommen Sie mit, wir besaufen uns.

Gandhi
23.10.2001, 20:43
Frau H aus B, ich verstehe Sie nicht. Da widme ich Ihnen heute eine Geschichte,statt Blumen, trage also bei, meckere nicht, sondern bin fröhlich und ausgelassen-auch wieder nicht richtig. Was bedrückt Sie?
Sehr in Sorge,G.

Edding Kaiser
23.10.2001, 20:45
weiss, dass es eigentlich 'stirb' heissen müsste.
Sorge Dich nicht, sterbe. Tschüss, Gandhi.
Killer und DausB, nehmt ihr mich mit zum Saufen?

Frau H aus B
23.10.2001, 20:49
Kar, Klarlo.

Gandhi
23.10.2001, 20:51
Dank, für die Einladung, ich komme gerne mit.

Edding Kaiser
23.10.2001, 20:51
Heisst Du DausB oder Kontrakt? Nein, Du heisst Gandhi und bist dem Tode geweiht.
DausB: Same place as always, ca. in einer Stunde?
(Beitrag wurde von Karlo Tobler am 23.10.2001 um 19:52 Uhr bearbeitet.)

Gandhi
23.10.2001, 20:53
Geht klar.

Kontrakt Killer
23.10.2001, 20:53
Für mich nur Saft, bitte. Ich bin im Dienst.

Frau H aus B
23.10.2001, 20:58
Ich komme heute später, Karlo, hab noch eine Verabredung.

Gandhi
23.10.2001, 21:00
Mit wem, oder geht mich das nichts an?

Islandhopper
23.10.2001, 21:54
Cakes vs. Kekse (23.10., 15:30)
Och, Hilde,
immer muessen Sie das letzte Wort haben. Da bekomme ich einen ganz weichen Cakes von und werde mich nun verkruemeln.
Ich glaube der zitierten Quelle einfach mal unbesehen und werde heute Abend schoen das Bett vollbroeseln!

Andrea Maria
23.10.2001, 21:57
Candhi, sind sie ein Wiedergänger? Ihre Comic trägt bekannte Züge.

Gandhi
23.10.2001, 22:10
Was ist denn mit Ihnen los, warum drohen Sie mir nicht?

Andrea Maria
23.10.2001, 23:34
Sie sind nicht da.

Benzini
24.10.2001, 03:32
Benzini möchte noch ein kleines, assoziatives Gedicht anfügen dürfen:
Benzini mag den Digest Reader
viel lieber als dies Immer-Wieder...

