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Thema: Asmussen, Fips

  1. #1
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    fips asmussen

    Hamburg 1983. Ich saß in einem Mietstudio und machte Musik. Roy Black war auch mal da. Nicht an diesem Tag. Die Tür öffnete sich. Fips Asmussen schaute herein und frug nach jemandem. Und er meinte keinen Coiffeur. Ich vergaß die Frage nach unserer künstlerischen Zusammenarbeit. Für ihn wie für mich war die falsche Tür einfach nur Irrsinn – trug er doch eine lila gefärbte Minipli. Und das war nicht die einzige Pointe seines Lebens. Ein trauriger Tag.

  2. #2
    Moderator Avatar von Klede
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    Endlich mal eine Neulingsgeschichte, die keine zwanzig Absaetze lang ist. Das meine ich ernst, die Geschichte da oben gefaellt mir sehr.

  3. #3
    Avatar von Benzini
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    Diese Geschichte ist natürlich komplett misslungen. Viel zu lang, zusammenhanglos und überdies noch frech, ohne pointiert zu sein. Pfitzmann, Sie werden es wahrscheinlich nicht leicht haben.

  4. #4
    Member Avatar von roger
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    ein echter pfitzmann! allein wegen der unverwechselbarkeit der postinganfänge "oktoberfest 2002 ...." und "hamburg 1983...". was kommt nun? paris 1964? berlin 1945?

    so, das machst du gleich nochmal!



  5. #5
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    Eine schöne Geschichte, Pfitzmann.
    Geändert von Elpenor (22.10.2002 um 15:43 Uhr)

  6. #6
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    Mir gefällt die Minigeschichte auch.
    Wer ist Fips Asmussen? Ist aber wahrscheinlich nicht wichtig.
    Mir gefällt die kliene Geschichte.

  7. #7
    Moderator Avatar von DonDahlmann
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    Wenn Tex nicht in Usbekistan wäre, dann wäre er begeistert. Ich bin es aber auch, würde aber anmerken, das der lila Minipli dann doch Asmussens einzige Pointze im Leben ist.

  8. #8
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    Ich kenne zwar Fips Asmussen, aber was ist bitteschön ein Minipli? Bin ich zu alt oder zu jung, um solches zu kennen? In meiner Phantasie formen sich schreckliche Dinge in allerbösartigsten Lilatönen...

    Bitte um Aufklärung.

  9. #9
    Member Avatar von Publikum
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    Das ist eine Minipli in klassischer Ausführung:

  10. #10
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    und das ist fips als henker.

  11. #11
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    Dankeschön. Ich bin entsetzt.

  12. #12
    [Member] Avatar von Herr Cohn
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    Ich hab mal Fips Asmussen gehört, ohne zu wissen, was da hereinbrach, erst auf meine Frage wurde mir der Name gesagt, mit einer Selbstverständlichkeit sondergleichen. Wer, wann, wo: Ein Mensch, der Werner Groebchen hieß, ungelogen, so hieß der.

    Es war in Rostock, gleich nachdem man ohne Visum in die DDR fahren durfte, just so hinein ins Land der hässlichen Menschen, und das taten ein paar Freunde und ich. Am Abend in Rostock standen wir mit ein paar plappernden neuen Bekanntschaften an einer dieser zugigen Ecken mit ihrer brutalen Beleuchtung, husteten im Braunkohlendunst herum und hielten Ausschau nach Weiterem.

    Da trat Einer näher, ein Typ halt, der aussah und sprach, wie man so 1972 zum Beispiel in Kiel als sehr cooler Typ aussehen und sprechen gemusst hatte. Das war Werner Groebchen. Schließlich sagte er, kommt doch alle mit zu mir, da isses fein. Das taten wir und saßen dorten im Salon, nein in der Stube, Werner Groebchens Gattin war auch da und trug Minipli, ich weiß noch immer nicht, was das genau ist, aber das muss es gewesen sein. Sie lachte schrill und nestelte mit den Fingern. Werner Groebchen murmelte manchmal zwei Sätze über seine Arbeit. An der Wand hing eine nussbaumfurnierte Minivitrine mit was drin, auf die ich immer sehen musste, wir tranken Merkwürdiges, das sich Cola nannte, die Stimmung sank.

    Sie war schon unter dem Meeresboden, da schwang sich Werner Groebchen zum Plattenspieler und suchte uns da mal ganz was Feines raus, gleich volle Lautstärke, eine versoffene Stimme krähte Zoten, eine nach der anderen, das hörte gar nicht auf, die Gattin mit dem Minipli lächelte verschämt, die furnierte Minivitrine zitterte an der Wand, Werner Groebchen sackte entspannt auf seiner Couch zurück und strich sich den Schnäuzer. Mein Gesicht versteinerte wohl, ich weiß nicht, das hat man ja nicht so im Griff, ich guckte angestrengt auf die Anderen, Ute, die engagierte feministische Sozialpädagogin, starrte panisch auf ihre Schuhe, Michael, grünes Gründungsmitglied, schaute wie auf einen tiefergelegten auf ihn zurasenden Manta mit Chromfelgen, Nils, Altkommunist, tötete mit Blicken, Christina, die christliche Studentin, wusste nicht, wie ihr geschah. Es wurde immer unschauer dort. Bald fand sich einvernehmlich ein Anlass und man gelangte hinaus.
    Geändert von Herr Cohn (22.10.2002 um 16:39 Uhr)

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