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Vielleicht erfreut es auch andere Mitfühlende, zu wissen, daß ich Frau Gorbatschows Grab auf dem Neujungfrauenfriedhof in Moskau mit Unmengen von Blumen geschmückt fand (was mich überraschte, da man ja allgemein in Russland ihr eher kalt gegenüberstehen soll).
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Liebe Lacoste,
ich habe zwar die letzte naechtliche Explosion des Conchitta-Stranges noch nicht absorbieren koennen, mutmasse aber viel hohles Geschnatter und Gepluster!
Wie tief und erdig dagegen die Gorbatschow-Begegnung. Schoen, dass es in der Naehe von Krankenhaeusern immer solche Seen zum Drumrumspazieren gibt.
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Maggi fuer Grossbritannien,
Edmund
(Beitrag wurde von Edmund am 22.05.2001 um 12:39 Uhr bearbeitet.)
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Ich bin eben erst über diesen Strang gestolpert, und schäme mich meiner Rührung ob der zutiefst menschlichen Tragödie eines Mannes, der einst zu den Mächtigsten zählte, nicht. Eine verdammt gute, weil traurigschöne Geschichte, das.
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Will you still love me
when all of this is gone?
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Ja, diese Geschichte verströmt edle Einfalt und stille Größe.
Interessant auch die Überlegung von Frau (Herrn?) Elle Otto: 'Der Blick des Prominenten ist nur der Tribut an ein verlorenes Gleichgewicht'.
Ich überlege ja nun schon eine Weile, was überhaupt das tolle an Prominentenbegegnungen sein soll, denn meist tut sich bei mir da gar nichts - die sehen meist aus wie im Fernsehen und benehmen sich ganz normal. Die Begegnung bringt mir meist keinerlei neuen Erkennnisse über denjenigen außer der nicht allzu verblüffenden, daß er 'halt auch ein Mensch ist'. Super. Hätte man ja nicht vermutet. Aber es stimmt, die Tatsache, daß ICH einen Bekannten erblicke, den ich ohne weiteres 'Wie geht's denn so?' fragen könnte, während ER einen völlig Unbekannten erblickt, ist etwas Besonderes.
*zieht sich zu weiteren Beratungen mit sich selbst zurück*
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Bin zwar keine Berühmtheit, komme aber berufsmäßig in Kontakt mit sehr vielen Menschen, denen ich regelmäßig auch (in dieser kleinen Stadt unausweichlich und täglich ein bis zweimal) immer wieder begegne. Ich kenne sie meist nicht, aber daran, dass sie mir einen lächelnden wissenden Blick zuwerfen, bemerke ich, dass sie mich kennen. Für einen echten Promi muss es wohl ähnlich und in tausendfacher Verstärkung und noch dazu überall so sein. Sogar fast schon so, dass es sie irritiert, wenn man sie nicht erkennt...
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Danke, ihr Lieben,
dass ihr diesen Strang hochgeholt habt, bei mir war er aus dem 10- Tage-Filter rausgerutscht und ich hätte diese Begegnung nicht misssen wollen.
Liebe lacoste, was für eine Schilderung einer Begegnung im dunstigen Morgenlicht,
der Mann der die Welt gerettet hat und eine soeben aus dem warmen Bett in die Kälte Geworfene blicken sich an einem See in Münster nur einen kurzen Moment lang in die Augen und alles, wirklich alles, was je in diesem Berühmtheiten-Forum gesagt und gedacht worden ist und noch gesagt werden wird, liegt in diesem einen Blick.
Ein ganzer Dostojewski-Roman in einem Augen-Blick.
Im übrigen denke ich auch, dass Bob Dylan überbewertet wird.
