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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schottlaender, Rudolfs Frau



Wolfgang Mueller
19.03.2001, 12:49
Ich hatte gestern bereits im Strack-Strang davon erzählt, dass ich heute von einer Paparazzi-Begegnung um Marcel Proust herum erzählen möchte.
Wie kam es, dass ich kürzlich in einem Bamberger Antiqariat die deutsche Erstübersetzung von Marcel Proust's 'Auf den Spuren der verlorenen Zeit' ins Deutsche erwarb? Zwei schöne Bände aus dem Berliner Verlag 'Die Schmiede' von 1926 für nur DM 40.-, was überaus billig für die recht rare Ausgabe ist.
Nun, eines Tages - es ist vielleicht nur ein paar Wochen her - kam ich von einer längeren Reise zurück, die mich nach Hamburg und Frankfurt/M geführt hatte. Zu später Stunde erreichte der Zug den Berliner Ostbahnhof. (Es muss wohl so um 22.00 Uhr gewesen sein.) Da ich nur wenig Gepäck bei mir hatte, entschloss ich mich zur Bushaltestelle zu gehen, die auf der Rückseite des Bahnhofs gelegen ist. Von dort aus fährt die Linie 140 direkt vor meine Haustür. Ich setzte mich in das mit gleißendem Licht ausgestattete Wartehäuschen und kramte in meiner Tasche herum, um in Carl Vogts 'Nord-Fahrt entlang der Norwegischen Küste nach dem Nordkap, den Inseln Jan Mayen und Island auf dem Schooner Joachim Hinrich unternommen während der Monate Mai bis Oktober 1861 von Dr. Georg Berna in Begleitung von C. Vogt, H. Hasselhorst, A. Greßly und A. Herzen' zu blättern. Ich hatte das seltene Buch für meine Kollektion deutschsprachiger Bücher über Island bei einer Auktion in Hamburg ersteigert und erfreute mich an der stockfleckigen Rarität, die ursprünglich Bestand einer litauischen Bibliothek gewesen war (es befinden sich jeweils eingangs und auf der letzten Seiten zwei Stempel mit der Aufschrift 'Biblioteka Latvijas Valsts im Buch)
Die alte Dame, die neben mir saß, die ich aber bisher kaum wahrgenommen hatte, sprach mich plötzlich an. 'Das ist aber ein schönes Buch. Wo haben Sie das her?' Nun, wir kamen ins Gespräch und sie erzählte mir, dass sie leider nie in Island gewesen sei, aber in einigen anderen Ländern. Das hätte auch mit ihrem verstorbenen Mann zu tun gehabt. Ich fragte nach und dann sagte sie: 'Mein Mann ist Rudolf Schottlaender.' Ja, ich muss zugeben, dass es mir unangenehm war sagen zu müssen, dass ich den Namen zum erstenmal hörte, denn irgendwie schien es mir so zu sein, als ob sie eigentlich erwartete, dass man den Namen kennen müsste. 'Er hat Bücher geschrieben und übersetzt.' 'Und gibt es die zu kaufen?' 'Ja sicher.' Sie erzählte von seiner Tätigkeit, aber mehr im Allgemeinen, nicht im Speziellen. Zum Beispiel aus welchen Sprachen er übersetzt hatte, aber sie nannte keine Buchtitel. Ich versprach der alten Dame mich über die Bücher ihres verstorbenen Mannes zu informieren und gab ihr meine Adresse. Falls sie denn doch mal nach Island führe, würde ich ihr gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie bedankte sich und steckte den Zettel in ihre Handtasche und verschwand in einem Bus, dessen Nummer ich mir nicht gemerkt habe. Überhaupt habe ich mir sehr wenig gemerkt von der alten Dame, obgleich wir uns ausführlich unterhalten hatten. Es war ein sehr schönes, freundliches und interessantes Gespräch.
Ich weiss nicht, ob es die 'hoeflichen paparazzi' seinerzeit schon gab, aber dessenungeachtet ging ich zuhause an meinen Computer und tippte in zvab.com, dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher den Namen 'Rudolf Schottlaender' ein. Tatsächlich erschienen eine ganze Reihe von Buchtiteln und unter anderem eben auch die eingangs erwähnten Bücher von Marcel Proust. Ich hatte mit der Witwe des deutschen Erstübersetzers von Marcel Prousts Werk 'Auf den Spuren der verlorenen Zeit' (spätere Übersetzung: 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit') ein Gespräch an einer Bushaltestelle geführt, dass mich schließlich zu Marcel Proust und seinen Werken geführt hat.

(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 20.03.2001 um 02:17 Uhr bearbeitet.)

Wolfgang Mueller
19.03.2001, 13:00
Die Geschichte ist gleich an die zweite Stelle gerutscht, weil ich sie erst geschrieben und dann auf dem Strackstrang mitgeteilt habe, dass sie auf diesem neuen Strang zu finden sei.

Tex Rubinowitz
20.03.2001, 01:40
Danke für eine wunderbare neue, stille Geschichte.
Möge sie noch länger hier oben ruhen, dann darf sie langssam wie eine Schneeflocke gen Boden segeln.
(Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 19.03.2001 um 16:03 Uhr bearbeitet.)

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 01:40
Lieber Tex, was für ein zauberhaftes Bild, langsam wie eine Schneeflocke...Proust hätte dich geliebt.

Tex Rubinowitz
20.03.2001, 01:40
Bestraft mich, verhaftet mich, aber Frau Schottländer hat leider keine Lobby, die sie nach oben wuchtet, deshalb muss ich es nochmals machen

oha
20.03.2001, 01:40
Lieber Wolfgang Mueller,
das Warten hat sich wahrhaft gelohnt. Ich bin ganz angerohren. Und Tex hat alles, was ich sagen wollte schon viel schöner gesagt.
oha

hanswasheiri
20.03.2001, 01:40
Jetzt ist Frau Schottländer schon wieder nur an 6.Stelle! Und ich wollte eigentich nur sagen, dass mir die Geschichte auch ganz gut gefallen hat. Und ich der Meinung bin, dass so schöne Schneeflocken nicht ganz so schnell fallen sollen.

Phettberg
20.03.2001, 01:40
weiß nichts zu sagen, möchte nicht schweigen, bin voll glücklicher Wehmut.
(Beitrag wurde von Phettberg am 19.03.2001 um 22:26 Uhr bearbeitet.)

Tex Rubinowitz
20.03.2001, 01:40
Sie sollen ein bisschen die Chance haben zu schweben, meinst Du? Finde ich auch, also schwebe nach oben, alte Frau!

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 01:40
Lieber Hanswasheiri, Dank für deine freundlichen Zeilen. Da du, wie ich deinem Profil entnahm, in Zürich wohnst, fiel mir ein, dass der Islandbereisende Carl Vogt, dessen Buch Frau Schottlaender bewunderte, in der Schweiz politisches Asyl fand. Der Naturforscher und Politiker hatte seinerzeit politisch sehr radikale Ansichten, musste aus deutschen Landen fliehen. Es gibt in der Schweiz eine Gesellschaft, die nach ihm benannt ist und auch einige Straßen. Ich glaube sogar in Zürich selbst gibt es eine solche Straße.

oha
20.03.2001, 01:40
hoch die Dame (sorry, konnte nicht widerstehen. Die Geschichte ist einfach zu schön!)

hanswasheiri
20.03.2001, 01:40
Ist mir nicht bekannt; es gibt in Zürich einen sog. VOGTRAIN, ob der aber nach DEM Vogt benannt ist? Ansonsten gibt es einige Carl-Irgendwas Strassen, eine Carl-Vogtstrasse ist aber - glaube ich - nicht dabei.
(Beitrag wurde von Hanswasheiri am 24.09.2001 um 17:46 Uhr bearbeitet.)

