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		<title>Wir hoeflichen Paparazzi</title>
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		<description>Ein Forum voller Geschichten</description>
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			<title>Wir hoeflichen Paparazzi</title>
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			<title>17 Uhr 15</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25903&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 16:00:28 GMT</pubDate>
			<description>Park, zwei Windhunde, einer männlich, einer weiblich, kriegen von Herrchen Frisbees geworfen. Der Mädchenhund fängt alles, egal ob hoch, tief, weit, angeschnitten und bringt seinen Frisbee zu Herrchen. Dann wieder Wurf und den Rest könnt ihr Euch vorstellen. Der Jungenhund geht mit seinem Frisbee...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Park, zwei Windhunde, einer männlich, einer weiblich, kriegen von Herrchen Frisbees geworfen. Der Mädchenhund fängt alles, egal ob hoch, tief, weit, angeschnitten und bringt seinen Frisbee zu Herrchen. Dann wieder Wurf und den Rest könnt ihr Euch vorstellen. Der Jungenhund geht mit seinem Frisbee im Maul auf und ab, wälzt sich im Gras, steht wieder auf und guckt dem Mädchenhund zu. &quot;Er hatte so eine Mühe seinen Frisbee zu fangen, dass er ihn jetzt nicht mehr hergeben will&quot;, so das Herrchen. Ich versteh den Jungenhund total, den Mädchenhund aber auch.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Die Wucht</dc:creator>
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		<item>
			<title>Isola del Giglio, 12.05.  16:12</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25900&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Sat, 12 May 2012 14:14:35 GMT</pubDate>
			<description>Ich kuck ja immer gerne was auf dem Wasser so los ist, meine Lieblingwebcam  
 ist derzeit http://www.giglionews.com/isoladelgiglio_porto.jpg ich schau mir an wie  die Bergungsarbeiten auf der Costa Cordaslis so voranschreiten- jetzt was neues : eie Gruppe Kanuten (!) läuft aus, was sie wohl machen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Ich kuck ja immer gerne was auf dem Wasser so los ist, meine Lieblingwebcam <br />
 ist derzeit <a href="http://www.giglionews.com/isoladelgiglio_porto.jpg" target="_blank">http://www.giglionews.com/isoladelgiglio_porto.jpg</a> ich schau mir an wie  die Bergungsarbeiten auf der Costa Cordaslis so voranschreiten- jetzt was neues : eie Gruppe Kanuten (!) läuft aus, was sie wohl machen ?</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>honz</dc:creator>
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		<item>
			<title>09.05., 11.40 Uhr</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25898&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 20:43:02 GMT</pubDate>
			<description>mein kinn knallt auf die straße, bröckchen von irgendetwas sammeln sich auf der zunge und vermischen sich mit dem geschmack von blut. neben mir kippt mein fahrrad auf die seite. ich würde gern hier liegenblieben, würde auch gern aufstehen und zu meiner verabredung. aber erstmal liegenbleiben....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>mein kinn knallt auf die straße, bröckchen von irgendetwas sammeln sich auf der zunge und vermischen sich mit dem geschmack von blut. neben mir kippt mein fahrrad auf die seite. ich würde gern hier liegenblieben, würde auch gern aufstehen und zu meiner verabredung. aber erstmal liegenbleiben. schmerzen. vier fünf leute stehen herum und nehmen anteil. „geht’s ihnen gut?“ „können sie aufstehen?“. ich stehe auf, langsam, stelle fest, dass meine beine mir gehorchen, meine hände zittern, meine zunge die bruchklante des frontschneidezahns abfühlt. von meinem kinn tropft blut. „sie müssen ins krankenhaus“ &quot;zu einem arzt“ „soll ich sie ins evangelische  fahren?“ <br />
„ich habe alles gesehen, von meinem büro, magst du dich erst einmal hier vorn hinsetzen? ich rufe den rettungswagen“, sagt ein bekanntes gesicht, eine mutter aus der klasse meines sohnes<br />
da ist noch der unfallgegner – ein student, der mich geschnitten hat, plötzlich abgebogen ist, so dass ich bremsen musste und über den lenker flog; er sitzt schüchtern herum, schreibt seinen namen auf, seine telefonnummer, nestelt schuldbewusst an seiner tasche mit unisachen. <br />
nach fünf minuten trifft das rote kreuz ein – erste gesprächsversuche. mein kiefer schmerzt, ich spreche wohl in der art, die man verwaschen nennt, durch die geschlossenen  lippen, weils sonst weh tut. eine minute später treffen die malteser ein. ein streitgespräch entwickelt sich, wie im drehbuch einer amerikanischen comedy-serie. wer von beiden darf mich mitnehmen? ich würde gern lachen, aber lachen tut weh<br />
der abgebrochene zahn entscheidet es: &quot;der muss in die uni-zahnklinik&quot;, sagt der chef der malteser mit bestimmtheit; der rotkreuzmann verabschiedet sich zerknirscht.<br />
ich steige in den rettunsgwagen, auf zittrigen beinen. <br />
<br />
es wird ein langer tag im uni-klinikum. <br />
am ende darf ich nach hause. nur der zahn ist gebrochen, alles andere wurde vernäht und wird heilen.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Ruebenkraut</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>10.05.2012 21:10h</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25897&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 19:24:30 GMT</pubDate>
			<description>Die Scheissamsel redet einen Scheiss zusammen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Die Scheissamsel redet einen Scheiss zusammen.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Benzini</dc:creator>
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		<item>
			<title>Ilja Richter 1976</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25896&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:32:54 GMT</pubDate>
			<description>Sommer 1976 – ich bin 15 und mit der 8b auf Klassenfahrt in Berlin.  
