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Thema: Allen, Woody

  1. #25
    Large Member Avatar von vir
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    Dass Sascha als gewerbsmässiger Gutmensch da mitmacht war zu erwarten aber das mit VW hat mich auch sehr verwundert.
    Die, hogenpops, die!

  2. #26
    Avatar von Die Wucht
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    Momentan lese ich "Catch and Kill" von Ronan Farrow. Er zeigt die Verteidigungsstrategien auf, die Weinstein, Allen und andere haben und hatten, um ihre tatsächlichen und mutmaßlichen Opfer zum Schweigen zu bringen. Beispiel: Verschwiegenheitserklärungen, die sich die Männer bis zu 1 Million Dollar kosten lassen, sich sämtliche Emails, Rechner und Handys zeigen lassen, um sicher zu gehen, dass die Frauen sämtliche Beweismittel vernichtet haben. Beispiel: Recherchierte Stories zu Vergewaltigungsvorwürfen sollen veröffentlicht oder gesendet werden, aber weil kurzfristig etwas Wichtigeres ansteht, geschieht das nicht. Die Stories werden schließlich nie veröffentlich. Auf diesem Wege erfahren die Journalisten, dass - ohne ihr Wollen oder Wissen - ihre Vorgesetzten einen Deal mit denen gemacht haben, die sich den Vorwürfen ausgesetzt sehen. Wenn Autoren und Autorinnen ihr Vertrauen zum Verlag leiden sehen, weil der die Autobiografie von jemand mit diesen massiv meinungsunterdrückenden Strategien rausbringen will, ist das nachvollziehbar.

    Im übrigend fänd ich es gut, wenn ad hominem-Argumente da bleiben, wo sie hingehören, nämlich bei facebook. Wer "Unterstes Emma-Niveau" und "Gutmensch" sagt, muss auch "Ich kotz gleich" sagen, und das wollen wir doch nicht. Also, so ein Käse, mein ich natürlich.
    "Mir läuft ein metaphysischer Schauer über den Rücken."

  3. #27
    Moderator Avatar von Klede
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    Gab es bei Woody Allen Verschwiegenheitserklärungen? Ich habe "Catch and Kill" nicht gelesen, gibt es da so neue Einsichten im Fall Woody Allen? Ich möchte jedenfalls gerne die Möglichkeit haben, Allens Buch zu lesen. Ich schaue auch nach wie vor sehr gerne Polanskis Filme, obwohl der Tüp sich natürlich wie ein Arsch benommen hat. KC hat übrigens "maximal Emma-Niveau" geschrieben, nicht "unterstes", soviel Genauigkeit sollte sein!

  4. #28
    Avatar von Die Wucht
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    Ja, das stimmt natürlich! KC wird mir diese meine Schlampigkeit nachsehen, hoffe ich mal. Also, sonst wäre es ja echt Käse für mich!!

    Doch, man erfährt eine Menge über Woody Allen, was man vorher nicht wußte. Er ist einer der Beteiligten, die für eine korrpute Presse sorgen sofern es um Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs geht. Das war vorher nicht bekannt, denn Allen (und andere) hat eine Armada von Anwälten zum "Fangen und Töten" von exakt diesen Stories. Ich lese maximal eine halbe Stunde pro Tag in dem Buch, weil es wirklich nervenzerfetzend ist. Btw, Farrow ist ein hervorragender Erzähler.

    Polanski und Allen Filme gucke ich nach wie vor. Es wäre alles einfacher für mich, wenn ich sagen könnte "Allen-Filme" fand ich sowieso schon immer Scheiße. Tu ich aber nicht, ich freue mich auf jeden neuen Allen-Film, auch wenn mir nur jeder zweite oder dritte dann wirklich gefallen.
    "Mir läuft ein metaphysischer Schauer über den Rücken."

  5. #29
    Avatar von Alberto Balsam
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    vielleicht steht ja in Allens Buch gar nichts über das, was da in den 7 Minuten oder so am Dachboden passiert sein soll, während allen (!) unten, inkl der 3 Aufpassernannies gar nicht aufgefallen ist, dass Allen oben war, vielleicht steht ja im Buch überraschenderweise vielleicht so einiges über seine Filme, KÖNNTE ja sein, also wieso plustern sie sich auf über ein Buch, dssen Inhalt keiner kennt, nur weil was über den Dachboden drin stehen KÖNNTE?

  6. #30
    Avatar von slowtiger
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    Alberto. Es geht überhaupt nicht darum, was drinsteht. Es geht darum, daß ein Verlag mitmacht beim korrupten Schweigekartell.