Hartmut Andryczuk
20.03.2001, 13:30
Emmanuel Bove schrieb einmal: 'Es schneit. Keine Schneeflocke fiel auf eine andere'.

Tex Rubinowitz
20.03.2001, 13:30
Von HC Artmann gabs einmal ein Gedicht namens 'Schneeflocken auf heisses Brot'
oder 'heissem Brot'
(Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 20.03.2001 um 11:16 Uhr bearbeitet.)

hanswasheiri
20.03.2001, 13:30
Wenn hier schon mal wieder H.C.Artmann vorkommt, würde ich zugern einen Link sehen, der auf eine andere, auch sehr schöne Geschichte verweist. Sie handelt von 12 identischen Weihnachtsfesten und ist, glaube ich, von Anko höchstpersönlich. (H.C.Artmann und ich)
Wenn das mal jemand erstellen könnte, wäre mit auf einen Streich der Schottländer- und der Artmanngeschichte geholfen.

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 13:30
Es ist die Stadt Genf, in der es einen Boulevard Carl-Vogt gibt. Aber auch in Gießen, seinem Geburtsort gibt es eine nach ihm benannte Straße. Friedrich Engels hat sich über ihn geäußert, sehr abfällig 'Abermals Herr Vogt' unter http://www.m/werke.de/me/me17_306.htm
Hier in Berlin schneit es momentan tatsächlich ziemlich heftig. Alles ist weiß.
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 20.03.2001 um 09:45 Uhr bearbeitet.)
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 14:36 Uhr bearbeitet.)

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 13:30
Auch wenn es wie ein Trick erscheint Frau Schottlaender nach oben treiben zu lassen, aber es ist wirklich wahr: Eine Schneedecke liegt auf den Dächern und Plätzen von Berlin.

Walter Groebchen
20.03.2001, 13:30
Was bin ich froh, daß diese zarte Geschichte hier oben die Sicht auf den Schuschny-Zoff-Strang nimmt. Mehr Schnee!

Tex Rubinowitz
20.03.2001, 13:30
In Berlin schneit es?
In Wien ist Frühling! Die Krokusse scharren bereits in der Erde, bei Spar gibt es bereits Erdbeeren, Spargel und Rhabarber

kathi m.
20.03.2001, 13:30
In Klagenfurt ist auch Frühling und Sonnenschein, vielleicht fliegt der liebe Frau Schottländer-Strang doch eher wie Blütenstaub über die Frühlingswiesen als wie kalte Winterschneeflocken von Himmel.

Hartmut Andryczuk
20.03.2001, 13:30
Auf Amrum erwartete uns ein Schneesturm. Das war unglaublich, denn solange ich mich erinnern kann, haben wir hier niemals Schnee gesehen. Sonne, Wind, Regen - im schnellen Wechsel. Nebel manchmal. Aber Schnee - nein. Als die Fähre anlegte, könnten wir keine 10 Meter weit blicken. Das Taxi brachte uns zu unserer Ferienwohnung mit Meerblick, aber das Meer war nicht mehr zu sehen.

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 18:17
Der Schnee ist aufgetaut.

PiaMia
20.03.2001, 18:27
'Wetter, wetter, wetter!!' Das sagte Mirco Nontschew immer in einer Comedy-Sendung. Schreibt man den eigentlich so? Gilt er als prominent? Interessiert jemanden die Begegnung?

Wolfgang Mueller
20.03.2001, 18:44
Ja, warum nicht?

nejteit
21.03.2001, 11:58
verdammt - jetzt werd ich den rest meines lebens bei schnee immer an frau schottlaender denken und an proust. und draussen tummelt sich der nasse wolkenstaub zu tausenden: welche flocke ist die geschichte? welche unerzaehlten geschichten sind die anderen flocken?

Hartmut Andryczuk
21.03.2001, 13:10
Ach du meinst Schnee mit 'nassem Wolkenstaub'. (Ganz schön pfiffig...).
Postscriptum: In dem Film 'Fräulein Smiljas (ist das richtig geschrieben?) Gespür für Schnee' von Bernd Eichinger, der unglaublich schlecht ist, muss die Hauptdarstellerin immer brutal vom 'Ficken' sprechen; vermutlich, weil die Regie meint, dass eine extreme Persönlichkeit immer 'Ficken' sagen muss. Das passt hier zwar nur marginal, aber wollen wir an dieser Stelle nicht einen Anti-Eichinger-Club bilden?
(Beitrag wurde von Hartmut Andryczuk am 21.03.2001 um 12:17 Uhr bearbeitet.)

Angelika Maisch
21.03.2001, 14:31
Ich bin ein begeisterter Clubbilder- und beitreter. Da bin ich dabei.

kathi m.
21.03.2001, 14:57
.

hanswasheiri
21.03.2001, 15:06
Die unendliche Geschichte
Der Name der Rose
Bin ich schön?
Der Campus
Opernball
Der bewegte Mann

kathi m.
21.03.2001, 15:25
.

Tex Rubinowitz
21.03.2001, 15:49
Jetzt schneits in Wien auch, die einzelne Flocke hat aber nur ca eine Sekunde als Flocke auf dem Asphalt, dann verpfützt sie

hanswasheiri
21.03.2001, 15:53
In Zürich kommen die Schneeflocken schon verpfützt vom Himmel - ihr habts noch gut in Wien.
(Beitrag wurde von Hanswasheiri am 24.09.2001 um 17:45 Uhr bearbeitet.)

Angelika Maisch
21.03.2001, 16:20
Bernd Eichinger- insgesamt- ein Garant für Schlimmes. Fast. Der Name der Rose- so schlimm, daß der Autor sich vom Film distanziert hat, wie ich las. Allerdings muß ich sagen, daß ich mir zum erstenmal im Leben beim Lesen alles haargenauso vorgestellt habe, wies hernach gezeigt wurde. Nur die Geschichte hat der Eichinger übel zugerichtet. Fräulein Smillas Gespür für Schnee habe ich mir vorsichtshalber gar nicht erst angetan, das Buch ist schon ambivalent genug.
Und in Karlsruhe werden wir demnächst wieder eine Hochwasserkatastrophe unser eigen nennen können, wenns noch ein bischen so weitergeht.

