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Her mit der Palme, lieber Captain! KW, nun gekrönt, brettert in einem gepanzerten siebener BMW mit Bodyguards und Begleitfahrzeug durch die Stadt. Ganz melodramatische Schränke mit dem geringelten Kabel im Ohr umwuseln ihn. Eigentlich überkandidelt dieser Auftritt. Er ist doch nur ein Bürgermeister, der aufrund einer Laune der deutschen Geschichte im protokollarischen Range eines Ministerpräsidenten steht und aus pragmatischer Einsicht selbst an der Abschaffung seines Bundeslandes arbeitet. Ich kaufe weiterhin unerkannt bei Lidl ein. Seufz!
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brb082 vm 3 lbn 123 über dpa vom 22.06.01 14:29:23
Gesellschaft/Homosexualität/
(Zusammenfassung 1430 - neu: Wowereits Teilnahme
noch nicht sicher) Berliner Christopher Street Day mit
Thierse - Auch Wowereit erwartet (Mit Bild BER07)
Berlin (dpa/bb) - Vor dem Roten Rathaus wurde am Freitag die
Regenbogenfahne als Symbol der internationalen Homosexuellen-Bewegung
gehisst. Sie signalisierte gleichzeitig den an diesem Sonnabend stattfindenden
Straßenumzug zum Christopher Street Day, zu der die Veranstalter wieder
annähernd eine halbe Million Teilnehmer und Zuschauer erwarten.
Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der sich als erste
deutscher Spitzenpolitiker offen zu seiner Homosexualität bekannt hat, wurde
von den Veranstaltern eingeladen. Wenn es der Zeitplan der
Ministerpräsidentenkonferenz zulässt, will er der Einladung auch nachkommen.
Außerdem ist auf der Abschlusskundgebung an der Siegessäule eine Ansprache
von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse vorgesehen. Die Veranstalter
erwarten wieder nahezu eine halbe Million Teilnehmer und Zuschauer.
In einem Grußwort begrüßte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) das Motto
der Parade 'Berlin stellt sich que(e)r gegen rechts' und die erstmalige Verleihung
eines Preises für Zivilcourage durch die Veranstalter. Er geht unter anderem an
den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, und an
das 'Schwule Überfalltelefon Berlin', die älteste schwule Opferhilfeeinrichtung
Deutschlands.
Der Zug führt vom Kurfürstendamm über den Nollendorfplatz mit dem
einschlägigen Szeneviertel Berlins und Potsdamer Platz am Brandenburger Tor
vorbei zur Siegessäule, wo nach der Abschlusskundgebung eine große Party
steigt, die um Mitternacht mit einem Feuerwerk zu Ende gehen soll. Außerdem
finden in zahlreichen Szeneclubs Veranstaltungen zum Christopher Street Day
statt.
Zu den angemeldeten Umzugsteilnehmern gehören Gruppen wie die Berliner
Aids-Hilfe, der 'Homo-Heterosexuelle Freundeskreis', die 'Initiative zur
Erhöhung homosexueller Lebensfreuden Potsdam', ein Fanwagen von
'Rosenstolz', 'Rosa Steine für die Frauenkirche Dresden', 'Türk Gay Berlin',
'Homosexuelle und Kirche' sowie Bündnis 90/Die Grünen. Das
Regionalfernsehen B1 überträgt den Straßenumzug ab 13.00 Uhr live.