Ignaz Wrobel
24.10.2001, 14:02
Ignorier-Taste: EIN
Andrea Maria, nicht verwandt mit Leibnic, sondern mit seinem Vorgänger Justus Georg Schottel, später Schottelius. Er erzog den kleinen Herzogssohn Anton Ulrich von 1638 bis 1646 (unmittelbar nachdem er aus seinem Studienort Wittenberg vor den heranrückenden Schweden geflüchtet war).
'Im Rahmen dieser Tätigkeit werden in diesen Jahren unter seiner Regie zahlreiche Schauspiele aufgeführt, so etwa das Neu erfundene FreudenSpiel genandt Friedens Sieg. in gegenwart vieler Chur- und Fürstlicher, auch anderer Vornehmen Personen in dem Fürstl: Burg Saal zu Braunschweig (...) von lauter kleinen Knaben vorgestellet.
(J.G. Schottelius, Der schreckliche Sprachkrieg - Horrendum Bellum Grammaticale, Hrsgg. v. Friedrich Kittler u. Stefan Rieger, Leipzig 1991)
Es waren keine Zeiten zum Teetrinken für kleine Herzogssöhne. Die wurden aufs Kriegführen vorbereitet. Der kleine Anton Ulrich wurde allerdings (durch Schottelius` verweichlichenden Einfluß?) selbst zum Dichter.
Schottelius hat sich zeitlebens auch mit existenziellen Fragen beschäftigt, zum Beispiel:
Das Gewissen ist es bärtig?
Ist es glatt / gekräust und schärtig?
Ei es lebet ja kein Mann /
Ders Gewissen schauen kan.
Sein Lebensthema war aber der blutige Kampf der Wörter, er wollte die deutsche Sprache rein halten.
Recht Vertrauen / Einigkeit /
Ewig unser BruderKleid:
Wer bei uns wil Trennung wagen /
Den soll Blitz und Donner schlagen:
Teutsch=sein / bleibt uns anbefohlen /
Unteutsch mag der Teuffel hohlen.
Das sind allerdings alles Aussagen von Figuren des Stücks 'Der schreckliche Sprachkrieg', insbesondere des 'alten Runer' (eine Art Druide, anscheinend eine sympathische Figur), sowie seines Gegenspielers, des arroganten 'Kunstnükker' (Nükke: heimlicher Groll).
Kinder / Kinder krieget nicht /
Alles uns durch Krieg gebricht:
Wolstand / Ehre / Glükk und Ruh
Sinket dem Verderben zu:
Stekket an das FriedensLicht /
Kinder Kinder krieget nicht
Das sagt der alte Runer, der auch dem mit 'Celtischem Gold' bestochenen Kunstnükker folgendes entgegenhält:
Wan solch Glükk dich vorn anlachet /
Unglükk hinten Gruben machet.
Dem dummen Kunstnükker gefällt das gar nicht, er läßt dem Runer Folgendes bestellen:
Es sollte der alte Pfaffe wissen / daß er nunmehr bei seinem Gnädigsten Könige in solchen Gnaden fest säß / daß gar leichtlich dem ohnmächtigen Scheisser / seiner kwakkelhaften Wahrsagerei ungeachtet / könte eine Prügel=Suppe zubereitet werden.
Der alte Runer ritzt seine Antwort auf ein breites Lindenblatt:
Auf HerrenGunst nicht bau /
Noch gutem Wetter trau:
Das Wetter nicht besteht /
Der Herren Gunst vergeht.
Hier noch ein Rat für's Forum (?):
Wer im Rathen ist zu hitzig /
Im Antworten allzuspitzig /
In Verrichtung gar zu witzig /
Dessen Ehr und Glükk wird ritzig.
So jetzt hab ich zwar wieder einen Vormittag vergurkt und den lockeren Teatime- Welfenstrang mit Barocklyrik beschwert, aber wenigstens mal reingeschaut in das Buch, das schon Jahre ungelesen bei mir rumliegt. Und Posten heißt verstehen, oder!? Den philologischen Teil hab ich allerdings nicht ansatzweise verstanden, wieso war die Sprache denn damals bedroht? Französisch war doch noch gar nicht in, geschweige denn Englisch. Frau Battisti? Elpenor?Jedenfalls Danke für die Anregung, Andrea Maria!
-------------------------------------
Bücherforum: Gibt's auch noch.
(Beitrag wurde von Ignaz Wrobel am 24.10.2001 um 13:09 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
24.10.2001, 14:34
Oh Ignac! Gar und ganc nicht vergurct, Dein Vormittag.
Der K-Solletterismus hat seine grimmigen Wurzeln in der Unfähigkeit der Teutonen runde Buchstaben in Steine und Bretter zu ritzen. Im Grunde ihres wölfischen Wurzelwerks haben die Hannovers wohl immer schon latinisch gepinselt anstatt germanisch zu runen. Mit einem höfischen Schreiberpinsel lassen sich nämlich vortrefflich runde Lettern malen. All die schönen o's und u's und c's und q's, die die romanischen Sprachen so lecker in Gedichte und 'romanische' Prosa füllen lassen.
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Leibniz, mehr als ein Plätzchen.

honz
24.10.2001, 15:01
Der große Wrobel wächst jetzt über sich hinaus, von 1,96 auf 2 Meter zehn.
Kein Wunder verbreitetr er Angst und Schrecken unter den neuen Zarten und Erfurcht unter den kampferproblten Recken, wer kann schon Vorfahren vorweisen, die den dreißigjährigen Krieg überlebt haben, geschweige denn sich Gedanlen über bärtiges Gewissen gemacht haben.