Wolfgang Mueller
21.03.2001, 17:50
Mit den höflichen Paparazzis habe ich in den letzten Tagen soviel Zeit verloren, dass ich meine monatliche taz-Kolumne 'Bücher für Randgruppen' darüber ganz vergessen habe zu schreiben (und vor allem keine Zeit hatte, ein zu besprechendes Buch dafür zu lesen). Deshalb wird mir der Betriebsrat gewiss verzeihen, dass ich in allergrösster Zeitnot umständehalber die Geschichte von Frau Schottlaender in leicht modifizierter und straffer Form ebendort veröffentliche mit dem Hinweis, dass ja - wie Tex einst sagte - vielleicht gar ein Buch aus Texten der hoeflichen Paparazzis entstehen könne. Und dass mir die hier verlorene Zeit mit Proust und Schottlaender nun fehlt, um meiner Monatspflicht nachzukommen, ein Buch zu besprechen. Wohlgemerkt, es geht mir nicht darum, Frau Schottlaender in diesem imaginären Werk unterzubringen beziehungsweise in welcher Form auch immer entsprechenden Druck auszuüben dass dieses gegebenenfalls geschehe. Nein, ich möchte lediglich den Lesern der taz-Kolumne bedeuten, dass auch sie einem Prozess beiwohnen könnten, der möglicherweise zur Publikation eines Buches führte. Der freundlich entspannten, melancholisch, verträumten etc. ,gut - manchmal auch etwas überhitzten Stimmung in den Strängen der hoeflichen-paparazzi wird diese Bekanntgabe in einer Zeitung hoffentlich keinen Abbruch tun. Verzeiht, aber es ging nicht anders.

Wolfgang Mueller
22.03.2001, 12:01
dicke flatschige Schneeflocken fallen auf Berlin

Tex Rubinowitz
22.03.2001, 16:11
Nun regnet es in Wien und der Rinnsal die Wien ist zu einem reissendes Bächlein geronnen

Angelika Maisch
22.03.2001, 16:22
Nach mehrwöchigem Regen mit kurzen Trockenphasen regnet es nun mittlerweile Katzen und Hunde.

nejteit
23.03.2001, 00:01
buecher fuer randgruppen hoert sich vernuenftig an, und meinen unmassgeblichen segen hat die bearbeitung. aber um der wissenschaftlichen seriositaet willen (versuch eines partykillers): benjamin soll ja gar nicht so begeistert gewesen sein von schottlaenders uebersetzung. woraufhin er mit franz hessel dann den naechsten band uebersetzt hat.
und mittlerweile weiss bloss noch die strasse, ob sie nass der schneeflocken oder des nieselregens ist. einerseits laestig: andererseits: hamburg in wien!

Walter Groebchen
23.03.2001, 01:39
Wetterdienst Hamburg-St.Pauli:
Wolkig oder trüb, wenig Regen, 0 bis 3 Grad, frischer Südostwind
dzt. dunkel draußen

(Beitrag wurde von Walter Groebchen am 23.03.2001 um 00:40 Uhr bearbeitet.)

Wolfgang Mueller
23.03.2001, 09:57
hallo nejtejt, ja, das habe ich auch gelesen, die Schottlaender-Übersetzung gilt als sehr umstritten. Vielleicht meldet sich Frau Schottlaender, wenn der Text veröffentlicht ist. Dann könnte ich sie darüber ausfragen, was da damals wirklich los war
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 23.03.2001 um 08:59 Uhr bearbeitet.)
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 14:38 Uhr bearbeitet.)

Tex Rubinowitz
23.03.2001, 15:22
Regen nach wie vor, aber etwas wärmer geworden.
Auf der Strasse hat ein alter Mann geniest wie ein kleiner Hund kläfft, ich schaute ihn an, wie eine Mutter ihren Sohn, der etwas ausgefressen hat.

hanswasheiri
23.03.2001, 15:35
Zürich: Sonne
Wenn geniest wird, nur wegen Pollenflugs.

oha
23.03.2001, 16:44
Heidelberg: Überschwemmung in meinem Keller. Wenn geflucht wird, hört nicht hin.
(Beitrag wurde von oha am 23.03.2001 um 15:44 Uhr bearbeitet.)

Dominik Bauer
23.03.2001, 17:14
In Frankfurt am Main hat es aufgehört zu regnen. Malerische Wasserlachen wie aus der Sanostol-Werbung warten auf depressive bzw. lebenslustige Kinder.
Gestern ist mir im Regen Achim Vandreike, der SPD-Kandidat für die Frankfurter Oberbürgermeisterschaft, begegnet.

Sabeta
23.03.2001, 17:34
alte männer haben ja eine ganz eigene nies- und hustästhetik.

Wolfgang Mueller
23.03.2001, 23:34
Leipzig/Buchmesse 18.00 Uhr: strömender Regen nässt die aus den Hallen herausströmenden Besucher.
Ankunft 21.40 Uhr Ostbahnhof: dicke große Schneeflocken klatschen nassschlaff auf meine imprägnierte Jacke. In der Ausstellung 'Körperwelten' brennt noch Licht. Durchnässte Menschenscharen betrachten ausgestopfte Menschen. (noch unter dem Einfluss der beiden Lesungen auf der Leipziger Buchmesse stehend, deren Fetzen ich im Vorbeigehen aufgeschnappt habe)

Tex Rubinowitz
23.03.2001, 23:41
Wien, Nässe, Dunkelheit, Gröbchen hat mir eine wertvolle Vase zerbrochen

lacoste
23.03.2001, 23:42
Bist Du jetzt schon wieder zurück von der Buchmesse, Wolfgang Müller? Oder gibt es in Leipzig auch einen Ostb... nein, dass kann ja nicht sein, die Ausstellung ist ja hier am Ostbahnhof. Dann warst Du aber ziemlich kurz dort. Ich kann dieses Jahr leider gar nicht hin. Schade

Wolfgang Mueller
24.03.2001, 12:52
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 24.03.2001 um 11:53 Uhr bearbeitet.)
(Habe nicht 'überarbeitet' sondern nur die Rechtschreibfehler korrigiert.)
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 24.03.2001 um 11:55 Uhr bearbeitet.)
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 03:28 Uhr bearbeitet.)

PiaMia
24.03.2001, 15:27
Laut Anmerkung hast Du ja auch nur be- statt überarbeitet.

lacoste
24.03.2001, 16:11
Ich finde diesen Strang total bescheuert.

Wolfgang Mueller
24.03.2001, 16:29
Uhren heute Nacht eine Stunde vorstellen.
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 25.03.2001 um 03:31 Uhr bearbeitet.)

Hartmut Andryczuk
26.03.2001, 01:04
Autobahn Leipzig - Berlin. Schneefall und Unfälle, querstehende Tanklaster, in die Graben gefahrene PKW«s. Dabei hören wir Orgelmusik von Bach: 'Näher Herr zu dir...' (Auf der Buchmesse verteilte ein Wesen von ihm selbst überarbeitete Stellen aus der Bibel. In seinem offenen Brief gab er sich als Betonsteinhersteller aus).

lacoste
26.03.2001, 01:10
Das ist gemein! Bevor Wolfgang Müller seinen letzten Beitrag bearbeitet hat, hat er zugegeben, dass dieser Strang ihm auch furchtbar auf die Nerven geht. Und jetzt distanziert er sich davon, weil er Angst vor den Anderen hat!

anko
26.03.2001, 01:19
0:21 (hat hier eigentlich jemand die uhr umgestellt? oder geht das alles von selber, hmm - ach ja, ich muesste es ja wissen als hausm.), also:
0:21 uhr, berlin, heftiger schneefall den ganzen tag, starker wind, sodass der schnee SEITLICH an dem baeumen vor unserer wohnung klebt. der rest des schnees ordnungsgemaess auf simsen, treppen und relingen.
und jetzt ein paar takte musik

hanswasheiri
26.03.2001, 01:30
Jetzt war ich zwei volle Tage vom Forum weg. Das kam mir sehr lange vor; trotzdem ist immer noch dieser Schottländerstrang ganz oben. Erstaunlich. Ist es jetzt nicht langsam Zeit, diese Schneeflocke auf den Grund des Gurkenglases fallen zu lassen, auch wenn das, wörtlich genommen, eine seltsame Vorstellung ist? Es ist Zeit, für eine neue Killergeschichte. Wer wird sie bringen? Hat den die Freitagsaktion gar nichts gebracht?
Ansonsten:
Das Wetter in Zürich: Bewölkt bis heiter, manchmal etwas Sonne, ganz wenig Regen so gegen 17.Uhr

DerCaptain
26.03.2001, 03:32
Anko, in der WeimarerStr. siehts auch nicht anders aus als in der FritscheStr. ...
Gutes Wetter!
------------------
'Von ganzem Herzen, für alle Zeit...'

