'Angst essen Seele auf'... Das war doch auch so ein Filmtitel, ja?. Nicht von Polanski, nehm' ich an. Vom wem dann? Fassbinder? Kroetz? Ruzowitzky?
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'Angst essen Seele auf'... Das war doch auch so ein Filmtitel, ja?. Nicht von Polanski, nehm' ich an. Vom wem dann? Fassbinder? Kroetz? Ruzowitzky?
S`war der Fassbinder.
Ich habe den Kontakt zu Polanski verloren, mehr oder minder. Dabei mochte/mag ich ihn sehr. Ich bin traurig.
Er ist den Sommer über oft auf Ibiza und schlurft mit Plastiktüten voll Dosenbier über die Insel. Eine Freundin von mir sieht ihn da gelegentlich.
(Beitrag wurde von Poser Rosenberg am 20.03.2001 um 20:34 Uhr bearbeitet.)
und, herr poser, wo bleibt die freundin, die hier was erzaehlt? oder zumindest ihr mittelbarer bericht, nachdem sie die freundin ausgequetscht haben? na?
sie als urlologe sind ja gebuebt, schwierige umstaende durch gespraeche aufzulockern, oder?
der hausmeister
Lieber Hausmeister, der mittelbare Bericht geht so: die Mutter der Freundin hat auf der Disco-Insel ein Haus ('Finca'), wo sie von der Tochter dann und wann besucht wird. Bei einem dieser Aufenthalte sah die Tochter zufällig Roman Polanski auf dem Rückweg vom Dorfkaufladen, wo er sich mit Bier bevorratet hatte. Außerdem soll er ganz aufgedunsen sein. Es ist eigentlich genau so, wie ich's oben schon beschrieben habe und wirklich nicht so furchtbar aufregend - aber wenn man mich drängt...
(Beitrag wurde von Poser Rosenberg am 21.03.2001 um 18:41 Uhr bearbeitet.)
bier welcher sorte?
dose oder flasche?
bermudashorts oder dezentes beinkleid?
alles muss man ihnen aus dem urogenitaltrakt ziehen!
der hausm.
Ich habe doch oben schon erwähnt, daß es sich um Dosenbier handelte. Aber wir haben ja - ahaha! - 'Zeit', was?
PS: Über Hosen ist mir nichts bekannt.
(Beitrag wurde von Poser Rosenberg am 22.03.2001 um 18:29 Uhr bearbeitet.)
brb053 ku 4 lbn 077 über dpa vom 26.03.01 13:20:11
Film/
Polanski beendete Dreharbeiten in Babelsberg
Potsdam (dpa/bb) - Der Regisseur Roman Polanski hat die Dreharbeiten für
seinen neuen Film 'Der Pianist' in Potsdam- Babelsberg beendet. Von Anfang
April an werde der 67-jährige Regisseur mit seinem Team in Warschau
weiterdrehen, teilte der Koproduzent Studio Babelsberg am Montag mit. Der 70
Millionen Mark teure Streifen schildert die authentische Geschichte eines
polnisch- jüdischen Pianisten, der das Warschauer Getto überlebte. Als Vorlage
diente die Autobiografie des Komponisten Wladyslaw Szpilman.
