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Auf einer kunstausstellung hörte ich "nicht schon wieder diese aufgeblasene gattin" sagen und drehte mich um: auf einem altar mit erstaunlich viel luft herum stand ein etwas, das an einen eingesackten phallus erinnerte, der nicht mehr wusste, wo skrotum aufhört und der rest beginnt, eklig klein zu hohe säule und ein glaskasten wie um die pieta.
Von marisa merz
Derweil machten sie und mario urlaub, anfangs soll ihr kunstsinniger wirt ja noch begeistert gewesen sein, dann kam ihm sein dienst würdelos vor, denn die künstler waren schwierige gäste.
Die geste, die ich mitbekam, sah ich nur aus den augenwinkeln, denn ich hatte von den beiden unzufriedenen nichts anziehendes gehört: eine große hand, die geübt in einen feigenbaum greift und sie im selben schwung geöffnet mit einer großen feige dem künstler darbietet in erwartung er würde freudig überrascht zugreifen. Der aber machte nur eine angewiderte handbewegung und drehte sich weg. Der wirt aß die feige selber
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Frau battisti, ich glaube, ich habe Sie durchschaut! Ansatzweise, nur ansatzweise sind mir die madonnenhaften Schnörkel ihrer Denkweise vertraut. Und so setzen sie elegant zum Parallelschwung an über die Forumspiste. Ein Paar Skier gegen ein Paar Künstler, ein Paar Wirte - oder ist es derselbe? Ich liebe ja Zwillingsobjekte, wußten Sie das? Warum, weiß ich auch nicht, und ich weiß auch nicht, ob Mario Merz welche macht.
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ignaz, santo cielo, s.ignazio ist meine lieblingskirche, wusstest du das?
ich fürchte du hast es geahnt.
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Hm, da müßte ich wohl mal 'Roma Barocca' von Paolo Portoghesi rausholen, ist alles schon so lange her... Jetzt kann ich diese Kirchen nicht mehr alle zuordnen. Damals hab ich sie alle abgeklappert, mit dem Buch in der Hand. Und den Autor hab ich dann an der spanischen Treppe getroffen, mit einem Gipsarm.
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s ignzazio ist die kirche, der gegenüber im gleichen design eine carabinieri station ist, es war übrigens der gleiche wirt, wir brauchen ja eine klammer, er hat ein dickes buch mit fotos all seiner prominenten, ich seh dich auf der spanischen treppe
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Stimmt sehr hübsch, die Kirche des heiligen Ignaz, und daß der Platz davor so interessant ist, den Kircheninnenraum im Freien fortsetzt und so raffiniert mehrere überlagerte Ovale in den Stadtraum schneidet, das wußte ich nicht mehr. Das trieben die Jesuiten also, während in Hannover kleine protestantische Welfen erzogen wurden.
Eine Farbspirale der Uni Stuttgart dürfte dort allerdings überflüssig sein:
http://www.kunst.uni-stuttgart.de/ar...es/wagner.html
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Hier noch die Fassade, falls es jemanden interessiert:
http://www.roma2000.it/ignazio.htmll
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Schön auch die Zwillingskirchen an der Piazza del popolo:
http://wings.buffalo.edu/AandL/Maece.../ac780630.html
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Ach, und hier sind ja beide Jesuitenkirchen sogar auf einer Seite:
http://wings.buffalo.edu/AandL/Maece.../ac780630.html
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Was ja nicht verblüfft, ist, daß maries Lieblingskirche 'the biggest joke in Rome' enthält (siehe obigen link)), also die komplett vorgetäuschte Kuppel über dem Altar von Andrea Pozzo. Hätte ich mal hingehen sollen.
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Ich liebe diese Täuschungen! In der hiesigen Jesuitenkirche (schon wieder Ignaz!) gibt es eine Kuppel die ist so gebaut als ob sie gemalt wäre. Und das in einem Tonnengewölbe! Wenn man den idealen Perspektivpunkt verlässt ist sie wieder so gemalt als wenn sie krumm gebaut wäre. Wie geht das?
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Also eigentlich in diesem.
Gut, daß man nichts besseres zu tun hat.