Wolfgang Mueller
26.03.2001, 14:00
Liebe Lacoste, also richtig gemein ist das doch nicht! Ich hab nur das gelöscht, was mich nervte, das war natürlich mein eigenes Zeug. Die Wetterberichte mag ich sehr gern, finde ich sehr interessant. Jetzt gefällt mir halt alles wieder recht gut und meine Befürchtung, dummes Gewäsch von mir gegeben zu haben, ist fröhlicher Unbekümmertheit gewichen.
(Das hat sicher auch mit der schönen, weißen Schneedecke zu tun, die derzeit Berlin bedeckt, dem blauen Himmel und den lustigen Sonnenstrahlen, die meine Fensterscheiben erleuchten und bis in mein Zimmer dringen)
Die Ereignisse um Frau Schottlaender sind Morgen in der taz zu lesen im Kulturteil unter 'Bücher für Randgruppen'. Der Redakteur sagte mir soeben, es sei ein komischer Zufall, aber er habe Frau Schottlaender auch schon mal erlebt, bei einer Gesprächsrunde. Sie habe damals das Gespräch etwas unvermittelt auf ihren Mann gelenkt.
Sollten wir nicht stolz darauf sein, höfliche Paparazzis zu sein?

Hartmut Andryczuk
26.03.2001, 15:21
Luftdruck? Windgeschwindigkeit? Feuchtigkeit? Knontinentalplattenverschiebung?

Tex Rubinowitz
26.03.2001, 21:48
Dunkelgeworden in Wien- später.
Ich finde das ist der einzige Strang, auf dem man sich ausruhen kann, und er ist nicht bescheuert, bescheuert ist hier so manch anderes, ich möchte nicht gezwungen sein, zu sagen, was

(Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 26.03.2001 um 20:50 Uhr bearbeitet.)

klesk
26.03.2001, 21:51
auch wenn ich dafür kielgeholt werde: geht doch alle zu http://www.wetter.de

Hartmut Andryczuk
27.03.2001, 00:28
Auf der Buchmesse traf ich einen distinguierten Joyce-Liebhaber und Sammler von Joyce-Publikationen. Wer Joyce liebt, liebt auch Beckett; wer Beckett liebt, der Joyces Sekretär war, liebt natürlich auch Marcel Proust. Er wollte das 'Gold & Sold-Buch' mit dem Joycekopf auf der Papiertragetasche kaufen und sagte lapidar, wie teuer ist das denn: 1000 oder 5000.- DM. Ich antwortete: Sie können das nicht kaufen. Es ist vergriffen. Aber eigentlich ist alles nur eine Frage des Preises. Er nickte und fragte nicht weiter nach. Seine Frau oder Freundin, etwa 60 Jahre jünger als er, stand neben ihm und zeigte mir Fotos von Joycestatuen auf einem Friedhof in der Schweiz, woher die beiden kamen. (Es war glaube ich Zürich). Am beeindruckendsten war die Darstellung der Brille von Joyce: sie unterstrich seine Blindheit.
Frau Schottländer fliegt oben in den Wolken mit angewinkelten Armen bis nach Finlandia.

hanswasheiri
27.03.2001, 13:36
Es ist richtig, Joyce liegt in Zürich. Auf dem Friedhor 'Zürich Flunter', um genau zu sein. Sein Grab ist eine kleine Touristenattraktion, was ich persönlich nicht sehr höflich finde. Aber na ja. Wer sein Grab trotzdem besuchen will, kann vom Hauptbahnhof mit dem Tram Nr.6 zum Friedhof Fluntern fahren, dort wird man das Grab dann schon finden.
Es ist ja übrigens ein Phänomen, dass ein Haufen berühmter Leute zum Sterben in die Schweiz kommen. (Zum Sterben, damit meine ich natürlich 'den Lebensabend verbringen'). Ob das ein gutes Zeichen für den Zustand der Schweiz ist?
Wer - wenn er schon einmal in Zürich ist - noch mehr Prominentengräber besuchen will, für den gibt es eine entsprechende Publikation zu kaufen. (Daniel Foppa
Berühmte und vergessene Tote auf Zürichs Friedhöfen, Limmat Verlag). Die Liste kann auch im Internet unter http://www.limmatverlag.ch/sachbue/foppa/Foppa%20Grabliste.htm angeschaut werden.
Gottfried Keller ist auch da, Johannes Itten, C.G.Jung, J.C.Lavater, Thomas Mann mit Familie und und und.
Da fällt mir auch noch ein, das ein guter Freund von mir im Eltern- und Geburtshaus von C.G.Jung aufgewachsen ist. C.G.Jung ist dann später ins Nachbarhaus umgezogen. An diesem findet sich noch eine Gedenktafel. Das ganze in Kesswil, einer kleiner Gemeinde am Bodensee ab.
Entschuldigt mein Abschweifen.
(Beitrag wurde von Hanswasheiri am 24.09.2001 um 17:50 Uhr bearbeitet.)

hanswasheiri
28.03.2001, 01:39
Und das Wetter in Zürich: bewölkt.

Ebbesand Flutwasser
29.03.2001, 14:38
Da der hübsche Gesang dieses 'Strangs' (ist das nicht eine zu brutale, der Dezenz widersprechende Übersetzung von 'thread'?) bzw. seines Seitenstranges in der taz mich hierher gelockt hat, möchte ich mich hier auch einmal äußern, wenngleich ein wenig spät:

Wetter, allgemein
It Always Rains In Wuppertal heißt das erste Stück auf der Pyrolator-LP Inland aus den frühen 80ern, und das stimmt unverbrüchlich immer noch.

