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Ich biete an:
Ein riesiges rotes herzförmiges Kissen.
Wenn ich das erste mal zu einer Frau nach Hause komme und da sitzt ein grüner Stoffrosch auf dem Bett, oder die Tigerente steht im Regal dann ist schon wieder Feierabend. Das kann dann schon gar nichts mehr werden.
Ich finde nämlich - und da mache ich mich jetzt sicher bei vielen auch hier anwesenden unbeliebt - dass die Tigerente eigentlich das Gleiche darstellt, wie die Diddl-Maus. Nur auf scheinbar höherem Niveau.
Wenn ich so drüber nachdenke, gibt es eigentlich nichts, was so schlimm ist, wie die Diddl-Maus. Der Vergleich ist gemein - Tut mir leid!
Aber leiden kann ich die Tigermaus deswegen trotzdem nicht!
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Gruss aus Hamburg
M.
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Und dann gibt es noch die eigentlich-gar-nicht-so-schlimmen Geschenke, über die man gelacht hat, als man sie bekommen hat, und die sich dann in der Wohnung zu kleinen Bergen türmen. Wegwerfen mag man die natürlich erst recht nicht, denn der Schenker liegt einem ja nicht nur am Herzen, sondern hat auch noch sowas wie Geschmack bewiesen beim Schenken. Und dann trotzdem: wohin damit?
Zufällig trifft es sich so, dass eine meiner Hauptquellen solcher Geschenke unter uns weilt. Ja, genau, Du. Erröte. Wenn ich mal eben aufzählen darf: Eine Zahnbürste, mit der man die Zähne innen und außen gleichzeitig putzen kann. Ein Stück grüne, durchsichtige Seife, einen Plastikdinosaurier enthaltend. Ein Stacheldrahthalsband aus schwarzem Gummi. Ein giftiggrünes und ein giftigrosanes Armband mit Prilblume. Ein Stoffhund mit zwei Köpfen. Hellgrüner Zehennagellack. Eine sprechende Voodoopuppe. Schwarzgrüne 'Face and Hand Two Tone Camouflage Cream'. Nachtleuchtendes Haargel. Ein Monogrammstempel, der nicht zu meinem Namen passt. Ein schottischer Wanderstockzierbeschlag. Und die Fingerfarben aus Seife, von denen man gleichzeitig dreckig und sauber wird, waren die nicht auch von Dir? Hm?
Nicht nur vom schlechten Gewissen der Beschenkten soll hier gesprochen werden, sondern auch die Täter und besonders Täterinnen können ruhig mal in sich gehen.
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Und was ist mit Makrameeblumenampeln? Leidensgenossinen! Bedenkt doch! Wie rasch ist man gefährlich am Abgrund des Auftragskillerbenötigens angelangt! Erbarmst du dich meiner Diddltasse, so erlöse ich dein Salzteigschild. Ich hatte früher eine humanere Methode. Ich wettete in einer Sache, der ich mir bombensicher war. Wenn ich gewann, mußte der Verlierer einen peinlichen Gegenstand mitnehmen und schwören, ihn gut zu behandeln.
Und Muttertagstörtchen, das sind kleine Schokotorten in Herzform, auf denen drauf steht, und zwar in Marzipan und auch von Marzipanröschen umrahmt: Der lb. Mutter.
Das lieb ist meistens abgekürzt. Abgekürzt in Marzipan. Und jedes Jahr zwinge ich Kind und Kindsvater, mir ein solches Teil zu schenken am Muttertag und dann wird ein Foto gemacht mit mir im Morgenrock und ungekämmt, das stetig wachsende Kind auf dem Schoß und auf dem Tisch das Muttertagsherz. Gerne würde ich eines der Bilder hier einscannen, aber ich kann das nicht.Inzwischen ist das Kind schon riesig und erdrückt mich wahrscheinlich dieses Jahr, beim anstehenden Foto. Wichtig beim Muttertagsgeschenk ist: es muß erzwungen sein. Erst heute habe ich dem Sohn wieder die Hölle heiß gemacht, denn man muß beizeiten damit anfangen, 'wage es nicht', habe ich gesagt, 'am heiligen Muttertag hier anzukommen, ohne die notwendigen Insignien dabeizuhaben'. Und habe ausführlich gedroht.
So ist das mit dem Muttertag.