Andrea Maria
24.10.2001, 17:35
Apropos 30-jähriger Krieg. Ein genetischer Vorfahr von mir, ist in Prag aus dem Fenster geworfen worden. Und zwar nicht aus irgendeinem. Und das ging so:
Am 23. Mai 1618 erschienen bewaffnete böhmische Herren mit einer großen Anhängerschar auf der königlichen Prager Burg, dem Hradschin, um ihre Standpunkte zur Auslegung eines kaiserlichen Briefes zu 'erläutern'. Ihre Wortführer drängten sich durh den Wenzelsaal in den kleinen Raum, in dem die vom Kaiser ernannten Statthalter saßen. Ihre Kostümierung war martialisch und keiner der Anwesenden, weder die Aufrührer, noch das kaiserliche Kanzleiperonal, zweifelte daran, das ihnen die letzte Stunde geschlagen habe. Mein genetischer Vorfahr war sofort entmutigt und schwurbelte zu seinem Kollegen:
'O Martinitz, wäre ich doch, wie ich wollte, hinweggeeilt. Aber Du hast mir den Weggang widerraten und jetzt müssen wir verderben.'
Martinitz soll ebenso schmuck geantwortet haben:
'Es ist sehr gut, daß Du hier geblieben bist. Denn hättst Du jetzt trotz Deiner Amtspflicht das Land in dieser höchsten Gefahr und Not verlassen, so wärest Du für einen eidbrüchigen und ehrlosen Mann gehalten worden. Jetzt leiden und sterben wir als redliche treue Diener und Märtyrer Gottes und des Kaisers. Empfehlen wir uns nur Gott dem Herrn.'
Ob dies ihre tasächlichen Worte waren oder der Wortlaut der offiziellen Schilderung an den Kaiser, mag dahingestellt sein, aber beide hatten allen Grund, sich Gott zu empfehlen, denn beide waren bei ihren böhmischen Landsleuten gleichermaßen unbeliebt.
Die Stimmung im Zimmer war gereizt wie überheizt und näherte sich auch mikroklimatisch ihrem Höhepunkt. Die wütenden Abgeordneten beschuldigten meinen genetischen Vorfahren und seinen Habibi Martinitz, auf Teilnehmer protestantischer Gottesdienste flämische Pudel und burgundische Doggen gehetzt und durch Verweigerung der Taufe, von Hochzeiten und Beerdigungen den katholischen Glauben erzwungen zu haben. Mein genetischer Ahn war verschüchtert und antwortete nicht auf die Vorwürfe, Martinitz hingegen brachte das Faß zum Überlaufen, indem er tourettierte.
Daraufhin ließ der Anführer der böhmischen Gesandtschaft die Guten von den Schlechten sortieren und freundlich gesinnte Kanzlisten in die sogenannte grüne Stube bringen. In dem sich anschließenden Handgemenge wurden mein genetischer Vorfahr, der polternede Martinitz und der Schreiber Fabricius kurzerhand aus dem Fenster geworfen.
Dieses, als 'Prager Fenstersturz' bekannte Ereignis, hatte nur lokale Bedeutung, wird aber aus anekdotischen Gründen als Beginn beziehungsweise Auslöser des 30jährigen Krieges gehalten.
Der Vorgang des Fenstersturzes scheint heute lächerlich, denn kaiserliche Beamte aus dem Fenster zu werfen, hatte in Böhmen Tradition und geradezu ein Symbol böhmischen Widerstands. Damals symbolisierte er aber einen Staatsstreich.
Alle drei kaiserlichen Beamten überlebten den Sturz aus 17 Metern Höhe. Während der Schreiber sofort entkommen konnte, versuchte Martinitz meinen betäubten Ahn zum Gehen aufzurichten. Ein großer Haufen Mist hatte das Schlimmste verhindert, und so konnten sich beide, obwohl nach ihnen geschossen wurde, stinkend in das Haus des Oberstkanzlers Lobkowitz flüchten.
Martinitz stellte sich todkrank, ließ unter großem propagandistischen Aufwand einen radikalkatholischen Priester für die Beichte und die letzte Ölung bestellen und täuschte damit seine Gegner derart, daß ihnen auch nicht der bartlose, schmutzige Stallknecht auffiel, der aus dem umstellten Haus der Lobkowitz einem Barbier die Instrumente nachtrug. Dieser Stallknecht Martinitz' flüchtete nach München und wurde dort mit seiner Familie vom Bayernherzog Maximilian 'huldvoll aufgenommen' und mit dem Titel 'Fabritz, Edler von Freyfall' geadelt.
Mein genetischer Verwandter war kopfüber in den Schloßgraben gefallen und hatte sich an einem Fenstersims die Birne angehauen; er brauchte tatsächlich ärztliche Hilfe, und ihn bewachten die Böhmen besonders scharf. Erst nachdem seine Gattin einen gigantischen Fußfall vor ihrer Todfeindin, der Gräfin von Thurn getan hatte und mein genetischer Vorfahr das schriftliche Versprechen abgegeben hatte, daß er sich nicht für den erlittenen Fensterflug rächen werde, wurde er am 28. Mai nach Hause entlassen und konnte seinen verbeulten Kopf behandeln lassen. Nach einem langen Jahr des kopfschemerzenden Hausarrests erhielt er die Freiheit zurück, die er sofort nutzte, um ausgiebige Kuraufenthalte in Teplitz und Sachsen zu absolvieren.
Erst 1621 kam er nach Prag zurück. Zum Andenken an seine glückliche Landung von den Folgen des 17 Meter-Sturzes errichtete er an seiner einstigen Einschlagstelle, der östlichen Seite des Hradschins einen Gedenkstein in Form einer in den Boden gebohrten kleinen Pyramide; einen ähnlichen Gedenkstein errichtete auch sein Flugbegleiter Martinitz.
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True Story