Die Funkausstellung ist Pflichtprogramm, danach Picknick im Tiergarten.  
Nach dem Ausbreiten der karierten Wolldecken und dem Genuss der vom Jugendgästehaus gestellten Proviantpäckchen inklusive Apfelschorle in Halbliterflaschen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Sommer 1976 – ich bin 15 und mit der 8b auf Klassenfahrt in Berlin. <br />
Die Funkausstellung ist Pflichtprogramm, danach Picknick im Tiergarten. <br />
Nach dem Ausbreiten der karierten Wolldecken und dem Genuss der vom Jugendgästehaus gestellten Proviantpäckchen inklusive Apfelschorle in Halbliterflaschen kommt es vor, dass man schnell mal aufs Töpfchen muss und nicht warten kann. <br />
Ok – die öffentliche Toilette erreiche ich in meinem Zustand nicht in trockener Hose. <br />
Macht nix - ein Park ist ein Park. Also hinein ins Gebüsch! Ein übler Dornenstrauch macht es nicht leicht,  außer Sicht der anderen zu einem geeigneten Plätzchen zu gelangen. Endlich, geschafft, hier sieht mich keiner!<br />
Fix den Gürtel gelöst, in die Hocke und....hm, was liegt da? <br />
Was ist das? <br />
Ein ganzer Haufen niegelnagelneuer Schallplatten (damals hießen die noch so und waren aus sensiblem Vinyl) schimmert dort zwischen Pilz und letztjährigem Laub. Ich erkenne deutlich das Cover von „Machine Head“.  <br />
Was soll das? Wer legt edle Meisterwerke von Deep Purple in der Pampa ab?<br />
<br />
Bevor ich mich weiterwundern kann, höre ich ein hohes Stimmchen hinter mir. Hmm, kommt mir bekannt vor, woher kenne ich dieses Quäken und Schnarren? <br />
Ich schieße hoch, drehe mich erschrocken um – und direkt vor mir, da wo noch die letzten Sonnenstrahlen hinkommen und sein schwarzes Haar glänzen lassen wir Speckschwarte – da steht er!  „Euer Ilja“, wie er bei `Disco` immer sagt. <br />
Unser Ilja also.  <br />
<br />
Im feinen Einreiher und mit geputzten Schuhen steht er vorm Hollerbusch. Sein Gesicht ist schmal, etwas verkniffen, die Haut leicht gebräunt. Ein südlicher Typ, Solarien gab es ja damals noch nicht. Ilja lächelt mich mit  kleinen, schwarzen Augen feundlich an. Mit der linken Hand führt er einen winzigen Schwarzhund an langer Leine, den es aufgeregt schnüffelnd geradewegs zu mir hinzieht. Warum nur? Ach ja, meine Hose steht ja auf. Zum Glück befinde ich mich im Schatten.<br />
<br />
„Was das denn da?“ fragt Ilja freundlich und ich weise mit schnell zugehaltener Hose unschuldig hinüber zum Vinylhaufen. `Nur paar Schallplatten, weiß auch nicht, wer die hier vergessen hat..`<br />
Was für einen Blödsinn! Vergessen! Niemand vergisst feinsten RocknRoll im Dornengebüsch. <br />
„Zeig doch mal !“ schnarrt Ilja. Na schön, ich drehe mich zur Seite, klemme in Rekordzeit Knopf in Knopfloch, bücke mich  und reiche ihm einhändig eine Platte rüber.<br />
„Hey, hihihi, das ist ja ulkig! Wer läßt denn sowas hier liegen?“ quietscht Ilja, dessen Hündchen inzwischen zwischen meinen Beinen angekommen ist und Anstalten macht, sich dort zu verewigen.<br />
Ich bin kein Fan von „Disco“, Iljas Sketche finde ich albern. Das gleiche gilt für die Musiker, die in seiner Sendung auftreten. Aber er scheint ja ein netter Typ zu sein, ohne Berührungsängste sozusagen. Für seine Streichholzfigur kann er nix und die Stimme – naja. <br />
Den Hamlet kann er damit jedenfalls vergessen. <br />
Ich würde ja gern noch ein bisschen mit ihm schnacken. <br />
<br />
Aber meine Blase – und dieser  hechelnde Hund!!<br />
Ich klemme mir „Machine Head“ unter den Arm und mache, dass ich wegkomme.  <br />
Ilja schmettere ich noch ein leicht panisches „Tschühüß“ hinterher.</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=6">Paparazzi - das Hauptforum</category>
			<dc:creator>Thrud</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Haberlandt, Fritzi</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25894&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 00:17:24 GMT</pubDate>