Der Christopher Street Day steht weltweit für das Selbstbewusstsein der
Homosexuellen und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. Er wird alljährlich im
Juni oder Juli mit Paraden und Demonstrationen gefeiert. Der symbolische Tag
geht auf Vorfälle im Juni 1969 im New Yorker Künstler-Viertel Greenwich Village
zurück, als sich Homosexuelle gegen Polizeirazzien zur Wehr setzten.
dpa/bb mo yybb iy
brb082 22.06.01 14:28
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Das großartigste Kostüm: zwei Weihnachtsmänner mit roten Zipfelmützen, lange nylonbestrumpften Beinen, hochhackigen Schuhen und einer riesigen roten Schleife am Rücken. Ich beobachtete einen kleinen Jungen (ca. 5 Jahre alt), der ganz durcheinander war, da er bislang davon ausgegangen war, dass der Weihnachtsmann erst zu Weihnachten kommt und nicht im Sommer. Das ist jedenfalls meine Vermutung. Er zupfte seiner Mutter ständig am Ärmel, um eine Erklärung zu bekommen und richtete dabei seinen Blick unentwegt auf die beiden riesigen Weihnachtsmanntunten.
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Hallo Herr Müller, war schön bei Ihnen am Freitag. Vielen Dank!
Schlenderte gestern auch kurz um den Stern, aus reiner Toleranz, denn ich bin stockhetero und das ist auch gut so. Na ja zugegeben, die Urninge wissen, wie man den Bär zum Steppen bringt, und ich habe ein wenig Feeling abschnorren wollen. Jedenfalls als ich so schlenderte, bahnte sich einen Meter vor mir Klaus Wowereit einen Weg durch das Chaos. Eigentlich bahnten die Men in Black diesen, aber man hätte ihn ohne weiteres berühren können. Drei waren es mindestens. Hünen mit dem finsterem Blick und dem Knopf im Ohr. Wenn, wie Claus Eschemann neulich in irgendeiner Zeitung geschrieben hat, der Mann wirklich eine Projektionsfläche für schwule Partnerschaftsphantasien ist, frage ich mich, was wohl passiert, wenn einer aus der Menge den Regierenden erfolgreich anspricht. Muss man die dann mitabschleppen? Sitzen die während des Aktes in der Küche, drei abgelegte Ohrknöpfe mit Ringelkabel auf dem Tisch, und kloppen einen zünftigen Skat bis der Chef aus dem Schlafzimmer zurückkommt?
(Beitrag wurde von Halvar Ingmarsson am 24.06.2001 um 16:59 Uhr bearbeitet.)
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Danke Halvar! Es war auffällig, wie viele andersgeschlechtliche dieses Mal auf dem CSD zu sehen waren. Das ist eine sehr begrüssenswerte Entwicklung. Klaus Wowereit ist, wie ich mal annehme, sehr treu und würde nie fremdgehen. Zumindest solange er nicht im Urlaub ist und seine Bodygards um sich hat. Mich würde persönlich interessieren, welche Schwulenkneipe er am Besten findet. So könnte man vielleicht etwas über seinen Geschmack erfahren.
Ich habe übrigens vor etlichen Monaten mit einem Personenschützer gesprochen, der zum Fischer/Clinton - Schutz am Prenzlauer Berg bestellt war. Das Hantieren und der Genuss von Zigarren, so die Order, wäre für alle (auch für Schröder) dabei tabu gewesen. Es hätte seinerzeit von Clinton als bösartiger Affront oder gehässige Anspielung verstanden werden können.
(Beitrag wurde von Wolfgang Mueller am 24.06.2001 um 17:38 Uhr bearbeitet.)
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Aber manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre (Sigmund Freud)
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Das ist von Sigmund Freud? Ich dachte, das ist was von Gertrude Stein.
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Nein, in ihrem Spruch war die Zigarre eine Tulpe
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Die Zigarre war weder bei Stein noch bei Freud eine Tulpe sondern eine Rose. Wobei das dann eben gar keine Zigarre war, sondern eben wieder nur eine Rose.
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Eine Zwiebel
ist eine Tulpe
ist eine Schnittblume
ist in der Vase
ist verwelkt.
G. Stein
So geht das. Weder Rosen noch Zigarren kommen aus Zwiebeln, also kann das gar nicht sein. (Zigarrenzwiebel? Rosenzwiebel? Ich glaub, es hakt.)
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Rosen wachsen nicht aus Zwiebeln? In echt, Herr enista?
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