Ignaz Wrobel
24.10.2001, 18:55
Genetisches Paparazzen!
Sehr schöne Geschichte, so plastisch habe ich mir den Prager Fenstersturz noch nie vorgestellt. Das Zimmer wurde hier doch schon mal irgendwo beschrieben, oder? Aber wo? Und warum? Und verrat doch bitte noch den Namen des Genüberträgers! Vielleicht sollten wir die Szene mal nachstellen, Du kannst tourettieren und ein Heer aufständischer Jungpappen darf Dich symbolisch aus dem Fenster auf einen Misthaufen werfen. Naja, vielleicht doch keine so gute Idee.

Ignaz Wrobel
24.10.2001, 19:04
honz, 1,67, um genau zu sein. Und die Tante mit den Zetteln hätte jeden hier auf Karl den Großen zurückgeführt. Zumindest aber auf Adam und Eva, und die waren ja auch schon recht prominent.

honz
24.10.2001, 19:25
Der Name des Ahns ist doch vollkommen klar, er hatte ja solch einen Dusl.
duckt sich, ab

Walter Schmidtchen
24.10.2001, 19:38
Fabritz, Edler von Freyfall?
Andrea, Du flunkerst doch nicht, oder?

Andrea Maria
24.10.2001, 20:12
Der Fliegeahn hiess Wilhelm Slavata. Nichts ist geflunkert. Der Name Fabritz, Edler von Freyfall allerdings schon. Denn solch tolle Adelprädikate verliehen nur die letzten regierenden Habsburger. Der lezte regierende Kaiser, Karl, erhob allen ernstes sämtliche Untertanen, die sich 1918 auf seiner Exilfahrt nach Budapest auf den Perrons eingefunden hatten um sentimental mit Hüten und Schirmen zu wedeln zu 'Edlen von Karltreu'. Die Dekrete wurden zugestellt, als die Monarchie schon aufgehört hatte, zu existieren.

Aporie
24.10.2001, 21:09
Sehr schön erzählte Fussnote zur deutschen Geschichte. Vielleicht könnte man Frau Merkel, die sich schon seit längerer Zeit im freyen Fall befindet, adeln und nachher oder vorher aus dem Fenster werfen.

Goodwill
25.10.2001, 16:26
In meinem Geschichtsbuch heißt es, damals in Prag seien zwei böhmische Gesandte und ihr Geheimschreiber aus dem Fenster gestürzt worden. Es dürfte uns allen klar sein, wer von den dreien der genetische Vorfahr von Andrea Maria ist. Erstaunlich, wie die Erbanlagen bis ins 21. Jahrhunderts durchschlagen.