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Das grosse Dilemma bei ungeliebten Geschenken ist ja, dass man sie immer aufheben muss, weil, es könnte ja mal der Schenker vorbeikommen, und fragen, wo denn sein Soundso sei,aber sowas ist, glaub ich noch nie passiert,das Fragen, aber es KÖNNTE ja sein,zumindest ein 'unauffälliger' suchender Blick, mein Freund Thomas hat mir mal einen ca 5 Kilo schweren Saxophon blasenden Gipsbillclinton geschenkt, ganz klar ein ironisches Verlegenheitsgeschenk, denn der Mann hat normalerweise Geschmack, dass Vieh hab ich irgendwann aus dem Fenster geschmissen, (nachdem es ein Jahr hinter einem Blumentopf versteckt stand), vierter Stock, ich mach das immer wieder, natürlich nicht tagsüber (siehe auch Kiefer Sutherland Strang irgendwo unten, ich habe Atome von Kiefer Sutherland aus dem Fenster geschmissen), herrlich der Anblick des zerschellenden Objekts. Leider hat er dann mal danach bei einem Besuch danach gefragt, und als ich rumdruckste, gemeint, dass er es verstünde, wenn ichs weggeworfen hätte, aber ich konnte es ihm nicht gestehen, ich hab gelogen, dass ich sie einer Filmproduktion geliehen hätte.
Schlimm auch, die Makrameeeule von meiner Mutter, die liegt wohl noch auf dem Dachboden in Hamburg, Erichstrasse 2, und dieser Tonmönch, dem, wenn man ihm auf den Kopf drückt, ein dicker Penis aus der Kutte schnellt, von meinem portugiesischen Freund Zeto, den hab ich meiner stockholmer Freundin Cattis geschenkt, einmal wär Zeto fast auch in Stockholm aufgetaucht, als ich grad da war. Wie ihr sagen, dass sie das ungeliebte Geschenk, das sie das ganze Jahr über irgendwo am Dachboden verbarg, und mir zu Liebe wieder damit die Kommode 'behübschte', jetzt plötzlich wieder verstecken soll. Doppelte Schwulität.
PS als ich diesen Beitrag schrieb, hab ich noch nicht die Vorgängerinnen gelesen, deswegen einige Parallelitäten, verzeiht, Gemeinde!
(Beitrag wurde von Tex Rubinowitz am 12.04.2001 um 00:42 Uhr bearbeitet.)
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*erröt*
Sag aber nicht, du hast die Schneekugel mit dem Delphin weggeworfen!
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wird da von euch nicht ein wichter teil des geschenkhorrors übersehen?
ja klar, diddlmäuse sind auf äonen zu hassen, clinstonfigurinen zu staub zu zermahlen und günterkastenfrösche sofort zu verstecken. tjaaa, das sind ja auch die EINDEUTIGEN fälle!
was aber tun mit dem 'hübschen' schreibset, den unmotiviert rotkarierten geschirrtüchern, freundlichen ratgebebüchern etc., welche sich vehement dagegen sperren schnellverurteilt zu werden. jeden tag aufs neue bleibt der blick an ihnen kleben, lehrstücke der entscheidungspsychologie schreibend sinnieren und ringen wir. hach wie wünschen wir nun sehnsüchtig die salzteigkunst herbei. ex und hopp, völlig klar! zwar anonym vielleicht 8) aber glasklar.
gerade in diesem belange wäre mir euer umgang damit hochinteressant, umfasst doch diese grauzone von nicht-fisch-nicht-fleisch-dingen zahlreiche aspekte humaner existenz: ist der club/die hose/die eissorte/die cd jetzt richtig verabscheuungswürdig unästhetisch brechreizerregend schämenswert oder nur so kurz davor und eigentlich ganz passabel oder zumindest so lala.
nichtsdestotrotz freue ich mich in diesem strang so viele wackere diddl-hassende entdeckt zu haben.
ps: wie haltet ihr es eigentlich mit 'der maus' (orange +elefant) ich würde mir zwar keine federtaschen, handtücher oder ähnliches schenken lassen, ansonsten finde ich sie aber total gut, schalte nicht um wenn sie mir im tv begegnet, und beim rosenmontagszug habe ich auch ganz laut armin-armin gerufen als der wdr vorbeifuhr. ich hoffe der beitrag wird wegen der maus jetzt nicht plötzlich ins 80er-forum verschoben.
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... personalpolitik ist die kunst, mitarbeiter so schnell über den tisch zu ziehen, dass sie die reibungshitze als nestwärme empfinden. by spiesser alfons
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Ich habe auch nichts gegen Maus und Elefant, aber bitte nicht auf irgendwelchen Gegenständen drauf, oder noch schlimmer, auf Kleidungsstücken. Hemden mit Bildern oder Inschriften drauf sind hassenswert.Dann gibt es noch eine andere Kategorie von empörenden Geschenken, die mich still ergrimmen. Es ist diese Sorte von Geschenk, wo der Schenkende glaubt, zwei Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen; er wird ein ihm lästig gewordenes Teil los, und erwirbt zugleich das zufriedenstellende Gefühl, eine gute Tat vollbracht zu haben, da es dem armen Schlucker an den man es los wird,noch nützlich sein könnte. Da bieten sich dann wehrlose Menschen an, die nicht nein sagen können, ich zum Beispiel.Der Schenkende hat nun doppelten Gewinn und ich kann sehen, wohin mit dem Krempel und muß auch noch Freude und Dankbarkeit heucheln.Das erbost mich am meisten.
