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Thema: Kuhn, Dieter Thomas (Wie mich Dieter Thomas Kuhn beschenkte)

  1. #1
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    Liebe höfliche Forumsbesucher,
    ich bin ganz frisch hier eingeklinkt und hoffe, dass meine Geschichte ein kleiner Beitrag zu diesem Forum sein kann.
    Die Welle des deutschen Schlager-Revivals ergoß sich über mich im Jahre 1993 und hieß Dieter Thomas Kuhn. Ich war begeistert, jung, frei und hatte Spaß. Das größte an meinem ersten Kuhn-Konzert war das künstliche Brusthaar, das ich, da ich in der ersten Reihe stand, in der Lage war zu ergattern. Bei einem Lied seines Programms, 'Anita', holte er sich drei Mädels auf die Bühne, die ihn als Chor zu diesem Song unterstützen sollten. Erste Reihe - klar, ich war dabei.
    Soweit die Vorgeschichte.
    Solange meine Begeisterung für Schlagerabende anhielt, hielt meine Begeisterung für Dieter Thomas Kuhn an. Allerdings - das ist für den Verlauf der Geschichte wichtig - genoss ich diesen Schlager-Spaß nur außerhalb meiner vier Wände. D.T.Kuhn auf der Bühne - super, D.T.Kuhn in meinem CD-Player - nein. Ich besuchte jedes Konzert, das in nicht allzu weiter Ferne stattfand, so auch eines Abends im Schwimmbad-Club in Heidelberg. Dieser Konzertveranstaltungssaal ist nicht sehr groß, und die Bühne ist nicht sehr hoch. Die Massen standen also dicht gedrängt vor der kleinen Bühne. Ich war älter und reifer geworden - kurzum: Ich stand nicht mehr in der ersten Reihe. Das Konzertprogramm hatte sich kaum geändert, so kam also auch an diesem abend 'Anita'. Nicht im Traum dachte ich daran, bei diesem Lied nochmal auf die Bühne zu gehen, es waren ja genügend andere Menschen im Raum. Nun geschah es aber so, dass sich vor mir die Menge teilte und alle nach hinten drängten, weil kein Mensch auf diese Bühne wollte. Ein Schubs von einem Freund, der hinter mir stand, tat das übrige - da war ich also. Zu dieser Zeit hatte Herr Kuhn gerade seine erste CD aufgenommen - live auf Hallentournee. Anstatt nun einfach weiter im Programm zu machen, hielt er mir das Mikrophon unter die Nase und fragte:'Hast du dir denn schon meine neue CD gekauft?' Ich zuckte und antwortete schnippisch:'Ich bin doch nicht bescheuert und kaufe mir deine CD!' Kurz hatte ich Angst, ihn oder mich nun eben der Lächerlichkeit preisgegeben zu haben. Er reagierte souverän und sagte mit einem Lächeln:'Gut, dann schenk« ich sie dir!'
    Wir sangen ausgelassen 'Anita', und der Abend war noch sehr nett. Nach dem Konzert holte ich am Merchandising-Stand meine CD ab - mit Autogramm. Wenn ich ehrlich bin, habe ich sie bis heute nicht gehört. Aber immer, wenn sie mir beim Aufräumen in die Hände fällt, muss ich lachen.
    Liebe Grüße
    eine
    BISHERNURFORUMLESENIN

  2. #2
    Moderator Avatar von Dreizehn Koestlichkeiten
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    Das ist ein wirklich schönes Debüt, rotunde! Meine Theorie ist ja, daß Dieter Thomas Kuhn schon lange ein Auge auf Sie geworfen hat und seitdem ergriffen schmachtet. Ein Brusthaartoupet schenkt man schließlich nicht irgendwem. Und sollte es sich bei ihrem zweiten Bühnenauftritt denn tatsächlich um einen Zufall gehandelt haben? Na? Insofern dürfte ihr stahlharter Kommentar in Bezug auf den CD-Erwerb unseren lieben Dieter tief getroffen haben. Seien Sie beim nächsten Mal doch weniger grausam, Sie Diva!
    (Beitrag wurde von Dreizehn Koestlichkeiten am 20.05.2001 um 14:30 Uhr bearbeitet.)

  3. #3
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    Liebste Köstlichkeiten, dreizehn an der Zahl,
    meines Wissens hat Herr Kuhn in der Zwischenzeit überhaupt keine Haare mehr. Vielleicht sind sie aber auch schon wieder nachgewachsen. Ich stimme mit Ihnen überein. Als er mir das Brusthaartoupet schenkte, war ich mir sicher: Der meint mich! Gott, wie ist man in der Jugend für so etwas anfällig. Ich muss jedoch sagen, dass ich mit meinem schnippischen Satz noch recht freundlich war zu ihm. In Stuttgart musste ich erleben, wie ein halbes Hähnchen Richtung Bühne flog - aus Missfallen. Ob das David Bowie auch schon mal passiert ist?
    (Ich erkläre hiermit: Niemals würde ich es wagen, David Bowie und Dieter Thomas Kuhn in irgend einer Form zu vergleichen. Da die Frage eine gewisse Rhetorik in sich birgt, musste ich David Bowie zum Vergleich heranziehen. Hätte ich Pur als Vergleichsobjekt gewählt, wäre die Antwort wohl lange nicht so deutlich ausgefallen.)
    Liebe Grüße,
    rotunde

  4. #4

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    Wenn's nach mir geht, koennen Sie David Bowie ruhig mit allem und jedem vergleichen, was bei 'Drei' noch nicht auf den Baeumen ist: Karl Moik, Brian Ferry, oder einem halben Haehnchen.

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