Sabeta
25.10.2001, 16:34
ich möchte gerne sabeta slavata heissen.

Andrea Maria
25.10.2001, 16:46
Goodwill, Dein Geschichtsbuch ist Makulatur. Der Schreiber hiess Fabricius. Die Flieger waren als im wahrsten Sinne des Wortes Gesandte, den man sandte sie vom Fenstersims.
Sie waren Beamte des Kaisers und eigentlich war die Burg sowas wie ihr Büro. Von Geheimschiftstellerei keine Spur. Die beiden Fensterstürzer hiessen Martinitz und Slawata. Genetisch steht mir letzter am nächsten (wenn man unbedingt will, denn ich will nicht.) Die ganze Angelegenheit ist skuril, aber aus meiner Sicht absolut in Ordnung, denn ich bin antikatholisch, antimonarchistisch, proletarisch und proslawisch. Ich hätte die beiden Anpassler jedoch etwas präziser geworfen, so dass sie keine Pyramidchen mehr stiften hätten können.

poldi
28.10.2001, 02:27
ich finde die geschichte schön & lehrreich, andrea maria, und halte sie für wahr.
in den C's habe ich mich auch verheddert (ich verheddere mich immer, wenn von 'chicen schuhen' usw die schreibe ist - das liest sich wie 'schissen'!)
cumberland, calenberg und conrad, nun gut. cueen, wie jemand schrieb, sehr gut! aber die zönigin? und woher der 'kahlenberg'-tee?
fragen über fragen. und dann: wie kann ich z.b. ein hatschek auf c machen, damit leibnic zu leibnitsch wird?
<font size=1>(zoks?)</font>

(Beitrag wurde von poldi am 28.10.2001 um 01:31 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
28.10.2001, 11:06
Das Leiblatt in höheren Creisen ist Coca.

Andrea Maria
28.10.2001, 11:16
Das C ist der Knacklaut, der im deutschen mit K geschrieben wird. Auch im Lateinischen wurde das C stets wie ein K ausgesprochen. Cicero wurde schlicht und einfach Kikero ausgesprochen, es heisst im übrigen 'Kichererbse'. Auch Caesar, 'der (aus dem Leib) Geschnittene' sprach man nicht Zäsar aus, sondern Kaäsar. Und aus Kaäsar wurde Kaiser. Calenberg ist, glaube ich, ein Welfenschloss irgendwo in Deutschland. Müsste man googlen.

poldi
28.10.2001, 11:50
hm hm - es scheint, zwischen 'käsar' und 'czar' ist tatsächlich schon das letzte sprachwissenschaftlerische Wort gesprochen!
@ ..... fast schon ein teil der familie.
ja, die bediensteten großer häuser.
was wurde aus conrad?
ist er nicht der wahre höfliche paparazzo?
wissen wir, was conrad als erwachsener von der yellow press hält?
@ ... legitim *und* im exil, während die queen auf dem thron eine usurpatorin sei?
(diese frage führt naturgemäß in den dynastischen abgrund. im wort 'legitim' schien eine entschiedene parteinahme für die kömberländer zu liegen!)

ich bleibe s.nob. und betrauere weiterhin das fehlen der hatscheks in diesem forum, oder anders gesagt, der möglichkeit, diakritische zeichen zu setzen.
(Beitrag wurde von poldi am 28.10.2001 um 11:01 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
28.10.2001, 12:27
Poldi, Conrad ist glaub ich jetzt selbstständig. Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen. Man hielte ihn allerdings selbst für einen ständigen Welfen. Denn Conrad ist die Etiquette himself.
Es gibt auch illegitime Exilanten. Im Moment gibt es gerade genetische Dispute, ob Queen Victoria überhaupt ein Spross des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha gewesen ist und nicht wie jetzt vermutet, ein Fehltritt ihrer Mutter mit einem Bediensteten.
Wenn also Queen Victoria keinen Thronanspruch gehabt hätte, wären die welfischen Hannovers legitime Könige auf den Inseln und die Tochter von Grace Kelly würde im Buckingham Palace herumschweben.
Diakritisches zum samplen:
é œ ’ — ‡   “ ˜ ˆ ü ä ö ü
í ì ê?? – ¾ Œ