Inzwischen habe ich gelernt, Nein Danke zu sagen, aber ich muß sehr kämpfen.
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ich sehe mich schon mit ausgeschlagenen zaehnen im büro des local diddl-dealers liegen, denn ich hab sie nicht nur dort gesehen, sondern besagte filiale gehoert auch zu denen, die ich bald als bezirksfilialleiterin leiten werde (meine schuld haeuft sich). diese frau weiss, wo sie mich finden kann!
die herzkissen gibt es bei uns auch zu kaufen...ich schaeme mich so, aber ich war jung und ich brauchte das geld!
aber trotzdem: liebste kathrin passig, ich tausche ihre ungeliebten besitztuemer (bis auf die zahnbuerste) gegen irgendetwas. mein angebot ist eine grosse flasche mit dramatically different moisturizing lotion, eine mit muscheln beklebte schatulle und meine scharfen pinken pantoletten mit den bunten hologramm-blumen drauf. ich lege auch alle von meinen ex-freunden geschenkten lippenstifte (falls sie mal das gewerbe wechseln wollen) drauf.
ach ja: meine mutter hat mir mal ein t-shirt mit pailetten-motiven (schriftzug kiss kiss und kussmuender) geschenkt. gehaessige freundinnen drohen damit, mich darin zu beerdigen.
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Meine Eltern waren in New York, und ich habe ein graues T-Shirt mit dem 80er-Jahre-Schriftzug 'New York' bekommen. Die Schrift besteht aus dem gleichen Material wie die Bremspfötchen auf der Unterseite von Bremssocken für Kinder. Ich kann es nicht tragen und ich kann es nicht wegwerfen, schon beim Gedanken wird mir ganz weinerlich zumute. Elterngeschenke sind am schlimmsten von allen.
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Endlich Gleichgesinnte! Klamotten mit aufgedruckten Bildchen oder gar Applikationen, Pailletten, Stickerei oder Federschmuck sind einfach horrend. Und natürlich wurden mir diese auch schon freudestrahlend überreicht, aber inzwischen habe ich mich ihrer aller entledigt. Nach der üblichen Scham- und Lagerfrist natürlich.
Außerdem habe ich inzwischen den optimalen Entsorgungsweg gefunden. Beim Auktionshaus 'ebay.de' wird man alles los und kriegt sogar noch Geld dafür. Und man kann sich einreden, dass derjenige, der für das Teil bietet, es auch wirklich haben will. Ob er es dann behält, verkauft oder guten Freunden schenkt, ist ja dann sein Problem.
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Bei mir sind Eltern-Geschenke eigentlich immer prima. Muttern bringt immer wieder ein Pfund Kaffee mit, und Zigaretten. Da kann man nicht meckern. Dafür habe ich einen Bruder, der manchmal Schenkanwandlungen hat, die mich zweifeln lassen, ob auch nur ein einziges Gen bei uns beiden identisch ist. Wenn er gut drauf ist, schenkt er einem irgendwas Superpraktisches z.B. für die Küche, sodaß man gleich nach dem Auspacken aufspringt und nach etwas sucht, was man mit dem neuen Geschenk malträtieren kann. Wenn er schlecht drauf ist, wird es dramatisch. Ich glaube, meine Darstellung eines Dankes für den Kalender: 'Die besten Klowitze' kann geflissentlich als eine der schlechtesten dramatischen Leistungen der letzten Jahre angesehen werden.
Und meine Schwester keift auch noch in schöner Regelmäßigkeit über das Trockenblumenkörbchen, welches mein Bruder ihr vor ca. zehn Jahren mal geschenkt hat.
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jetzt fällt mir noch das in gips gegossene handbemalte osterhasenrelief ein welches meine total liebe nichte mir mal schenkte. was soll man damit machen??? das wegzuwerfen käme ja messerattacken in rücken gleich. ich habe es schliesslich verschämt in einem schränkchen platziert, wo es bei einem umzug zu bruch ging. *schlechtesgewissenhab*
ausserdem ist da noch der laubgesägte fliegenpilz von meinem neffen, AUCH handbemalt. ich denke ich werde mal einen 'karton der peinlichkeiten' anlegen, beschriftet mit herzchen und sternchen.
richtig schwierig finde ich auch geschenke von ex-freundinnen. manchmal echt schöne sachen, die sich aber zu zeiten als grübeleiverursacher oder gar wundensalzstreuer hervortun. ich tu jetzt alles in den karton!
am stil gefeilt, muss noch üben
(Beitrag wurde von cologneobserver am 12.04.2001 um 17:33 Uhr bearbeitet.)