			<description>Der Vorsitzende des Walter-Kempowski-Fanclubs, der Frau Haberlandt engagiert hat, um drei Geschichten des Idols vor Publikum vorzulesen, schwitzt bei der Einführung in den Abend wie ein Schwein. Seine Hand, die krampfig den Zettel mit den nicht zu vergessenden Stichworten für seinen Kurzvortrag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Der Vorsitzende des Walter-Kempowski-Fanclubs, der Frau Haberlandt engagiert hat, um drei Geschichten des Idols vor Publikum vorzulesen, schwitzt bei der Einführung in den Abend wie ein Schwein. Seine Hand, die krampfig den Zettel mit den nicht zu vergessenden Stichworten für seinen Kurzvortrag hält, zittert wie bei einem epileptischen Anfall, aber trotzdem macht alles, was aus seinem Mund kommt, Sinn, klingt sehr gelehrt und ist sogar ziemlich unterhaltsam. <br />
Fast 150 Menschen haben  sich in den studentisch geprägten Rock-Schuppen in der mittelhessischen Provinz-Metropole gequetscht und machen enttäuschte Ooooch-Gesichter, wenn sie erfahren, dass es leider weder Cappuccino noch trockenen Rosé gibt. <br />
<br />
Verwelkte Endfünfzigerinnen, die aus alter Gewohnheit dem Typ hinterm Tresen zuzwinkern, asiatische Austauschstudentinnen, die meinen, hier ein wichtiges Stück deutschen Kulturgutes mit bekommen zu können, die dickbäuchige Lokalkulturprominenz und natürlich ohne Ende Germanisten. <br />
<br />
Fritzi Haberlandt steht plötzlich auf der Bühne, niemand hat sie vorher wirklich wahr genommen. Mit ihrem schwarzen Sack-Kostüm, das den gleichen niedlich weißen Kragen hat, wie auf ihrem Promofoto, hätte sie ebenso gut als eine der ebenfalls anwesenden Angewandten Theaterwissenschaftlerinnen durch gehen können, die noch immer glauben, sich wenigstens vom Style her von all den anderen abgrenzen zu können. <br />
<br />
Sie liest drei Kapitel aus drei verschiedenen Büchern Kempowskis und macht das recht ordentlich. Schlimm wird es wie immer, als danach das &quot;Publikumsgespräch&quot; in Gang zu bringen versucht wird. Neben dem Vorsitzenden ist jetzt außerdem noch der Schriftführer auf der Bühne, der mit Brille, Pullunder und beigem Cordsakko sowas von brutal allen Blödmannsklischees von Germanistik-Magistern entspricht, dass sich niemand mehr trauen würde, einer erfundenen Person in einer selbst ausgedachten Geschichte derart anzuziehen. <br />
<br />
70% des Publikums strömen nach knapp 90 Minuten, als alles vorbei ist, ins Freie und nach Hause, der Rest stellt sich brav an, um sich eine Unterschrift auf irgendwas von Frau Haberlandt geben zu lassen. Irgendwer hat sogar seine DVD-Hülle von &quot;Eine Insel namens Udo&quot; dabei. <br />
Hinterher steht man vor der Tür und lässt den Abend ausklingen. Fritzi Haberlandt raucht wie eine 14-Jährige, eng bedrängt vom Vorsitzenden, dem Schriftführer und deren ehemaligen Profs, die sich gönnerhaft die Monologe der Wortführer anhören, in denen es um zu haltenden wichtige Vorträge geht und wie verrückt es doch ist, bei dem und dem Autor aufgrund einer häufig erwähnten Schnapsmarke ein geheimes Zitat entdeckt zu haben. Sie nickt artig an den richtigen Stellen.<br />
Der Schriftführer mit dem Sakko fährt Frau Haberlandt ins Hotel, Frauen mit teuren Kameras knipsen den beiden zum Abschied schamlos hinterher. <br />
<br />
TL; DR: <br />
Frau Haberlandt sieht im Profil aus wie ein Kinderspielplatz: Oben die Schaukel, in der Mitte die Rutsche und unten die Wippe.</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=6">Paparazzi - das Hauptforum</category>
			<dc:creator>Tobi Wahn</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>7.5. 15:46</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25890&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 13:51:18 GMT</pubDate>
