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| werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17 Einmal am Tag sollten wir innehalten - um 15.56 oder 21.17. Und dann erzählen, was wir gemacht haben bzw. gerade machen. Ein kollektives Tagebuch |
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#191 |
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Registrierungsdatum: 10. 2001
Ort: Perserteppich
Postings: 578
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Ich glaube, Bangen hat recht, was KSL angeht. Ich kann mich da jedenfalls nicht an ihn erinnern, und er ist ja doch insgesamt eher ein auffälliger Typ. Die Kneipe war übrigens Das Nord in der Vereinsstraße, also: falls das noch irgendwen hier interessiert.
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#192 |
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Member
Registrierungsdatum: 11. 2001
Ort: HAMBURG
Postings: 3.140
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Genau "Kleine, gemütliche Souterrain-Bar"
http://www.bartime.de/location.das-nord.2.1688.html Da bin ich ganz bestimmt nicht zweimal an einem Wochenende gewesen. Jetzt aber los zum Waffelessen. |
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#193 |
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Member
Registrierungsdatum: 11. 2001
Ort: HAMBURG
Postings: 3.140
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So sah es dort aus, da müsste man mich eigentlich verstehen.
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#194 |
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Abebe Lowumbo
Registrierungsdatum: 05. 2001
Ort: Berlin
Postings: 8.569
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Ja, stimmt, einen Hummer kann man sich in dieser Umgebung wirklich schlecht vorstellen.
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More gin in teacups |
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#195 |
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Registrierungsdatum: 10. 2000
Postings: 3.235
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Jetzt aber los zum Waffelessen!
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#196 |
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Member
Registrierungsdatum: 10. 2005
Postings: 772
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"Wahrscheinlich hätten die ganzen Arbeitgeber die du da aufzählst euch auch nicht mit offenen Armen aufgenommen. Da hätte man sich gut präsentieren müssen. Und damit sind wir wieder beim Thema."
Bei welchem Thema jetzt? Bei facebook? Oder bei Deiner Flirtschule? Ob man mit Deinen Flirttips und Ratschlägen fürs gute Präsentieren aber neben der Frau auch gleich noch einen Arbeitgeber so becircen könnte, dass er das frischgebackene Waffelpaar „mit offenen Armen“ und nicht mit Unbehagen aufnehmen würde, das scheint mir doch sehr fraglich, ja geradezu ein bisschen schwindelerregend. Darum ging es mir natürlich auch bei meiner Scheu in dem Seminar nicht, eher schon darum, wie man zum Beispiel solche Zeilen verstehen soll: „O ihr Seligen, o ihr Heilen, / die ihr der Anfang der Herzen scheint. / Bogen der Pfeile und Ziele von Pfeilen, / ewiger glänzt euer Lächeln verweint.“ Man kann natürlich sagen, was für ein Kitsch und Unfug, den sich die dumme Rilkepottsau da aus den Fingern gegriffelt hat. Würde ich heute sogar auch fast so sagen, aber damals mit Mitte 20 halt nicht. Aber ich würde dieses Thema jetzt doch ganz gern auf sich beruhen lassen, um nicht via irgendein emotionales Möbiusband in alte Qualen hineingechannelt zu werden. Ich hoffe, Du hältst uns über Deine Fortschritte mit dem Waffelmädchen auf dem Laufenden |
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#197 |
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Member
Registrierungsdatum: 11. 2001
Ort: HAMBURG
Postings: 3.140
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Thema war, Möglichkeiten sich vorzustellen, sich zu präsentieren, unter besonderer Berücksichtigung des Mediums Facebook.