poldi
29.10.2001, 20:50
Andrea, das mit den Hatscheks bleibt ein Jammer, und das mit den Welfen in der englischen Thron- und Erbfolge werd' ich vielleicht nach dem Studium von Stammbäumen verstehen, wozu ich aber jetzt keine Zeit habe. Schade, dass wir nix Weiteres über Conrad erfahren. Er verdiente es, selber als Prominenter aufzuscheinen und paparazzt zu werden: ... Haugusts Hauslehrer!
Vielleicht ist er ja Thomas Bernhard im Brandl begegnet und wüsste die eine oder andere Geschichte zu erzählen.
Gmunden ist und bleibt ein Pandämonium. Die US-Army fand 1945 wegen der Entnazifizierung im ganzen Ort angeblich nur mit größter Mühe eine oder zwei Personen, die keine Nazis waren.

Andrea Maria
29.10.2001, 20:59
Ja, Poldi, Conrad müsste man einige Geschichten entlocken können. Und über Conrad müsste auch geschrieben werden. Das blöde ist nun, dass ich alle Begegnungen mit ihm bewusst herbeigeführt habe und eine Illustration derselben gegen die Bestimmungen dieses Forums verstösse.
Frag mich lieber, was aus dem naseweisen Ludwig Ernst von Hannover geworden ist. Nein, frag lieber nicht. Es ist eine traurige Geschichte.
Dieses ist übrigens ein Bild von ihm, lebend, mit seiner Frau, lebend.
http://www.welfen.de/LuBi.JPG
(Beitrag wurde von Andrea Maria am 29.10.2001 um 20:19 Uhr bearbeitet.)

poldi
29.10.2001, 21:09
Ein Glück, dass dem Verbraten hier im 'bewussten Herbeiführen' Grenzen gesetzt sind. Bewusstes Herbeiführen, das muss ich mir merken. Ja alsdern, liebe Andrea Maria, ich frage:
... diese Hannover-Familie ist ja soooo groß... und wass ist eigentlich aus diesem na aus dieser anderen Skandalnudel na Du weißt schon geworden ... wie heißt er bloß?
Wie? Ja? Ernst-Ludwig, richtig! Also was ist aus Ernst Ludwig geworden? Ich möchte das so gern hier lesen!

poldi
29.10.2001, 21:11
... und überhaupt muss ich mir jetzt SCHLOSSHOTEL ORTH anschauen, welche Soap-Opera in Gmunden spielt.

Walter Schmidtchen
29.10.2001, 21:12
ich hab mich immer gefragt, wie Cello vorne ausgesprochen wird, Kello oder Zello oder wie Bratsche in der Mitte?

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Mach das mal anklickbar, Andrea

Andrea Maria
29.10.2001, 21:18
Anko soll den Bildercode einschalten, dann gehen Bilder auch wieder hier. Die Trolle können damit ohnedies noch keinen Unsinn anstellen, weil sie dazu erst viel lesen müssten.
Tex, statt Tschello kannst Du auch Kniegeige sagen.

Aporie
29.10.2001, 21:20
Schmidtchen entdeckt und doch noch gelacht.
Frag mal die Celli-Familie, sind Musicer.

Aporie
29.10.2001, 21:23
Wirklich, Andrea Maria. Ich dachte immer, dass wäre ein Terminus aus dem Kamasutra.

Larry Erbs
29.10.2001, 21:47
Aber: Cellophan

Andrea Maria
29.10.2001, 22:26
Celle und Zell (am See).

Oona
29.10.2001, 23:52
Andrea Maria, sie verschweigen, was aus dem kleinen Prinzen wurde. Auf dem Bild ist er mit einer Frau zu sehen, hat er die geheiratet? Und was ist mit ihm geschehen? Warum verschweigen sie uns das?

poldi
02.11.2001, 20:22
schottelius, eine zimelie. danke!

Lenin
03.11.2001, 12:47
Warum Andrea Maria das verschwieg, weiß ich nicht, aber der Prinz und seine Frau starben gemeinsam bei einem Unfall, wenn ich mich nicht täusche.