			<description>Und sowas (http://www.antenne.de/nachrichten/bayern/artikel/526207/Straftaeter-aus-Bezirkskrankenhaus-geflohen.html) kommt dann über google alert. Nach und neben einigen kleinen sachlichen Fehlern (ich bin 1,83) biegt der Text dann im Schlußsatz wieder triumphal auf die Straße der Wahrheit ein, und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Und <a href="http://www.antenne.de/nachrichten/bayern/artikel/526207/Straftaeter-aus-Bezirkskrankenhaus-geflohen.html" target="_blank">sowas</a> kommt dann über google alert. Nach und neben einigen kleinen sachlichen Fehlern (ich bin 1,83) biegt der Text dann im Schlußsatz wieder triumphal auf die Straße der Wahrheit ein, und zwar, für wen es interssiert, wird Herr Dorf mit LP, VW und C gegen 18 Uhr auf dem Parkplatz vor IKEA &quot;abhängen&quot;, wenn Bangen nicht noch zuvor die Polizei verständigt.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Stimmen</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Angelo Kelly und der Kabeldackel</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25889&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Sun, 06 May 2012 15:28:06 GMT</pubDate>
			<description>Sommer auf Sylt – zwei kleine Dachzimmerchen am Rantumer Watt, vom Butzenfenster aus der Blick auf die am Abend öde Dorfstraße.  
In der Ferienwohnung ist Rauchen unerwünscht. Man qualmt also vor dem Zubettgehen im Rahmen hockend sein Zigarettchen, schlürft den billigen Minimarktmerlot aus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Sommer auf Sylt – zwei kleine Dachzimmerchen am Rantumer Watt, vom Butzenfenster aus der Blick auf die am Abend öde Dorfstraße. <br />
In der Ferienwohnung ist Rauchen unerwünscht. Man qualmt also vor dem Zubettgehen im Rahmen hockend sein Zigarettchen, schlürft den billigen Minimarktmerlot aus Ikeagläsern, um dem verregneten Strandtag noch ein einigermaßen sonniges Ende zu bescheren.<br />
Am letzten Abend – eher eisengraue als blaue Stunde – draußen nieselt es wie gehabt – fällt uns beim Fensterschmök ein junger Mann auf dem verlassenen Fußweg auf. Ein Spaziergänger im Regen, gab es nicht  mal einen Film mit ähnlichem Namen?<br />
Goldlange Locken wippen mittelgescheitelt an einem blassem Kindergesicht, dazu trägt der Jüngling volle Lippen, sehr rot, puttengleich, die entspannt vor sich hinlächeln. Er schlendert auf dem Fußweg, ganz langsam und gelöst Richtung Sparmarkt. Sicher hat der Krämer noch  nicht abgesperrt, normalerweise läßt er seine altertümliche Registrierkasse erst nach 22:00 im Stich.<br />
Der blonde Mann auf dem Fußweg trägt weiße Chucks und zur weißen Schlagjeans ein weißes Rüschenhemd. Tatsächlich, Rüschen! Wer trägt sowas heute noch? Ein Teenager, der die 70er verehrt? Oder ein Physiotherapeut? Ein Engel?<br />
Unsinn, der Gedanke mit dem Engel -  doch dieser junge Mann wirkt so unwirklich, so schwebend, wie eine Lichtgestalt in der nieseligen Rantumer Einöde. Er schlenkert beim Gehen leise mit den Armen, blickt ab und an zum Himmel, bleibt kurz stehen. Schaut sich um. <br />
Etwas zieht meinen Blick auf sich. Diese Schuhe! Auffällig groß  sind sie,  jedenfalls für einen doch eher kleinen Mann. Plack, plack, plack – machen sie auf dem nassen Holperpflaster. Ein Senkel hinkt hinterher, regelmäßig muss er ein Pfützenbad ertragen, schleift zwischenzeitlich auf den groben Gehwegplatten.<br />
Ja, wir kennen diesen Mann. Er heißt Kelly, wir haben ihn schon öfters im Fernsehen gesehen. Angelo Kelly. Jüngstes Kind einer irischen Großfamilie, er hat viele Geschwister. Acht oder neun oder noch mehr. <br />
So ganz allein wirkt  er verloren. Wo sind Joey, Maite, Paddy, Patricia? Wo ist John, und Cathy und all die anderen? <br />
Wir können aufatmen:  ganz allein ist er nicht an diesem Abend. Angelo ist in Begleitung. Am linken Handgelenk hängt etwas. Bei der zunehmenden Dunkelheit müssen wir schon ganz genau hinsehen: es  handelt sich um ein Stromkabel, eine Verlängerungsschnur genau gesagt. Sicher an die vier Meter lang.<br />
Am anderen Ende des Kabels, dort wo normalerweise die Steckdose ankert, befindet sich ein Hund. Ebenso blond, ebenso gelockt  wie Angelo ist er. <br />
Dabei kurz und gedrungen wie ein Waschbär. Ihm wickelt sich das Kabel um den Hals, allerdings locker und das Leben des Tieres nicht gefährdend. Der Hund, wahrscheinlich ein Pudel oder ein Dackel, ich kenne mich nicht aus mit Hunden, zuckelt gelassen neben Angelo her, überholt schon einmal, zieht am Kabel, läßt sich bremsen, wartet, schließt dann wieder zu Herrchen auf. <br />
