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Thema: Seegers, Phil (Tür an Tür)

  1. #1
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    Seegers, Phil (Tür an Tür)

    Lindenstraße war toll. Bis Sonntags um 18.40 andere Dinge toll wurden.
    Als Lindenstraße noch toll war, war Phil Seegers irgendwie immer böse. Hinterfotzig und unberechenbar. Er hatte nicht nur ein Verhältnis mit Gabi, aus dem Mäxchen entstand, der einige Jahre später leider sterben mußte, nachdem er in seinem kurzen Leben so ungefähr 3 verschiedene Vaterfiguren hinzunehmen hatte, sondern erbte auch irgendwann mal viele, viele Häuser oder eine Menge Geld, mit dem er die Häuser kaufen konnte. So genau weiß ich das nicht mehr. Was ich dagegen noch sehr genau zu wissen glaube ist, daß die Bewohner der Seegers-Häuser es nicht leicht hatten.
    Wie groß daher mein Entsetzen, als ich vor einiger Zeit unsere Straße entlang ging und Phil Seegers ein Haus verlassen sah. Sollte er etwa auch unsere Straße aufgekauft haben und in nächster Zeit alle Anwohner aufs Unheimlichste terrorisieren? Beruhigt war ich erst, als er die Straße überqueren wollte und dabei beinahe von der Straßenbahn überfahren wurde (er rettete sich durch einen behenden Sprung, wobei mir sein verwirrter und leicht verängstigter Gesichtsausdruck auffiel). Ich war durch diese Reaktionsschnelligkeit so beeindruckt, daß ich über meine eigenen Füße stolperte, den Sturz jedoch durch geschicktes Ausbalancieren gerade noch abwenden konnte und mit einem ebenso verwirrten und verängstigtem Gesichtsausdruck ihm gegenüber stand. Wir sahen uns an, lächelten. Er tat so, als ob er die gerade eben geschehenen Mißgeschicke nicht bemerkt hätte, während ich „Hoppala. Da ham wa ja beide Glück gehabt“ murmelte. Er überging diese Bemerkung und setzte seinen Weg fort, wahrscheinlich erleichtert, noch am Leben zu sein. Ich setzte meinen Weg ebenfalls fort, erleichtert, einem Menschen begegnet zu sein, der durchaus freundlich die Dämlichkeiten des Lebens ignoriert.
    Seitdem glaube ich: Phil Seegers ist nett.

  2. #2
    Avatar von lacoste
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    Angelika, komm schnell!!!

    Was ich bis heute nicht weiß ist: Wie ist Mäxchen eigentlich gestorben, ich weiß nur, dass es mal weg war. Ist es nicht ermordet worden? Aber wie und warum weiß ich nicht. Das Nächste, was ich wieder weiß ist, dass Gabi dann mal von der Frau der Mörders eine Zeit lang belästigt wurde. Frau Schmidtchen, können Sie mich aufklären?
    Herr Weber auch!

  3. #3
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    Leider kann ich über Mäxchen keine wirklich zuverlässigen Aussagen treffen. Ich glaube jedoch, daß er entführt wurde und dann ermordet. Wurde Lösegeld gefordert? Auch das weiß ich nicht.
    Vielleicht lief er einfach nur weg und täuschte die Entführung vor, weil er es satt hatte, sich immer an neue Väter gewöhnen zu müssen.
    Sollte ich Phil Seegers nochmal treffen, werde ich ihm nach dem Verbleib seines Sohnes fragen. Versprochen!

  4. #4
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    Ich weiß es, ich weiß es!!!

    Das kleine Mäxchen ist eines Tages nach der Schule nicht wieder nach Hause gekommen (muß ungefähr 1998 gewesen sein). Hat es den Ehekrieg zwischen Gabi und Andy satt und lungert fortan in München herum? Nein - nach mehreren Monaten zwischen Bangen und Hoffen stellt sich heraus, daß es ermordet wurde. Von einem Familienvater!!!
    Die Ehefrau des Mörders ist übrigens Anfang des Jahres in Gabis Bäckerei aufgetaucht und hat ein wenig Nerven-Terz veranstaltet.

  5. #5
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    Frau Lotties spricht die Wahrheit, ich kann das bezeugen.
    Es ist übrigens so, daß das Mäxchen von den Lindenstraßenfans offensichtlich nicht mehr gut gelitten wurde, deshalb mußte es sterben.
    Aber so brutal! Es wurden ihm von seinem Mörder die Augen ausgestochen.
    Das ist doch unnötig und bringt eventuelle lindenstraßenabhängige Unholde nur auf Ideen. Ich prangere das an. Daß das Mäxchen ermordet werden mußte, das ist verständlich. Eine Serie, welche die gesamte Problematik der ganzen Welt in einer einzigen Straße zu konzentrieren sucht, die braucht natürlich auch schon mal ein ermordetes Kind. Und das Mäxchen hat sich für diese Rolle offenbar geradezu erbötig gezeigt. Einige Zeit las ich in den Lindenstraßenforen ein wenig mit; es war dort Usus, für besondere Serienpeinlichkeiten "das Mäxchen der Woche" zu verleihen. Das hat mir sehr viel Vergnügen bereitet, dieser Preis.
    Daher vermute ich, daß die besondere Grausamkeit, mit der das Mäxchen aus der Serie entfernt wurde, möglicherweise einem hohen Vergeltungsbedürfnis der Hardcore-Lindenstraßen-Fans Rechnung trug.
    Sind ja auch Menschen, Lindenstraßenfans.
    Liebe und verehrte Gisela Schmidtchen, Corinna und Frau Lotties, inständig bitte ich darum, diesen Strang wachsen und gedeihen zu lassen, ihn jede Woche mit ein wenig Pflegepolitur aufzumöbeln, denn ich benötige dringend für mein Seelenheil ein wenig Lindenstraßenklatsch.
    Wie einsam ist mir manchmal, nach manch unter Qualen durchgestandener Folge, mich nicht mit kompetenten Leidensgenossen austauschen zu können!
    Bleibt daher und laßt uns unser Glas erheben.
    Auf Doktor Dagdelen und die guten, alten Stränge!

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