Wetter, speziell Schnee
Snow on Easter Sunday
Jesus Christ in reverse
Mark E. Smith, Tempo House

Eichinger, Bernd
Ist ja eigentlich nur der Produzent (bis auf neulich, da hat er auch mal Regie geführt) der scheußlichen Filme, aber was heißt 'nur' - dadurch kann er noch viel öfter und weitgestreuter zuschlagen als ein Regisseur, der ja immer erst künstlerisch entzündet sein muß durch einen Stoff, ihn dann umsetzen muß in Bildsprache etc.
Bin ich schön? von Doris Dörrie aber habe ich sogar zweimal gesehen, wegen Anica Dobra, die die schönsten Pausbacken der Welt hat. Außerdem beherrscht sie wie keine zweite etwas, für das es in anderen Sprachen ein eigenes Wort gibt: akimbo, das empörte In-die-Seiten-Stemmen der Arme, oft unterstützt durch Aufstampfen eines Fußes (übertrieben) oder unwirsches Wegpusten einer ins Gesicht fallenden Haarsträne (gut); eine Fertigkeit ausschließlich kleiner - das Aufblicken zum Ärgerauslöser gehört dazu - Frauen oder Kinder.
Außerdem spielte auch die grundsympathische Senta Berger mit, dafür nimmt man gern Franka 'Färbt ihr die Haare rot, damit man sie von den Statisten unterscheiden kann' Potente inkauf.
Überhaupt Frau Dörrie: Handwerklich kann sie ja was, wenn sie nur nicht dauernd und in großen Mengen Frauenzeitschriften rauchen würde...

Schweiger, Till
Sehr geehrte Frau Meierhofer, kürzlich verlor ich als Teil einer grippebedingten Rundumvollverschleimung auch die Stimme; als sie langsam wiederkam, klang sie ähnlich gequetscht röchelnd wie die von Till Schweiger. Sollten Sie Interesse haben, geben Sie mir doch Ihre Telefonnummer, dann werde ich sie im Falle einer erneuten Erkrankung anrufen. Textvorschläge nehme ich selbstverständlich an.

(Beitrag wurde von Ebbesand Flutwasser am 29.03.2001 um 13:43 Uhr bearbeitet.)

kathi m.
29.03.2001, 14:50
Danke für das Nette Angebote Herr(?) Flutwasser(guter Name finde ich).
Natürlich wünsche ich Ihnen alles Gute und keine Krankheit, aber wenn sich die Gelegenheit schon bietet, im Übrigen werde ich mir inzwischen einen netten Text ausdenken, ich werde versuchen jugendfrei zu bleiben
Achja Wetter: Klagenfurt, blauer Himmel, Sonne, Wind und kalt

Ebbesand Flutwasser
29.03.2001, 15:07
Jawohl, Frau Meierhofer, hier schreibt ein Herr Flutwasser.
Danke für Ihre lieben Wünsche, ich hoffe auch, daß es das vorerst gewesen ist mit Erkältungskrankheiten. Aber der nächste Winter kommt bestimmt... (Ich bin mir beinahe sogar 100%ig sicher, daß er kommt!)
Beim von mir vorzutragenden Text müssen Sie sich keinerlei Beschränkung auferlegen, Sie sind vermutlich genau so volljährig wie ich. Selbstverständlich würde er nicht öffentlich gemacht. --- Das wäre auch eine gute Gelegenheit zur Überprüfung meines Verdachtes, daß die Herren und Damen in diesem Forum nur so fein tun und in Wirklichkeit hoho!

(Beitrag wurde von Ebbesand Flutwasser am 29.03.2001 um 14:10 Uhr bearbeitet.)

Throatwobbler
30.03.2001, 13:06
Während der zwei Tage, die ich nun schon in diesem Forum weile, ist mir aufgegangen, daß dieses der Strang ist, auf dem man sein muß, auf dem man gewissermaßen die Promis des Forums trifft und vielleicht auch ein bißchen prominent wird. Deshalb auch von mir jetzt eine Antwort. Ein erhebendes und erhabenes Gefühl.

Walter Groebchen
30.03.2001, 13:06
Hamburg: heute wetterlos
Nebstbei: wer Mark E.Smith zitiert, kann kein schlechter Mensch sein
Nebstnebstbei: weiß hier jemand in diesem Gurkenglas, wofür das 'E' in Alfred E. Neumann steht?

Angelika Maisch
30.03.2001, 13:06
Also Ekel kanns nicht sein. Ekel Alfred, das ist ein anderer.
Wetter in Karlsruhe: Hat seit Wochen das erste mal fast aufgehört zu regnen. Kann es womöglich wagen, morgen etwas Wäsche ins Freie zu hängen.

Wolfgang Mueller
30.03.2001, 13:06
Habe gerade Francoise Cactus (von der Band Stereo Total) vom 'Bierhimmel' nach Hause begleitet. Sie ist fast meine Nachbarin. Davor waren wir gemeinsam auf einer Party. Sie erzählte dort vor allen Leuten folgenden Witz: 'Ein Mann geht zu einer Prostituierten und fragt: 'Was kostet das, einmal?' Sie antwortet: '92,50 DM' Er daraufhin: 'Das ist aber eine komische Summe.' Sie: 'Naja, das ist mit Getränk.' Er: 'Ach so.' Sie gehen zu ihrer Wohnung, doch bevor sie die Tür öffnet, sagt sie: 'Also, nicht dass du nachher enttäuscht bist, ich sags dir lieber gleich, ich hab nämlich keine Klitoris.'
Er winkt nur ab: 'Ach, das macht überhaupt nichts. Ich trinke auch Whisky oder einen Campari.' Ich schwöre, es haben alle laut gelacht.

kathi m.
30.03.2001, 13:06
Ist von Stereo Total nicht die wunderschöne 'Moviestar'-Coverversion und das Lied mit der Schreibmaschine das irgendwie so ähnlich wie 'Taktülo-rock' heißt??
Ich habe nähmlich gestern meine alten 'Sumpf'-Kassetten geordnet und bin über diese zwei Liedchen gestoßen, derweilen du mit ihr was trinken warst. Passieren im Leben nicht seltsame Dinge?? Aber das paßt besser in einen anderen Strang!!

honz
14.06.2001, 16:45
Liebe Neuankömmlinge,
das ist ein Klassiker. Wollt ich nur mal so gesagt haben. Das ist es worum es hier geht.
Auf das der Strang wieder den Weg der Schneeflocken gehen möge.

Ebbesand Flutwasser
14.06.2001, 23:48
Dies ist der Strang, der mich hierher lockte! Ach...
Passenderweise singt Frau Cactus gerade in meine Ohren Les Gros Nichons.
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Hr. Flutwasser ist ein lieber Spatz.
Yvonne Caldenberg

Ruebenkraut
15.06.2001, 13:20
Auch ich bin hiermit angefixt worden. Ach.

Ebbesand Flutwasser
15.06.2001, 17:35
Pscht, Ruebenkraut, sonst kommt uns noch einer drauf, das wir ein- und derselbe sind (beide am 27.3. in dieses Forum gekommen, das kann doch kein Zufall sein)!
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Hr. Flutwasser ist ein lieber Spatz.
Yvonne Caldenberg

Ruebenkraut
15.06.2001, 21:09
Ich bin jedenfalls kein lieber Spatz, teile aber mit dir die Schnabelnase.

Yvonne Caldenberg
16.06.2001, 03:33
und da sowieso schon zuviel Quark von Fr. La. hochgeleiert wurde, dieses verdientermaßen nach oben. - Ehre, wem Ehre gebührt.

honz
20.09.2001, 22:48
.

holgersson
21.09.2001, 01:53
Bin traurig. War noch nie in der Schweiz. Dampf dringt aus der Tastatur, auf die Tränen fallen.