Gerade ist Merkwürdiges passiert. Die Besitzerin von Polanski, dem Hund, rief an. Ich saß, wie oft, hingerissen bis gelangweilt, spätnächtens vor dem Schirm und blätterte in diesen Seiten. Die Besitzerin, eine Frau namens A., die ich aus mir selbst nicht geheuren Beweggründen gerne mag, ja eventuell mehr als das, meldete sich aus einem italienischen Lokal in Wien. Sie hatte das länger nicht getan, sich gemeldet nämlich (ob aus italienischen Lokalen oder von sonstwo, tut nichts zur Sache), telefonisch zumindest, unser Verhältnis ist z.Z. ein wenig angespannt. Sie sprach auf mich ein, sprudelnd, wie das ihre Art ist, wenn sie ein wenig getrunken hat. Im Hintergrund hörte ich Paolo Conte aus der Jukebox dröhnen. Der Inhalt unseres Gesprächs mäanderte mehr oder minder zwischen den ewigen Eckpunkten des menschlichen Daseins, inkl. der Erwähnung der Namen Ben Becker (meinerseits) und Leander Haussmann (ihrerseits). Worum es genau ging und welchen Stellenwert man diesem nächtlichen Dialog beimessen kan, sei dahingestellt. Immerhin kam es zu einer Einladung zum Kaffee, die ich mit einer Gegeneinladung zu meinem Lieblingsitaliener in Hamburg (dem Cuneo in der Davidstrasse) konterte. A. darauf, ohne hörbare Pause: sie würde kommen. Versprochen. Ja, versprochen. Damit war alles gesagt. Ich setzte, weil mir das jetzt schön und passend und dramaturgisch angebracht schien, ein 'Schlaf' gut' als Punkt, hatte also vor, das nunmehr zart (aber nicht unschön) in Pathetische kippende spätnächtliche Geflüster zu beenden, wollte aber Paolo Conte noch bis zur letzten Neige auskosten und nicht gleich auflegen. Seltsamerweise wurde das Gespräch auf der anderen Seite auch nicht sofort gekappt; die Verbindung blieb bestehen. Ich hörte den Begleiter von A., wohl ihren neuen Freund, sagen 'Und? Aussprache beendet?', bevor wieder ein italienischer Schmachtfetzen anhob und jede weitere Konversation, deren unfreiwilliger Zeuge ich zu werden drohte, nein: paparazziroutiniert zu werden hoffte, zu Bruchstücken und unverständlichen Akustik-Puzzlesteinen zerriß. Ich preßte das Telefon fast schmerzhaft ans Ohr und hoffte, Peeping Tom was my brother, weiter akustisch am aufregenden Leben von A. teilhaben zu können, live und leibhaftig. Doch die Technik spielte nicht mit. Allein: die Atmosphärik dieser nächtlichen Melodie war von seltener Intensität, da kommt kein Brian Eno mit, kein Jon Hassell, kein Arvo Pärt, kein David Sylvian. Ein Krächzen, Rauschen, Rattern, konterkariert von Italo-Dröhnen und Spurenelementen bekannter Stimmen. Dazu gesellte sich ein leises Vor-sich-hin-Pfeifen meinerseits, dachte ich doch an den Irrtum, dem der Freund von A. aufgesessen war, beziehungsweise an die feine, nicht unraffinierte, auch nicht gänzlich unarglistige, meiner Gefühlslage nach erst recht nicht uncharmante Täuschung, die A. hier offensichtlich inszeniert hatte. Aussprache? Beendet? Davon konnte ja keine Rede sein. Mein Telefon hatte geklingelt, nicht ihres. Und eine Aussprache, meine Damen und Herrschaften, die ich euch so ungeniert an meinen intimsten Lebensdetails teilhaben lasse!, die ist nunmal ganz anders beschaffen. Wer zur Hölle braucht soetwas überhaupt, eine Aussprache? Ich nicht. A. nicht (in contradictio zur Realität der letzten Tage, aber ich behaupte das jetzt mal so). Das war also der Stand der Dinge, und die Dinge waren, wie sie sich darstellten, mir nicht unrecht. Minuten mußten vergangen sein, Stunden? Das Ohr tat ein wenig weh, ein süßer Schmerz. Ich hörte rhythmisches Gepolter aus dem Telefon, offenbar hatte man sich aus dem italienischen Lokal entfernt. Dann das Bellen eines Hundes, ganz im Hintergrund - Polanski..? Hier nun brach das Gespräch, das lange schon keines mehr war (sondern eine absurde Pointe, eine läßliche Sünde, eine Andeutung der Zukunft), ab. Die Verbindung nicht, wie anzunehmen ist.
Herr Groebchen,
Sie sind hier in diesen Kreisen aus mir unbekannten Gründen ja nicht übermäßig gut beleumundet, aber dieses, nun ja, in der Tat recht intensive akustische Kleinod gefällt mir ausnehmend gut. Ähnliche Szenen kannte man bis dato ja eher aus US-amerikanischen bzw. den beliebten Edgar-Wallace-Filmen der 60er, und dort werden am entgegengesetzten Ende der Verbindung dann stets Menschen gemeuchelt. Wieviel schöner ist doch Ihr charmantes Oeuvre - eine gelungene Mischung aus romantischen Implikationen, psychologischen Feinheiten und Hunden.
Würden sie so freundlich sein, und uns Gierenden den Fortgang dieser Skizze aus dem Leben von Spätwachbleibern angedeihen lassen?
Fragt
Pomito
Liebe Neulinge!
Das, was da eben W.Gröbchen gemacht hat, das ist ein okayes Hochwuchten. Anlass da, Spannung und Stil vorhanden, kein eigener Strang.
Gröbchen will sich hier wieder beliebt machen. So siehts aus.