Harmonisch, die beiden, ein gutes Team, auch ohne Strom. Sie strahlen Einverständnis und Frieden aus. <br />
Das Paar verschwindet hinter der Kurve. Dort, wo der Weg dünauf zum Strand beginnt. Planen die beiden einen längeren Strandspaziergang? <br />
Gehen sie heim in eine ähnlich piefige Ferienwohnung wie unsere hier? <br />
Hat Angelo kein Geld für eine Hundeleine? Oder ist das Tier gerade zugelaufen und der Zooladen schon geschlossen? <br />
Wir werden es nicht erfahren.<br />
Und wenn schon.</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=6">Paparazzi - das Hauptforum</category>
			<dc:creator>Thrud</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>3. Mai, 9:17 Uhr, U-Bahn</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25885&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 21:43:48 GMT</pubDate>
			<description>Mir gegenüber in der U sitzt eine Frau mit blondem Haar - hinten hochgesteckt, großen hervortretenden grünen Augen. Sie trägt einen kurzen schmutzig grünen Kurzmantel über einer fliederfarbenen Bluse mit bezogenem Knopf. Sie hat ein längliches Gesicht und Augenringe, schaut sich um, rechts und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Mir gegenüber in der U sitzt eine Frau mit blondem Haar - hinten hochgesteckt, großen hervortretenden grünen Augen. Sie trägt einen kurzen schmutzig grünen Kurzmantel über einer fliederfarbenen Bluse mit bezogenem Knopf. Sie hat ein längliches Gesicht und Augenringe, schaut sich um, rechts und links, verzieht den Mund, sieht nach oben, senkt den Kopf, schaut nach rechts und links. Dann zieht sie aus ihrem abgetragenen, gedeckt blauen Rucksack eine Tüte sour vinegums und isst sie in einem Rutsch auf. Jetzt leckt sie mit der Zungenspitze Zuckerkrümel aus dem Mundwinkel. In der Seitentasche des Rucksacks schwappt eine trübe gelbliche Flüssigkeit in einer kleinen halbvollen Mineralwasserflasche .</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>raumoberbayern</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>Und nun das Wetter</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25882&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 10:37:52 GMT</pubDate>
			<description>Das beste Wetter ist, wenn man möglichst gar kein Wetter merkt, also eher die Abwesenheit von Wetter, also eine maximale Übereinstimmung von äußeren und inneren Gegebenheiten, Zen-Wetter, gewissermaßen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Das beste Wetter ist, wenn man möglichst gar kein Wetter merkt, also eher die Abwesenheit von Wetter, also eine maximale Übereinstimmung von äußeren und inneren Gegebenheiten, Zen-Wetter, gewissermaßen.</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>U_Sterblich</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>14:00 Freitagsritual</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25872&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 13:22:22 GMT</pubDate>
			<description><![CDATA[Auf das Klappergeräusch und den "Los"-Schrei aus dem Keller warten, vier Halbe Wasser zapfen und wegschütten, "Fertig" rufen, wieder kurz warten, bis noch ein Schrei kommt, nochmal Wasser rauslaufen lassen bis nix mehr kommt, den Zapfhahn abschrauben und die drei orangen Plastikkugeln rausnehmen,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Auf das Klappergeräusch und den &quot;Los&quot;-Schrei aus dem Keller warten, vier Halbe Wasser zapfen und wegschütten, &quot;Fertig&quot; rufen, wieder kurz warten, bis noch ein Schrei kommt, nochmal Wasser rauslaufen lassen bis nix mehr kommt, den Zapfhahn abschrauben und die drei orangen Plastikkugeln rausnehmen, den Zapfhahn auseinandernehmen und ausspühlen, aufpassen, daß die Gummidichtung nicht wegschwimmt, wieder alles zusammenbauen und nochmal &quot;Fertig&quot;, warten auf den letzten Schrei, nochmal vier Halbe Wasser rauslassen, &quot;Fertig&quot; brüllen. <br />
Bierleitung sauber. Zum Wohl</div>

]]></content:encoded>
			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Liste</dc:creator>
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		</item>
		<item>