Stimmen
30.09.2001, 14:58
Ich bin Proust zuerst in Den Haag begegnet, vor 12 oder 13 Jahren. Das heißt, natürlich nicht Proust. Aber Wolfgang Müller ist Proust ja auch nicht begegnet. Ich war in Den Haag, um mir die beiden Vermeers anzuschauen. Sie hängen im Mauritshuis, 'Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge' und die 'Stadtansicht von Delft'. Das Mauritshuis ist das schönste Museum der Welt, es ist klein und alt, quadratisch und fast menschenleer. Die Vermeers warfen mich um. Es gibt nur wenige Bilder, von denen ich das sagen kann, und ich weiß nicht einmal, ob das heute noch ganz genauso wäre. Aber ich bin damals auf der Suche nach Vermeer durch halb Europa gereist, und je mehr Bilder man sieht, desto weniger berühren sie einen wie am Anfang. Mittlerweile setze ich keinen Fuß mehr in Gemäldegalerien. Ich würde hier auch einen Link zur 'Stadtansicht von Delft' reinstellen, wenn das Bild reproduzierbar wäre. Ist es aber nicht.

Nachdem ich lange vor dem Bild gesessen hatte, sprach mich ein Amerikaner an. Er wollte über Vermeer reden, und er störte, wie Leute im Museum immer stören. Selbst wenn man in einer Gemäldegalerie ganz allein ist, kommt immer noch jemand vom Personal angeschissen. In der National Gallery in London, die auch zwei mittelklassige Vermeers beherbergt, hat mich ein Aufseher einmal rausgeschmissen, weil ich eine Stunde lang vor der 'Virginalspielerin' stand und schließlich zu weinen anfing.

Ich machte ein wenig Konversation mit dem Amerikaner und verschwand dann in die Caféteria des Mauritshuis. Nach kurzer Zeit tauchte der Amerikaner wieder auf und setzte sich an meinen Tisch. Er war eigentlich gar nicht unsympathisch, aber er hatte etwas Dringendes an sich. Er fragte, ob ich Proust gelesen hätte und erzählte, daß in dessen 'Recherche' die 'Stadtansicht von Delft' vorkomme und daß da diese Mauer "with a little piece of yellow" gemalt sei und ob ich wohl dieses little piece of yellow bemerkt hätte. Als ich dem Amerikaner mitteilte, daß ich bei einem "girlfriend" in Amsterdam wohne, verlor er das Interesse an mir und verschwand.

Ein paar Wochen später sah ich Proust in der Buchhandlung liegen und kaufte ihn wegen des little piece of yellow. Die Geschichte kommt nach ca. 3000 Seiten und geht so: "[Der Schriftsteller Bergotte] starb unter folgenden Umständen: Ein verhältnismäßig leichter Anfall von Urämie war die Ursache, daß ihm Ruhe verordnet worden war. Aber ein Kritiker hatte geschrieben, daß Vermeers 'Ansicht von Delft' (die das Museum im Haag für eine Ausstellung holländischer Kunst leihweise zur Verfügung gestellt hatte), ein Bild, das er liebte und sehr gut zu kennen meinte, eine kleine gelbe Mauerecke (an die er sich nicht erinnerte) enthalte, die so gut gemalt sei, daß sie allein für sich betrachtet einem kostbaren chinesischen Kunstwerk gleichkomme, von einer Schönheit, die sich selbst genüge; Bergotte aß daraufhin nur ein paar Kartoffeln, verließ das Haus und trat in den Ausstellungssaal. Schon auf den ersten Stufen, die er zu ersteigen hatte, wurde er von Schwindel erfaßt. Er ging an mehreren Bildern vorbei und hatte einen Eindruck von Kälte und Zwecklosigkeit angesichts einer Kunst, die nur künstlich war und nicht gegen das Fluten von Luft und Sonne in einem venezianischen Palast oder einem einfachen Haus am Meeresufer aufkommen konnte. Endlich stand er vor dem Vermeer, den er strahlender in Erinnerung hatte, noch verschiedener von allem, was er sonst kannte, auf dem er aber dank dem Artikel des Kritikers zum ersten Mal kleine blaugekleidete Figürchen erkannte, ferner feststellte, daß der Sand rosig gefärbt war, und endlich auch die kostbare Materie des ganz kleinen gelben Mauerstücks entdeckte. Das Schwindelgefühl nahm zu; er heftete seine Blicke - wie ein Kind auf einen gelben Schmetterling, den es gern festhalten möchte - auf die kostbare kleine Mauerecke. 'So hätte ich schreiben sollen, sagte er sich. Meine letzten Bücher sind zu trocken, ich hätte mehr Farbe daran wenden, meine Sprache in sich selbst so kostbar machen sollen, wie diese kleine gelbe Mauerecke es ist.' Indessen entging ihm die Schwere seiner Benommenheit nicht. In einer himmlischen Waage sah er auf der einen Seite sein eigenes Leben, während die andere Schale die kleine so trefflich gemalte Mauerecke enthielt. Er spürte, daß er unvorsichtigerweise das erste für die zweite hingegeben hatte. 'Ich möchte dabei doch nicht, sagte er sich, für die Abendzeitungen die Sensation dieser Ausstellung sein.'
Er sprach mehrmals vor sich hin: 'Kleine gelbe Mauerecke unter einem Dachvorsprung, kleine gelbe Mauerecke.' Im gleichen Augenblick sank er auf ein Rundsofa nieder; ebenso rasch dachte er schon nicht mehr, daß sein Leben auf dem Spiele stehe, sondern in wiederkehrendem Optimismus beruhigte er sich: 'Es ist eine einfache kleine Verdauungsstörung, die Kartoffeln waren nicht ganz gar, es ist weiter nichts.' Ein neuer Schlag streckte ihn zu Boden, wo die hinzueilenden Besucher und Aufseher ihn umstanden. Er war tot." (Übersetzung: Eva Rechel-Mertens)

Die Romanfigur gleicht in vielem Anatole France, aber auch dem Autor selbst. 1921 besucht Proust eine Ausstellung holländischer Meister im Musée du Jeu de Paume, erleidet vor den Bildern einen Schwächeanfall und stirbt bald darauf. Ich hatte Jahre später noch einmal die Gelegenheit, die 'Stadtansicht von Delft' zu sehen, bei der großen Vermeer-Retrospektive in Den Haag, der schrecklichsten, überfülltesten Ausstellung aller Zeiten. Die kleine gelbe Mauerecke konnte ich auch da nirgends entdecken.

Andrea Maria
30.09.2001, 17:09
Lieber Professor Herrndorf, vielleicht kann ich Ihnen ikonographisch behilflich sein. (img)http://www.geocities.com/apolonia_dhaulag/YellowPatchDelft.jpg(/img)
Das Bild zeigt Vermeer's Stadtansicht von Delft mit einem Hinweis auf die kleine gelbe Fläche.
PAUL SOLMAN: (...) We do know some things about how he worked. For example, he seems to have used a camera obscura 200 years before film was invented to see projected images, which then inspired him to blur details in the foreground, as old-fashioned box cameras did. These lion-chair finials are often pointed to as an example. And then there's what he does with the painted self. In the famed 'View of Delft,' for instance, you can actually see how he manipulated his pigments.
ARTHUR WHEELOCK: There's even sand. I mean, he has over there in the red roofs on the left, I mean, you feel the various textures all the way across, the ones in shadow, the ones in light, the tower of the Nieuwe Kerk, which is really three-dimensional, and here's this little spot of yellow that Proust writes about. (...)
Zur Yellowpatchlokalisierungsdebatte noch ein Clip aus meinem Archiv:
(...)The venerable Smithsonian, in November of 1995, in the article 'Time stands still in the harmonious world of Vermeer' by Helen Dudar, printed this: 'Among those who have celebrated View of Delft was, famously, Marcel Proust, who first encountered it in the Mauritshuis in 1902 and knew he 'had seen the most beautiful picture in the world.' He loved the painting and was transfixed by one small segment of it. On the right side of the scene, just to the left of a pair of towers, sunlight floods a fragment of a building: the 'little patch of yellow wall' known even to those Proust addicts who don't know the painting...'(...)

