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Na so etwas, verehrteste Damen. Da dachte ich noch heute morgen, wie schön wäre es, wieder einmal ein Bildchen ins Forum zu stellen, und schon heute Abend kommt mir Frau Elle Ottos Wunsch vor die Augen, der mir natürlich sofort Befehl ist. Hat man zwar die bescheide Celin-Ode ignoriert, hier ein zweiter Versuch, das Bild eines prächtigen Mannes mit einem kleinen Verslein zu zieren.
http://www.arabesques.com/trenet/images/deL.jpg
Der Blick wie ein Reh,
die Stimme Gelee,
das war - Charles Trenet.
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Lieber Jürgen, wahrhaftig ich muß um Ablaß für meine Sünden nachsuchen. Nicht daß ich dein Gedicht zu Celin nicht bemerkt hätte, jedoch vergaß zumindest ich, es zu würdigen.
Dies unverdiente Schicksal soll nun diesem neuen Reim erspart sein. Verbunden mit der Aufforderung, in Dichtung und Wahrheit und Bebilderung nimmer zu ermüden, möchte ich nicht säumen, als erster zu erlesener Reimkunst zu gratulieren. Daß der Herr Trenet,
und ich vermute einmal, es handelt sich bei ihm um den Herrn im Vordergrund, das ebender gradeso dreinschaut wie sintemalen mein eigner Vatter in jenen Tagen, dies stimmt mich bekennerisch.Und froh.
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Herr Broemmer ist ein Held der Lyrik, von mir ebenfalls wahrgenommen, aber nicht besungen. Dies sei hiermit nachgeholt. Aus tiefstem Herzen: Lob.
Die hochgeschätzte Frau Otto, die der hohen Tonkunst mächtig ist, könnte möglicherweise ein paar Verse vertonen. Ein singender Strang sozusagen, das wäre doch phantastisch.
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Dann will ich mich als Schweigendmeistnurleser auch mal zu Worte rülpsen- mit dem Text von La Mer und einem etwas aktuelleren Photo du fou chantant. Ihr mögt es mir verzeihen.
http://a1692.g.akamai.net/f/1692/204...oss/Trenet.jpg
La mer
Qu'on voit danser le long des golfes clairs
A des reflets d'argent
La mer
Des reflets changeants
Sous la pluie
La mer
Au ciel d'été confond
Ses blancs moutons
Avec les anges si purs,
La mer bergre d'azur
Infinie
Voyez
Prs des étangs
Ces grands roseaux mouillés
Voyez
Ces oiseaux blancs
Et ces maisons rouillées
La mer
Les a bercés
Le long des golfes clairs
Et d'une chanson d'amour
La mer
A bercé mon cþur pour la vie.
© Editions Raoul Breton, 1945.
Mit Grüßelchens an Hermes. :-)
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Verblüffend ist die gleiche Armhaltung, wenn auch auf dem früheren Photo einen Hauch dynamischer. Was Wunder.
Schön fände ich, wenn man im Liedtext alle aufsteigenden Quarten markieren könnte.
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Ei, so ein feiner Nachruf ist da herangewachsen! Aber das Toenedanebensetzen, liebe Frau Wuggi, gehoert zu meiner Kindheit; neben einer Auftragsode an den Spreewald komponierte ich da taeglich Maersche und Tangos fuer ein loyales Publikum.
Ersatzweise habe ich ein schoenes Lied von den Tigerlillies gefunden, ãPretty Soonä, das gleich zwei aufsteigende reine Quarten in der Gesangslinie aufweisen kann:
http://www.izm.ru/tl/sound/pretty.ram
(Beitrag wurde von elle otto am 20.02.2001 um 23:09 Uhr bearbeitet.)
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Ich pack' dann mal noch das Posting aus meinem unscheinbaren Forum dazu.. gestehend, dass ich seit gestern fast nur Trenet höre, wobei Cabrel.. aber lassen wir das:
Er war der französische Sinatra mit einer unheimlich vollen Stimme.. bis zum Schluss.
Etwas Swing, etwas Ragtime, etwas typisch französischer Schmalz wie bei Aznavour..
Als ich 1976 das erste Mal für lange Zeit in Frankreich weilte, bekam ich 'La mer' in der Nähe von Bordeaux (St. Palais) auf einem uralten Klavier vierhändig beigebracht. Ziemlich schief, aber es hat die Erinnerung geprägt.. mit Blick vom Klavier aufs Meer vorm Haus.
Werde ich nie vergessen.
Romantik pur für ein Mädchenherz.. bis heute.;-)
Das war auch das Jahr, als ich am 14. Juli spätabends nach den ganzen Feuerwerken anlässlich des Nationalfeiertages Jaques Tati's 'Mon oncle' und 'Les vacances de Monsieur Hulot' erstmals open air sah.. hach ja..
(Beitrag wurde von Jeze am 20.02.2001 um 23:22 Uhr bearbeitet.)
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Hochverehrte Frau Otto, ich bin ganz sprachlos vor Bewunderung. Tatsächlich kommt Musik aus dem Strang. Noch dazu eine schöne, melancholische, die der Trauer über das Ableben Charles Trenets gerecht wird. Ein Spreewälder Marsch wäre sicher unpassend gewesen (wobei mich natürlich die Neugier plagt).
Soll ich doch noch einen VHS-Kurs machen? Ich kann nur tippen, aber geht es um Photos oder Musik, bin ich nach wie vor ahnungslos wie ein neugeborenes Kind und ohne den Hausmeister hilflos. Aber das gehört wirklich nicht hierher.
Im Nachruf der SZ stehen heute so erstaunliche Sätze wie:
'Wahr ist, dass Charles Trenet seinen Landsleuten, die Glücksempfindungen kommunizierte, die sie selbst an sich so mögen. Es ist ein nationalpsychologischer Rückkopplungsprozess, der wie Champagner zu reinem Übermut aufschäumt.'
Cabrel ist auch schön, Herr Jeze, aber ein Trenet ist er nicht. Zu wenig 'légreté'. Finde ich.
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Einspruch, Euer Schreibwürden!-)
Oder besser: Kommt drauf an- bei Cabrel.
Ein bisschen Melancholie muss eben auch manchmal sein, wobei die alten Platten durchaus leger zu nennen sind.
Wortspiele wie Noceur-No Sir sind es zusätzlich zur französischen Form des Blues, die ihn so hörenswert machen.
Doch zurück zu Trenet.
Der Nachruf in Le Monde hat mir weitaus besser gefallen als der der SZ: http://www.lemonde.fr/article/0,5987...48978-,00.html
Bonjour tristesse!-)
(Beitrag wurde von Jeze am 21.02.2001 um 11:30 Uhr bearbeitet.)
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'Le monde' ist viel besser, aber auch viel länger.
Keine Widerworte mehr zu Cabrel meinerseits, ich gebe mich geschlagen. Wenn wir uns darauf einigen, daß Jacques Brel der Größte ist.
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Hast Du da nicht die Piaf vergessen, um den Spatz von Paris aussen vor zu lassen?-)
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Die ist ja kein Mann. Sie steht selbstverständlich neben Brel.