Ignaz Wrobel
04.11.2001, 01:19
Das wäre aber tragisch, er sah nett aus. Bei dem Bild fällt mir wieder auf, das alle Adligen einen Hang zu alpenländischer Kleidung haben, warum eigentlich? In Österreich fällt das vermutlich nicht so auf, aber in Norddeutschland ist es geradezu das Erkennungszeichen, wenn auch ein etwas albernes.

poldi
04.11.2001, 01:19
liebe andrea maria, die frage, wer conrad ist, hat mir keine ruhe gelassen. ich bin auch fündig geworden, doch lassen wir das mal dahingestellt - denn keinesfalls getraue ich mich, conrad hier zu outen.
die geschichte jedenfalls wird als true story - unter berufung auf conrad - noch in nuancen anders kolportiert. verzeih, wenn ich das hier anfüge, aber der double-take ist zu gut.
demnach hätte nicht ein achtjähriges welfenkind, sondern ein anderes mitglied des clans - vielleicht ein 18jähriges, damals gleich alt wie conrad - angesichts der kekse bemerkt, leibniz, hat der nicht mal für uns gearbeitet?
darauf herzog welfenvater im autorativ hannoverschen bass, ach, neinnein, ich gloobe, das kann man so nicht sagen.

(Beitrag wurde von poldi am 03.11.2001 um 15:45 Uhr bearbeitet.)

Lenin
04.11.2001, 01:19
Hatte ich mich doch nicht getäuscht, Herr Wrobel, und es ist wirklich tragisch: die junge Gräfin und der junge Graf verstarben ein Jahr nach der Eheschließung. Sie war 26 Jahre, ihr Gemahl 33 und der gemeinsame Sohn wird von den Großeltern in Kärnten erzogen.
http://www.welfen.de/LuBi.htm
(Beitrag wurde von Lenin am 03.11.2001 um 19:42 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
04.11.2001, 01:19
Der 'Unfall' ist so schauderlich gewesen, dass sich die Biographien ausschweigen, was da wirklich passiert ist. Ich will es auch nicht erzählen, weil es wirklich tragisch ist. Romeo und Julia ist ein Bravo-Fotoroman dagegen.

poldi
04.11.2001, 01:19
der hang des österreichischen adels bzw der österreichischen aristokratie zu alpenländischer kleidung rührt vermutlich daher, dass diese in den alpen die traditionelle volkstracht ist (vgl franz josef in ischl). man könnte sagen: die aristokratie fühlt sich dem einfachen volk verbunden. vielleicht wäre es genauer, zu sagen, die aristokratie fühlt sich als wahres einfaches volk, oder sie fühlt sich nur im volk (dies gilt in jedem sinn insbesondere für den männlichen teil der aristokratie). entsprechende zitate ließen sich wahrscheinlich in der 'recherche' finden; so könnte die herzogin von guermantes in diesem sinn zur begründung ihres anti-intellektualismus in etwa sagen: 'ich bin eine bäurin.'
dass und warum sich der deutsche adel, sofern er nicht österreichisch verwandt ist, vestimentär an den habsburgern orientiert, scheint weniger klar.

Lenin
04.11.2001, 01:19
Andrea Maria, auch und gerade wenn es tragisch ist, sollten Sie hier davon erzählen. Befürchten Sie antiaristokratische Häme, einen Angriff auf die Ehre der Toten oder einen Anwalt? Nach dieser Ankündigung möchte ich natürlich gerne wissen, was im Jahre nach der Eheschließung geschah: wohl etwas, das offenbar sogar Shakespeare noch Inspiration hätte sein können. WAS könnte es demnach bei uns bewirken und nützen!?! Oder nutzen Sie es bereits?

Edding Kaiser
25.07.2002, 15:10
.

stu
26.07.2002, 10:33
tobler, jetzt mach aber mal nen punkt.

(brüller)

Andrea Maria
26.07.2002, 16:11
!

stu
26.07.2002, 16:28
hey ho!
andrea maria ist wieder an bord!

Andrea Maria
26.07.2002, 23:15
Schreiben ist Silber,
Lesen ist Gold.