Kathrin Passig
30.09.2001, 22:20
Ich halte das für eine fälschliche Zuordnung des kleinen gelben Mauerstücks.
1. Dieses Mauerstück kann man wohl kaum 'endlich auch' entdecken; es ist unübersehbar.
2. Dieses Mauerstück ist keineswegs 'ganz klein'.
3. Es handelt sich nicht um eine Mauerecke (wobei das der Übersetzung geschuldet sein könnte - kann das mal ein Französischkundiger überprüfen?
4. Diese Mauerecke, die keine ist, liegt auch nicht 'unter einem Dachvorsprung'.
Leider sind die Abbildungen, die http://images.google.com/images?q=vermeer+delft zutagefördert, nicht groß genug, um darauf einen besseren Kandidaten ausfindig zu machen ...
Hier gibts noch einen Text, der eher auf die Unauffindbarkeit des Mauerstücks hindeutet: http://www.mulino.it/html/foreign_rights/backlist/ling/renzi.htm .
Vermutlich alles dichterische Freiheit, so wie Herrndorfs 'und stirbt bald darauf' (zwischen Museumsbesuch und Tod liegen immerhin anderthalb Jahre).
(Beitrag wurde von Kathrin Passig am 30.09.2001 um 21:53 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
30.09.2001, 23:11
(img)http://www.mystudios.com/vermeer/13/vermeer-delft-boats-right.jpg(/img)
Auf obigem Ausschnitt des betreffenden Gemäldes ist das Haus mit dem gelben (Stroh-)Dach zu sehen. Es hat eine deutlich sichtbare 'Mauer'-Ecke. (Der Dachvorsprung ist der Vorsprung, den das Strohdach gegenüber der Hauswand darstellt.) 'Kleine gelbe Mauerecke unter einem Dachvorsprung, kleine gelbe Mauerecke'. In Delft wird mit Ziegel und mit Sandstein gebaut, letzter hat in Sonnenlicht gelbe Farbe. So wie der Turm der Neuen Kirche.
@1. Dieses Mauerstück kann man wohl kaum 'endlich auch' entdecken; es ist unübersehbar.
Herrndorf hat es nicht entdeckt.
@2. Dieses Mauerstück ist keineswegs 'ganz klein'.
Ist es wohl. Das Originalgemälde hat die Masse 47 x 39 Zoll (etwa 118,5 x 98,5 cm) Das Strohdach hat eine Grösse von etwa 5,0 x 4,5 cm, von der Mauer darunter sind gerade mal 1,5 cm sichtbar. Das ist 'ganz klein'. Noch kleiner wäre 'winzig'.
@3. Es handelt sich nicht um eine Mauerecke (wobei das der Übersetzung geschuldet sein könnte - kann das mal ein Französischkundiger überprüfen?
Nahezu alle Kamine in Delft wurden aus Sicherheitsgründen an Aussenmauern gebaut. Ganz wie auf dem Bild zu sehen. Parallel zur Abbildungsebene verläuft die Frontseite des Hauses. Der Kamin ist an die Giebelwand gebaut. Diese beiden Wände bilden die 'Mauerecke'.
4. Diese Mauerecke, die keine ist, liegt auch nicht 'unter einem Dachvorsprung'.
Liegt sie doch. ?'Kleine gelbe Mauerecke unter einem Dachvorsprung, kleine gelbe Mauerecke.'


(Beitrag wurde von Andrea Maria am 30.09.2001 um 22:16 Uhr bearbeitet.)

Kathrin Passig
30.09.2001, 23:25
ad 1: Nicht weil er es nicht hätte sehen können, sondern weil er vermutlich ebensowenig bereit war, es als das richtige Mauerstück zu betrachten.
ad 2: Quark.
ad 3: Quark.
ad 4: Quark.

Stimmen
30.09.2001, 23:53
'Petit pan de mur jaune avec un auvent' - und jetzt streitet euch weiter.
http://pages.globetrotter.net/pcbcr/auteurs.html#proust
(Beitrag wurde von Stimmen am 30.09.2001 um 23:02 Uhr bearbeitet.)

Andrea Maria
01.10.2001, 10:31
'Petit pan de mur jaune avec un auvent' ist zwar ein 'kleiner gelber Mauerfleck mit einem Vordach' aber eigentlich hast Du in allem recht, liebe Kathrin. Es spielt doch keine Rolle, wo sich dieses öde kartoffelgelbe Hauseck nun wirklich versteckt.

(Beitrag wurde von Andrea Maria am 01.10.2001 um 11:21 Uhr bearbeitet.)

frosch2
01.10.2001, 12:19
Kalbwahn?

Kathrin Passig
01.10.2001, 15:40
Natürlich spielt es keine Rolle, aber wenn es denn tatsächlich ein dingfest machbares kleines gelbes Mauerstück gibt, dann hat Andrea Maria bestimmt Recht. Ich gebe zu, noch nicht mal 500 Seiten Proust gelesen und diesen schönen Strang durch unnötiges Wichtigtun verunziert zu haben.
Zur Buße las ich gestern noch meinem Nachbarn, dem Künstler, die oben zitierte Stelle vor, wobei es mir gelang, nach wenigen Sekunden Blättern in der dreibändigen Ausgabe zufällig die richtige Stelle zu erwischen. Der Nachbar hielt das für ein abgekartetes Spiel. Alle seine Bilder sind gänzlich schwarz, aber gestern morgen hatte ich ihm dabei zugesehen (daher die Lesung), wie er auf einem seiner Bilder mittendrin eine kleine gelbe Stelle entdeckte und unbarmherzig mit einem schmutzigen Küchenmesser herausschnitt. So ergeht es gelben Stellen in Neukölln.

DerCaptain
01.10.2001, 16:21
Das ist zynisch & gelbstellenverachtend!
------------------
'd'oh!'