  7. #31
    Avatar von Klaus Caesar
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    Naja, einen Verlag, der zwei Bücher aus verschiedenen Lagern veröffentlicht, würde ich jetzt nicht unmittelbar dem Schweigekartell zuordnen, sondern eher dem Druckekartell. Auch finde ich es recht sonderbar, wenn Autoren die Veröffentlichung des Buchs eines anderen Autors deshalb verhindern wollen, weil dieser "massiv meinungsunterdrückende Strategien" (Wucht) anwendet. Sorgfältig lesen und bei Bedarf mit gut begründeten Argumenten in Grund und Boden verreißen scheint mir die Strategie, die mit den Ideen der Aufklärung eher in Einklang zu bringen ist.
    Geändert von Klaus Caesar (21.03.2020 um 08:56 Uhr)

  8. #32
    Avatar von Klaus Caesar
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    Wenn Ronan Farrow in seinem Buch konkrete, belastbare Vorwürfe speziell gegen Woody Allen vorbringt, dann erschließt sich mir noch weniger, warum Kathrin nicht schreibt: Allen hat dieses und jenes Verwerfliche getan, sondern allgemein über "die Beweislage in solchen Fällen" raunt.

  9. #33
    earning disabled Avatar von Ebbesand Flutwasser
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    Und was ist mit Moses? (Entschuldigung, wenn das schon wo verlinkt wurde, ich bin zu müde, um nachzublättern.)

    Und mit den darin erwähnten zwei Untersuchungen zu Woody Allen und Dylan Farrow, die beide zu dem Schluss kamen, es gebe keine Beweise, dass der Missbrauch stattgefunden habe, die Aussagen Dylans wirkten auswendig gelernt?
    A man can only take so much jizz.

    Nobby Butcher

  10. #34
    Avatar von Die Wucht
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    Ich habe mir anlässlich der ersten Lektüre des Offenen Briefs überlegt, ob man bei dem Thema Publikation der Woody-Allen-Biografie bei Rowohlt, ja oder nein, irgendwie an den Dilemmata "He said-she said" und "Vorverurteilung" vorbeikommt. Meine Ausführungen oben sind das Ergebnis. Ich habe auch noch andere Gründe gefunden, die ich vielleicht ein anderes Mal ausführe. Ich habe mich nicht mit den Argumenten des Offenen Briefs beschäftigt und habe das auch nicht vor (was keine unterschwellige Kritik ist). Ich hoffe für alle Unterzeichner und Unterzeichnerinnen, und zwar ernsthaft, es möge nichts in ihrem Leben geben, was nach einer Leiche im Keller aussieht. Die Anwälte von Allen und ihre Detektiv-Agenturen (!) arbeiten Farrow zufolge nicht allein mit sauberen und legalen Mitteln.
    "Mir läuft ein metaphysischer Schauer über den Rücken."

  11. #35
    Moderator_S Avatar von U_Sterblich
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    Bei Allen/Farrow sieht mir alles nach einer derart schrecklich dysfunktionalen Gemengelage aus, dass überhaupt nicht mehr auszumachen ist, wer da was manipuliert. Wahrscheinlich sind alle beteiligten Parteien mit Anwaltsarmeen und Detektiven unterwegs, und das seit Jahrzehnten, und vielleicht sind sie alle die Sorte von guten Lügnern, die ihre Lügen irgendwann tatsächlich glauben.

    Darum schrieb ich auf FB auch über meine Polanski Lektüre, obwohl ich es für ganz falsch halte, das überhaupt zu vergleichen, ich will nicht Polanski mit Allen vergleichen, eher vergleiche ich meinen Blick von außen auf solch verstörende Verkettungen: Polanski z.B. ist ganz offensichtlich Täter und Opfer zugleich. Aber was sagt mir das? Es sagt mir, dass Menschen, die Schreckliches erlebt haben dadurch nicht zwangsläufig zu Sanftmütigen werden, sondern evtl. Störungen unterschiedlichster Art davontragen, siehe ganze Kriegsgeneration hierzulande. Was für eine Art Hau hat Allen, was für einen Farrow? Wissen wir nicht. Von den Beatles gibt es einen Song über Farrows Schwester ("Dear Prudence"), die anscheinend auch eine Reihe von schillernden Probleme hatte.

    Oder, wie eine alte Freundin von mir zu sagen pflegt: "Manchmal ist das eine falsch und das andere aber auch!"
    Geändert von U_Sterblich (21.03.2020 um 10:51 Uhr)

  12. #36
    Avatar von slowtiger
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    Polanskis "Ekel" ist immer noch einer der treffendsten Filme über #metoo und social anxiety überhaupt. Man könnte spekulieren, ob er da eigenes Verhalten reflektiert hat (Spoiler: eher unwahrscheinlich).

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