Mir scheint es überhaupt nicht fraglich, dass sicheres Auftreten und zielgerichtetes Handeln sowohl in Liebesdingen als auch bei der Jobsuche hilfreich sind. Deine Scheu die anscheinend mit dem Thema des Seminars zu tun hatte verstehe ich nicht so richtig. Wir hatten heute etwas über Spermienproduktion, Hodenerkrankungen und Fruchtbarkeitsstörungen das macht mich doch nicht scheu. Schade dass du nicht darüber sprechen magst, wäre es nicht schön, würde es dir nicht sogar helfen wenn du mit der Frau aus der Bib Facebookkontakt hättest? Ach, es war so schön heute, das möchte ich noch etwas für mich behalten. |
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#198 |
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Member
Registrierungsdatum: 10. 2005
Postings: 772
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Sicheres Auftreten und zielgerichtetes Verhalten sind schon wünschenswerte Qualitäten, das sehe ich auch so. Das Problem eines solchen geisteswissenschaftlichen Studiums ist nur, dass das Ziel in eine so weite Ferne gerückt wird, wenn es nicht vollkommen unklar bleibt. Die Prüfungen sind es ja wohl nicht. Das Thema des Seminars hat sicher zu der Hochspannung beigetragen, in die ich mich versetzt fühlte, immer wieder stellte sich aber auch bei anderen Themen die Frage: Wieviel Identifikation mit einem Romanhelden, mit einem lyrischen Ich, mit einer Filmfigur, mit einem Opern- oder Theaterhelden ist nötig, um überhaupt in ein Verstehen hineinzukommen, und ab welchem Punkt wird es ungesund und gefährlich. Und das ist wirklich kein einfaches Problem. Mir fiel es immer wieder sehr schwer, wenn ich von einem Gedicht berührt wurde oder in einen Roman hineingezogen, dann einfach auf den Normalmodus der alltäglichen Kommunikation runterzuschalten und eben zum Beispiel ein solches von Dir empfohlenes Flirtverhalten an den Tag zu legen. Und das wird noch erschwert, wenn das weibliche Gegenüber damit auch ein offensichtliches Problem hat. Einmal waren die Frau und ich essen, schauten uns in die Augen und bemerkten simultan beim Kauen unsere gefüllten Backentaschen, woraufhin wir erst gleichzeitig beschämt auf das Essen guckten und dann keinen Appetit mehr hatten. Du kennst doch vermutlich dieses berühmte Rilke-Gedicht mit der Schlusszeile, die sich jetzt Sloterdijk geklaut hat: „Du musst dein Leben ändern.“ Und etwas von einem solchen Appell-Charakter haben nun einmal viele Kunstwerke und dem zu entsprechen ist nicht leicht. Und der Appell sagt leider meistens: Entsage, sublimiere, löse Dich ab vom Willen und seinem Drängen, und nicht: Nutze den Tag, nimm Dir, was Dir gefällt, fühl Dich wohl und entspanne Dich. Mit Frauen, die nicht selber so einen hohen Anspruch haben und womöglich aus einer anderen Kultur kommen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auch leicht und unkompliziert sein kann. Und ich will den Sex auch überhaupt nicht dämonisieren, es braucht nur Intimität und Privatheit dafür. Und an Orten wie der Uni tun sich immer wieder durchaus soziale Abgründe auf, wenn zum Beispiel Profs, die gut dafür bezahlt werden, dass sie jüngeren Menschen etwas von der geistigen Tradition vermitteln sollen, hübschen Studentinnen nachsteigen und also ihr Prestige und ihre Macht dazu ausnutzen, um ihren Sexualtrieb zu befriedigen. Was die Profs in ihrer Freizeit und außerhalb ihres beruflichen Wirkens tun, das ist mir völlig egal. Aber gerade diese Frau, mit der ich da im Seminar saß, sprach über nichts so viel, wie über sexuelle Belästigungen in öffentlichen Räumen und speziell von Seiten irgendwelcher Autoritäten, übrigens dann auch von Seiten ausgerechnet des sehr dünkelhaften oben genannten Professors, der sich zu allem unterhalb von Goethe und Thomas Mann nur selten herabließ, und bei dem sie später ihre Magisterarbeit schrieb. Was mich noch zusätzlich in so eine ritterliche Haltung hineintrieb, ihr diesbezüglich nur ja nicht zu nahe treten zu wollen.
Ob es mir sehr helfen würde, wenn ich zu ihr einen Facebook-Kontakt hätte, weiß ich nicht, vielleicht aber ja tatsächlich schon. So, aber jetzt erst mal genug von mir und der Bibfrau, jetzt bist Du mit dem Waffelmädchen dran. Geändert von Saposcat (10.02.2010 um 12:06 Uhr) |
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#199 |
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Member
Registrierungsdatum: 11. 2001
Ort: HAMBURG
Postings: 3.140
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"In seinem bei Suhrkamp veröffentlichten Essay Du mußt dein Leben ändern entwickelt Sloterdijk ein anthropologisches Modell des Menschen als Übender."
So ähnlich versuche ich es die ganze Zeit zu erklären. |
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#200 |
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Member
Registrierungsdatum: 10. 2006
Postings: 799
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Meine zarte, kaum spürbare Verachtung für Leute, die bei Kaisers Herzen sammeln, ähnelt der für Facebookleute und für Männer, die sehr kleine oder sehr reinrassige Hunde an der Leine führen, obwohl die bestimmt alle gute Gründe haben.
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