Erwartungsvoll
Josch
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Ohne die Würde der von der werten Kollegin geschilderten Begegnung schmälern zu wollen, möchte ich doch erzählen, wie ich Michail Gorbatschow einmal im Pissoir begegnete. Es trug sich 1998 oder 1997 während der Popkomm zu, einer bunt gefiederten, schrillen, überflüssigen Musikmesse in Köln. Überall staksten Girlies auf Plateusohlen, junge Männer mit gelb gefärbten Sonnenbrillen und Umhängetaschen aus Lastwagenplanen, Techno wummerte, Rock rockte, und ölbezopfte Plattenmanager traten sich gegenseitig auf die Füße. Am Eingang rauschte eine schwarze Limusine an, rauschte Michail Gorbatschow nebst Entourage an mir vorbei - VIVA-Chef Dieter Gorny hatte wohl ihm auf die Veranstaltung gelockt, weil er, der Gorbatschow, sich irgendwie fürs 'Grüne Kreuz' engagierte und sich von der Musikindustrie irgendeine Unterstützung versprach, genau weiß ich's nicht mehr. Um es abzukürzen: Später stand ich vor den weißen Kacheln des Männerklos und betrieb mein Geschäft, als jäh die Tür aufschwang und zwei muskulöse Anzugträger hereinspazierten, die so gar nicht nach hipper Plattenindustrie aussehen mochten. Sie stellten sich vor ihre Pissbecken. Warteten, ohne sich die Hosen aufzuknöpfen. Und dann kam Gorbatschow, vermied meinen Blick, wie es unter heterosexuellen Männern in öffentlichen Toiletten üblich ist, stellte sich ans Becken zwischen seinen beiden Leibwächtern, nestelte kurz an der Hose - und erleichterte sich. Ich weiß noch, dass es sehr still war. Dumpf hämmerten die Bässe aus der benachbarten Halle, aber hier war nur dieses typische Plätschern zu hören. Unser Plätschern. Schließlich waren wir ja an einem Ort, den - neben dem Kaiser - auch der ehemalige Vorsitzende des Politbüros und der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zu Fuß aufsuchen muss. Ich fand das keineswegs beruhigend, im Gegenteil übermannte mich ein ungefähres Mitleid. Der Zauber verflog, als zwei weitere Herren die Herrentoilette betraten. Ich drückte die Spülung und ging, ohne ein Grußwort an den beschäftigten Mann mit Schwamm zu richten. Geglaubt hat mir die Geschichte bisher niemand. Vielleicht hätte ich mir ein Autogramm geben lassen sollen, schließlich war's ja eine Pop-Veranstaltung.
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Wir glauben dir bedingungslos, Arno Frank. Herzlich willkommen. Du bist zu Hause. Na, na, ist ja alles gut jetzt.
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Na endlich! Arno - The Redeemer! Ich dachte schon, die Pinkelgeschichten wären in diesem Forum endgültig ausgestorben!
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Gibt es eigentlich irgendeine ausgleichende Gerechtigkeit dafür, dass Frauen niemals Pinkelgeschichten mit Prominenten erleben? Das Groupietum fällt ja laut Hausordnung flach. Tröstet mich, anwesende Prominentenerkennerinnen, teilt mir mit, wodurch wir für diesen Ausfall entschädigt werden.
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Ohne meine Freude über das unerwartete Auftauchen des werten Kollegen Arno Frank in diesem Forum verstecken zu wollen, muss ich ihn leider direkt für seinen zweiten Beitrag eine Abmahnung erteilen, weil er meine schöne Gorbatschow-Geschichte vollgepinkelt hat.
Trotzdem: Hurraaahhhh!!!!! Arno macht mit!!!
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Ah, jetzt, allmählich beginne ich den Sog zu spüren, mit dem dieses Forum die Forumisten auf- und einsaugt, wie ich mich daheim fühle, verstanden, in freundlicher Runde herzlich aufgenommen. Hier bleibe ich. Aber wieso 'Redeemer'? Babelfish übersetzt das mit 'Zurückkäufer', und was kaufe ich zurück? Aber versprochen, keine Pinkelgeschichten mehr - ich war mit den Umgangsformen hier vor Ort noch nicht vertraut.
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