			<title>ostersonntag 2012</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25870&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 20:10:39 GMT</pubDate>
			<description>Erstens, die Kalbshaxe Milanese ist ausgesprochen zart, aber es fehlt zweitens etwas Salz und der Blumenkohl ist drittens zu fest, dafür sitzt viertens am Tisch zu meiner Linken eine sehr selten anzutreffende, attraktive ältere Dame, deren Tischnachbar fünftens allerdings die ekelhafte...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Erstens, die Kalbshaxe Milanese ist ausgesprochen zart, aber es fehlt zweitens etwas Salz und der Blumenkohl ist drittens zu fest, dafür sitzt viertens am Tisch zu meiner Linken eine sehr selten anzutreffende, attraktive ältere Dame, deren Tischnachbar fünftens allerdings die ekelhafte Unverschämtheit besitzt, zu seinem Essen Cola zu trinken. Dafür trägt sie sechstens eine, ihre blonde Schönheit stark akzentuierende, königsblaue Bluse, die ich aber siebtens aufgrund der blamablen Niederlage gegen Schalke 04 an diesem Tage extrem nervtötend finde, dafür wirft sie mir achtens zweimal einen neugierigen Blick zu, jedoch ohne neuntens ihren Nachbarn etwa damit zu dupieren, der sich sowieso nur zehntens an seiner Pizza zu schaffen macht und seine unverzeihliche Cola säuft . Weiterhin sitzt elftens am Tisch zu meiner Rechten ein junges Paar, von dem er zwölftens meistenteils in seinem Smartphone blättert während sie dreizehntens meistenteils auf den Fluss schaut, oder in den Fluss, oder über den Fluss, oder den Fluss zählt, falls man Flüsse zählen kann. Dafür stellt mir der Ober vierzehntens, obwohl die alte Kerze noch gar nicht abgebrannt ist, eine neue Kerze auf den Tisch, während fünfzehntens die zarte Kalbshaxe mir auf der Zunge zergeht wie ein Gedicht von Daniil Charms. Allerdings schmeckt siebzehntens der Grappa, der mir sechzehntens als fruchtig angekündigt wurde, wie abgestandene Ziegenpisse. Infolgedessen lasse ich achzehntens draussen, vor dem Restaurant, einen Furz, der sich in etwa anhört, als würde ein lungenkranker Tubaspieler zum letzten Mal in seine Tuba stossen, oder neunzehntes, ein sehr untalentierter Tubist jedenfalls etwas vergleichbares tun. Auf dem Heimweg bilde ich mir kurzerhand ein, der Intendant der Staatsoper zu sein.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Benzini</dc:creator>
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		</item>
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			<title>2.4. 2012, 17.15 Uhr, Haus Birkenhöhe</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25866&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 08:35:13 GMT</pubDate>
			<description>„Isch konn hier net bleiwe“, sagt Tante Elsa mit einer Entschiedenheit, die jeden Verdacht vaporisiert, ihre Urteilsfähigkeit sei schon zu mehr als drei Vierteln über der Wupper, „des gäiht ohfach net“. Ihre Begründung ist so klar wie der Frühlingstag: Diese Ruhe, die zu preisen wir nicht müde...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>„Isch konn hier net bleiwe“, sagt Tante Elsa mit einer Entschiedenheit, die jeden Verdacht vaporisiert, ihre Urteilsfähigkeit sei schon zu mehr als drei Vierteln über der Wupper, „des gäiht ohfach net“. Ihre Begründung ist so klar wie der Frühlingstag: Diese Ruhe, die zu preisen wir nicht müde geworden waren, sei zwar vorhanden, aber es sei keine erholsame, sondern eine erstickende Ruhe, eine nur um ein Weniges vorgezogene Totenruhe; das Nichtstun nicht süß, sondern lähmend; die Gesellschaft nicht nett, sondern deprimierend; kurz: Sie habe sich das Haus Birkenhöhe mal unverbindlich angeschaut, das war die Abmachung, es sei aber keine Option für sie, und jetzt wolle sie bitteschön nach Hause gebracht werden.<br />