Larry Erbs
01.10.2001, 22:43
Als ich das gelbe Mauerstück mal gesucht und nicht gefunden habe, dachte ich dass das wohl sicher mit meiner leichten Rot-Grün Blindheit zusammen hängt die mich helles gelb mit beige manchmal verwechseln lässt. Ich habe dann ganz rechts die Mauer neben dem Tor über der Hubbrücke für das Mauerstück gehalten. Aber diese Mauer ist wohl wirklich beige.
Ich halte weder das von Andrea noch das oben gedeute Mauerstück für ein besonders sensationelles Detail des Bildes. Die Dächer hinter der Brücke, das Schiff rechts sind doch auch würdigenswerte Einzelheiten. Der Himmel, das Wasser! Proust hat vielleicht die Enttäuschung des Lesers beabsichtigt der eifrig die Sache überprüft und die Enthüllung eines verborgenen Wunders erwartet um dann nur einen Fleck zu erkennen. Deshalb suchte er ein besonders unspektakuläres Detail aus, eines bei dem das Geheimnis des Bildes zerfällt.
Hier kann man das Bild vergrössert anschauen, es verpixelt dann immer mehr und verschwindet.
http://www.artchive.com
(Beitrag wurde von Larry Erbs am 01.10.2001 um 21:44 Uhr bearbeitet.)

honz
08.10.2001, 18:13
Das ist für mich die Mutter aller Paparazzi Geschichten, sie hat mich damals hierher gelockt, Ebbe auch, wie ich nochmals las, wo steckst du eigentlich Ebbesand?
Ja so war das damals ! Und alles soll vorbei sein ? Nein, Pappen der Welt , schaut auf diesen Strang, Stimmen zeigt mal wieder wos langgeht. so muss das sein, Bushaltestellen, Schottländer, Delft, Vermeer, Amitucken und Mauerecken, dazu Gezicke, Reue und der unbestechliche Verstand von Frau Passig, so wird das alles gut saein.

Walter Schmidtchen
08.10.2001, 18:17
Und noch dazu ist HEUTE im Spiegel ein Foto von Wolfgang Müller, rechts unten auf Seite 78, neben ihm die als Karl Lagerfeld verkleidete Frau Schottländer

Lautmakel
09.11.2001, 23:34
°

marie battisti
11.11.2001, 11:45
genau auch meine mutter, bei concitta dill und mutter hat sich bei mir immer was gestreubt, jetzt weiß ich was, es war die falsche mutter
außerdem seh ich auch den ersten schnee an den felsen visavi
(Beitrag wurde von marie battisti am 11.11.2001 um 10:48 Uhr bearbeitet.)

Edding Kaiser
28.06.2002, 18:32
Freitagshochwuchter, um dieses schöne Wort mal wieder zu benutzen. This story is one of my fucking all-time-favourites, ich sentimentale Sau.

_________________
Meine Herren! Meine Herren!

Ruebenkraut
28.06.2002, 20:48
Ja, es war diese Gechichte bzw. ihr Abdruck in der taz, was mich in dieses Forum lockte. Aber ich sehe gerade, dass ich das schon geschrieben habe.

Ebbe übrigens auch.

honz
21.11.2003, 20:42
Berlin, November, 15 Grad!

Undbedingt auch Posting #81 lesen.

Der Strang, der Ruebe, Ebbe und mich hier her lockte und Tobler sentimental macht, was andere, wie ich sehe, auch schon geschrieben haben.

Porno Iglesias
21.11.2003, 21:07
Extrem schön und fremd auch, dass die ersten Reaktionen, Postings 3-12, alle für die gleiche Minute 00:40 registriert wurden, und bereits aufeinander reagieren; heute, die genauere Uhr gewöhnt, wirkt das, als sei das Forum still gestanden oder sogar die Technik verwirrt gewesen wegen der Geschichte.

vir
12.05.2004, 09:01
Heute, 17:30 im Kino Xenix "Die Tödliche Doris I 1980-1987".

Dann noch mal, jeweils um 21:30 am 24., 25. und 26. Mai. Wie wärs mit Dienstag dem 25.V., Züripapples?

Ebbesand Flutwasser
12.05.2004, 09:05
Der Strang, der Ruebe, honz und mich hier her lockte und Tobler sentimental macht, was andere, wie ich sehe, auch schon geschrieben haben.

elinor
12.02.2007, 14:19
Angewidert ob des sich für ihn nicht lohnenden Inhalts wird der Räuber wohl meinen kleinen Rucksack in die Spree geworfen haben. Ach und Weh - es befand sich die deutsche Erstausgabe von "Sodom und Gomorra" darin. Der graue Pappschuber, in dem das Buch einst steckte, steht ihm zu Gedenken jetzt leer im Regal, gleich neben Benjamin und Hessels Übersetzung der "Welt der Guermantes" (bei ihnen "Die Herzogin von Guermantes"). Auf der Rückseite des Titelblattes hat mein Vater mit Bleistift in kleinen Buchstaben seinen Namen und 1941 geschrieben.
Wetter - gestern noch Krähen durch den Schnee staksen gesehen, heute 10°Celsius.

Ruebenkraut
17.02.2007, 15:24
der strang wird viel zu selten gelesen, danke elinor.
(ich kann deinen schmerz nachfühlen, so ein schönes buch vernichtet zu wissen...)

Alberto Balsam
29.03.2010, 17:48
Wolfgang Müller im Interview (http://www.wdr3.de/open-wortlaut/details/artikel/homestory-8.html) mit Jenny Zylka, für wen es interessiert, sie ist übrigens die Freundin des Bruders von Felix Kubin, also sozusagen Max Kubin, Wolfgang hingegen der Bruder von Max Müller, dessen Sohn wiederum Felix Müller heisst, trotz dieser erdrückenden Parallellast kennen sich Felix Kubin und Max Müller nicht

starlingM
29.03.2010, 20:38
ausserdem war sie mal die Freundin von meinem Freund Axel, kleine welt

slowtiger
29.03.2010, 20:44
Max Kubin? Dem hab ich gar mal die Hand geschüttelt bei einer Filmpremiere, da war Jenny schwanger. Jenny hingegen kommt wie ich aus Osnabrück, ich hab noch Fotos von ihr mit 15, aber sie ist berühmt geworden und ich nicht, zB hat sie mal Orgel gespielt bei Sunny Domestosz

Alberto Balsam
29.03.2010, 21:19
Sunny Domestosz, dem Joachim Lottmann in seinem besten Buch MAI JUNI JULI ein Denkmal gebaut hat

Stimmen
31.01.2011, 13:25
28 Monate nach seinem ersten Anfall stirbt der Kunstkritiker Tom Lubbock am 9. Januar 2011. Einer seiner letzten Aufsätze (http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/art/great-works/view-of-delft-1660-by-johannes-vermeer-956444.html) beschäftigt sich mit der kleinen gelben Mauerecke und Bergotte.

Stimmen
28.01.2012, 14:56
Nachtrag (http://www.dezimmer.net/PDF/proust-vermeer1996.pdf) von Dieter E. Zimmer.

Alberto Balsam
28.01.2012, 19:17
Jonathan mag ihn auch (http://www.youtube.com/watch?v=D1iWz7sCbsY)

Porno Iglesias
02.02.2012, 13:28
Kleiner Vermeernachtrag (http://www.essentialvermeer.com/proust/proust.html)

Ruebenkraut
05.02.2012, 03:29
viel zu wenig bekannt ist, dass rudolf schottländers sohn rainer daran arbeitet, das atommüllproblem zu lösen: er will die fässer in aktive vulkankrater versenken, siehe hier (http://www.schottie.de/)
oder auf facebook unter "keyhole experiment" schauen:

"Fässer mit den radioaktiven Abfällen könnten im Krater eines Vulkans 100 bis 200km km tief in der Erde im Magma versenkt werden. Durch ihre spezifische Dichte sinken die Fässer unter ihrem eigenen Gewicht nach unten in Richtung Erdmittelpunkt wie ein Stein im Wasser. DER ATOMMÜLL LÖST SICH IM MAGMA AUF UND BRAUCHT CA. 1 MILLION JAHRE BIS UNTERKANTE ERDKRUSTE."