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„Aber hier ist immer jemand für dich da“, argumentieren wir verzweifelt, und: „Probiers doch mal, wenigstens für eine Nacht“, und: „Schau mal, die schöne Terrasse, mit Blick in den Odenwald“, wohl wissend, dass jedes unserer Worte schäbige Lüge ist und jedes von ihren lauterste Wahrheit. Ja, das ist ein Haus voller heillos hinfälliger Tatterer, denen der Brei aus den Mundwinkeln rinnt, ja, hier kommt man nur mit den Füßen voran wieder raus, ja, das ist Zombieland, Altmenschencontainer, Entsorgungsstelle, Endstation, nein, es gibt hier keinen Trost, nur Trostsprüche. Sich einzugestehen, dass sie hier unter ihresgleichen ist, dass Orte wie dieser für Menschen wie sie da sind und Menschen wie sie für Orte wie diesem, das wäre nun wirklich zu viel verlangt. <br />
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Was willst du denn sonst machen, Tante Elsa? Ganz einfach, sagt sie. Sie bleibe in ihrer Wohnung in Weinheim, sie könne sehr gut für sich alleine sorgen, sie brauche keine Hilfe. Ja sehnse verstehnse, das ist eben das Tückische an der Halbdemenz: Dass sie das Elend vor Augen ungemildert scharf sehen, das Elend hinter dem Rücken aber sofort unsichtbar werden lässt. Denn nein, sie hat in den letzten Tagen nicht für sich gekocht, das waren wir. Und nein, sie hat auch nicht selbst eingekauft. Ohne fremde Hilfe sind schon die Außenstufen vor ihrer Wohnung ein unüberwindbares Hindernis. Ja doch, sie hat finfervetzisch Joahr alleine darin gewohnt, und sie ist immer alloh zureschtkumme, hajoh, sicherlich, aber dann vor ein paar Wochen der Sturz, dann Krankenhaus und Reha, und jetzt geht das, was bisher immer gegangen war, eben nicht mehr. Eigentlich weiß sie das auch, aber Wissen ist ein flüchtiges Gut in einem neunzigjährigen Gehirn von zunehmender Sämigkeit. Sie hat niemanden mehr außer uns, und wir wohnen sechshundert Kilometer entfernt. Das Heim ist völlig okay, außer dass es eben ein Heim ist. Ein viel besseres wird sich auf die Schnelle nicht finden lassen, und es ist alternativlos, nicht im Merkelschen Sinne, sondern tatsächlich die einzige gangbare Möglichkeit. So schaut's mal aus. Gestern hatte sie das noch eingesehen. Heute indes: Fakten, Fakten, Popakten.<br />
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„Wenn isch blouß ä Tablett' hätt, mit der's schnell vorbei wär, isch dät se nämme.“ Auch das wieder eine  bestens nachvollziehbare Aussage, die postwendend mit geheuchelter Empörung abgeschmettert wird: „Aber, aber, an sowas wollen wir noch nicht mal denken, Tante Elsa.“ Jetzt weint sie, und ich schaffe es nicht, die passend-unpassenden Verse aus dem Kopf zu verdrängen: „Ich kann nichts dafür, dass der Mond schon scheint, und dass nicht der Mond seinen Mondschein schont, und dass Frau Adele im Wohnheim weint, weil sie nicht wie früher in Weinheim wohnt.“ Nein, der gute Heinz Erhardt kann nichts dafür. Ich schon. Als ich dem Gespräch wieder folge, hängt es gerade in einer Endlosschlaufe fest. „Jetz bleiwese ohfach emohl ä Nacht do bei uns, un mojje guggemer dann emohl“, säuselt die Heimleiterin in immer neuen Variationen, Tante Elsa kontert trotzig-verzweifelt mit „Noh, isch will des net, isch konn net“. <br />
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Und dann, nach einer Pause, sehr leise und unerwartet, sei es aus Resignation, Einsicht oder Erschöpfung: „Also gut. Isch mach's.“ Ab diesem Moment fügt sie sich, Schaf an der Schlachtbank, ohne Widerstand ins Unausweichliche. Im Hintergrund dudelt irgendein Dudelfunk neue deutsche Schlager. Hier würde ich binnen Wochenfrist wahnsinnig werden, denke ich, und ich sage: „Ach, ich finde es richtig schön hier. Wirst dich schnell einleben, ganz bestimmt.“ Ich bin so widerlich. Wortlos schiebt sie ihren Rollator zum gedeckten Abendbrottisch. 17.30 Uhr, Fütterung der zahnlosen Tiger.<br />
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„Das ist die Frau Jakob, die ist neu hier, und sie kommt aus Weinheim. Und wo sind Sie her?“, versuche ich mit schlecht gemimter Unbefangenheit das Schweigen der drei Mümmelgreisinnen am Tisch zu brechen. „Aus Schifferstadt“, sagt die erste. „Aus Wald-Michelbach“, sagt die zweite. „Oh, das ist eine lange Geschichte, ich denke nicht, dass wir das heute so einfach klären werden. Da, wo Deutschland seinen Ausgang nimmt, nach Italien, nach Spanien, nach Jugoslawien, da findet sich alles zusammen“, sagt die dritte. „Was redet die Frau Schmoll denn heute wieder zusammen“, sagt die zweite. „Ich komme aus Berlin“, sage ich. „Ich auch“, sagt Frau Schmoll. „Aha, und aus welchem Bezirk?“, frage ich. „Es gibt zwei Speisen, man muss den Fragebogen ankreuzen, je nachdem. Es war die Fußballmannschaft zu versorgen, aber sie war nicht mehr da. Wenn der Vanillepudding alle ist, muss einer kommen, aber nicht immer ist es möglich“, erläutert Frau Schmoll. „Was soll denn das nun wieder mit der Fußballmannschaft, das ergibt doch überhaupt keinen Sinn“, unterbricht die erste entrüstet. „Der Frau Schmoll dürfen Sie gar nicht zuhören“, sagt die zweite.<br />
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Hört Tante Elsa zu? Überschlägt sie gerade, wie viele Tischgespräche dieser Art noch folgen werden bis zur gnädigen Erlösung? Sie ist vollauf damit beschäftigt, die Zutaten auf ihrem Teller - Brotscheibe, Wurstscheibe, Käsescheibe, Butter, Cocktailtomate - zu einem belegten Brot zusammenzumontieren, mit leidlichem Erfolg. Hauptproblem: Um die Rinde durchzuschneiden und mundfertige Happen zu fabrizieren, fehlt ihr die Kraft. Sie hat ja kaum etwas gegessen in den letzten Wochen zu Hause, 41 Kilo wiegt sie noch. Schwach winkt sie durch die Fensterscheibe zurück, als ich Haus Birkenhöhe verlasse. <br />
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„Rechtzeitig besorgen: Tabletten, mit denen's schnell vorbei ist“, schreibe ich in mein geistiges Notizbuch und hoffe, dass ich es nicht vergesse.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Klaus Caesar</dc:creator>
			<guid isPermaLink="true">http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25866</guid>
		</item>
		<item>
			<title>spam mails</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25865&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 18:16:03 GMT</pubDate>
			<description>Soeben erfahre ich über twitter, dass mein yahoo-account in meinem Namen spam mails verschickt. 
 
1. Sorry! Ehrlich! 
 
2. Was kann ich dagegen tun?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Soeben erfahre ich über twitter, dass mein yahoo-account in meinem Namen spam mails verschickt.<br />
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1. Sorry! Ehrlich!<br />
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2. Was kann ich dagegen tun?</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=183">Fragen, Probleme, Ausrufe, Beschwerden, Zuneigungsbekundungen</category>
			<dc:creator>Die Wucht</dc:creator>
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		<item>
			<title>31.08.2011 Faro 23:00</title>
			<link>http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25862&amp;goto=newpost</link>
			<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 13:46:20 GMT</pubDate>
			<description>Auf einen Absacker in die Bar vor dem kleinen Bahnhof, in der über die Jahrzehnte tatsächlich alles so wundervoll schäbig geblieben ist, wie es immer schon war. Am Nebentisch ein seltsam agitierter Mensch, Schriftsteller, befürchte ich, der wütend Kaffee trinkt und seine eben noch hastig...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Auf einen Absacker in die Bar vor dem kleinen Bahnhof, in der über die Jahrzehnte tatsächlich alles so wundervoll schäbig geblieben ist, wie es immer schon war. Am Nebentisch ein seltsam agitierter Mensch, Schriftsteller, befürchte ich, der wütend Kaffee trinkt und seine eben noch hastig hingekritzelten Manuskripte sofort wieder zerreisst. Beim Aufstehen kann ich auf einem der unversehrten Zettel in fetten Buchstaben lesen: GIVE UP! Glas Weisswein &quot;na fora&quot; dort übrigens 70Cent.</div>

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			<category domain="http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/forumdisplay.php?f=49">werktags, 15 uhr 56 bzw. 21 uhr 17</category>
			<dc:creator>Benzini</dc:creator>
			<guid isPermaLink="true">http://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/showthread.php?t=25862</guid>
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